Werdegang von F10479


Elektromechaniker Lehre bei "Siemens" 1971

Jahren, am 01.09.1971 begann ich meine Ausbildung als Elektromechaniker bei Siemens in Frankfurt/Main Rebstöcker Straße. Während meiner Ausbildung habe ich alle Mechanik und Elektro- Sparten kennengelernt. Es begann mit der Mechanik. Ein U-Stahl musste auf das richtige Maß angepasst werden. Die verschieden Feilen habe ich intensiv kennengelernt. Ob Schrubb oder die Feinfeile haben wir mit Kreide intensiv eingesetzt. Löscher mussten pass genau gebohrt werden, und Gewinde in verschiedenen Größen eingebracht werden. Der Umgang mit der Ständer-Bohrmaschine wurde zur Gewohnheit. Weiter ging es zu weiteren mechanischen Bearbeitungsmaschinen. Drehbank, Shapingmaschine und Fräse standen auf dem Ausbildungsprogramm. Sogar der Besuch in der Schmiede war ein Part unserer Ausbildung. Hier haben wir das Autogen- und Elektroschweißen gelernt. Die Schmiedekunst wurde uns auch beigebracht. Nach der mechanischen Ausbildung ging es Richtung Elektrotechnik. Wir wurden in die Starkstromtechnik eingewiesen. Verteiler wurden verdrahtet und es ging weiter zur Telefontechnik. Die NEHA2 wurde nachgebaut und wir wurden in die neuere ESK Technik eingeführt. Jetzt ging es raus aus der Lehrwerkstatt in die Praxis. Erste Station war das Fernmeldeamt in Eschborn. Hier haben wir die Moderne Wraptechnik angewandt. Im Frankfurter Fernmelde-Hochhaus war ich im Entstör Trupp tätig.

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Einstieg in die EDV bei "Siemens" 1974

F10479 Siemens 1974 habe ich meine Gesellenprüfung als Elektromechaniker erfolgreich absolviert. Nun stand ich vor der Entscheidung ob ich zur Starkstromtechnik, Medizintechnik, Ampeltechnik, Fernmeldetechnik oder zur EDV wechseln möchte. Ich entschied mich für die EDV bei "Siemens". Mehrere Eignungsprüfungen mussten absolviert werden, bevor es zum ESY4004 Grundkurs nach München Solln ging. Sechs Wochen Praxis und Theorie mussten gemeistert werden. Wartungstaschenbuch Anschließend standen Produktkurse auf dem Programm. Der Lochkartenleser 4239, der Schnelldrucker 4241 und 4247 waren meine ersten EDV Geräte die ich nach der Ausbildung entstören durfte. Ein Highlight war ein Lehrgang für den Optischen Belegleser 4256 von der "Computer Gesellschaft Konstanz" (CGK). 3 Wochen am Bodensee, jede Woche ein Test, das war hart. Nach der Ausbildung wurde ich der Wartungsgruppe WG414 zugeordnet. Codetabelle Hier habe ich einen wunderbaren Wartungsgruppenleiter als Chef kennen gelernt. Eduard Baumann hat mich viele Jahre als Vorgesetzter begleitet. Der erste große Einsatz war in der Bundesbank in Frankfurt Ginnheim. Für drei Belegleser 4256 und zwei Schnelldrucker 4241 hatte ich die Verantwortung. Den Turmbau des Ginnheimer Spargels (Fernmeldeturm) konnten wir Life miterleben. Über die Magnetbandausbildung MB-Steuerung 3512, und Potter Magnetbandgeräte 454 bin ich 1978 zum Anlagentechniker aufgestiegen. Kundenverantwortung wurde mir für das "Bundesamt für Wirtschaft" F10479 VDO Änderungseinbau (BAW), "Arnold Becker" (Textil Großhandel), "Deutschen Fachverlag" in Eschborn und der "Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit" (GTZ) übertragen. Hier musste ich das Gesamtsystem betreuen. Von der Hardware, über die Datenfernverarbeitung bis zum Betriebssystem BS1000 und später BS2000. Meine Ausbildung ging weiter über Platten-
F10479 Änderungseinbau ZE 7.541 VDO speichergeräte 3479/3480 von "CDC" und später meine ersten Großrechner, die Siemens Zentraleinheit 7.750 (X3) 1978 und später die 7.760 (X4) 1981. Auch die ersten BS2000 Betriebssystem Kurse GSS2000 und ASW2000 habe ich 1979 absolviert, und so das erforderliche Gesamtwissen für die EDV Kundenbetreuung mir angeeignet.

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Großkundenbetreuung "Dt.Bank" 1986

Dt.Bank Wartungsraum 1986 wurde ich dem Anlaufpunkt Deutsche Bank zugeteilt, wo ich im DSZ (Diagnose und Steuer Zentrum) tätig war. Überregionale Projekte haben wir Deutschlandweit Zentral von Eschborn aus gesteuert. Die Ausbildung ging weiter, BS2000 Systemausbildung und weitere Hardwarekurse für die Zentraleinheiten (7.536, 7.580, 7.590) wurden besucht. Bundesweit war ich für neu Installationen von Zentraleinheiten zuständig. In Düsseldorf, Köln, Stuttgart, Mannheim, Hamburg habe ich die Installation der neuen Zentraleinheiten 7.590 betreut. Die 7.590 war die erste Siemens Zentraleinheit für BS2000 die den IBM 370 Befehlssatz unterstützte. Eine 6 wöchige Ausbildung erhielt ich bei den Kollegen von der Computer Gesellschaft Konstanz (CGK) die die Hardware von Fujitsu 7.8xx für das damalige BS3000 Geschäft betreuten. In die neue IBM 370 Systemarchitekur wurde ich eingeführt und war bei vielen Installationen der neuen Fujitsu Systemen mit vor Ort.

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"Siemens Nixdorf" 1990

F10479 Siemens Nixdorf 1989 übernimmt Siemens den angeschlagenen deutschen Computerhersteller "Nixdorf". Seit nun an heißt mein neuer Arbeitgeber "Siemens Nixdorf". Nach der Wiedervereinigung hatte dieses auch Auswirkung auf meine Tätigkeit. In den neuen Bundesländern hat "Siemens Nixdorf" damals viele BS2000 Systeme verkauft, die auch ich mit installieren durfte. Die "Commerzbank" stellte weiße Container in den Großstädten mit "C40 BS2000/OSD" Systemen auf. In Leipzig, Halle, Magdeburg, Dresden, Ilmenau und Kölleda habe ich diese Systeme installiert und eingeführt. Es war eine beeindruckende Zeit kurz nach der Wende.

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"Gruppe Technik" 1994

Im DSZ der "Deutschen Bank" war ich bis zum Jahr 1994 tätig, und wurde anschließend in die Gruppe Technik beordert. Hier hat "Siemens Nixdorf" Spezialisten gepoolt, die im Eskalationsfall die Feldtechniker vor Ort beim Kunden unterstützt haben. Dresdener Bank 7.590 Ich wurde Spezialist für Zentraleinheiten und Plattenspeicher. Die Schnittstelle zum Betriebssystem BS2000 mussten wir auch mit abdecken. Die Zentrale Ferndiagnose wurde zum Thema. In Frankfurt pilotierten wir die Vordiagnose per Telefon. Bevor ein Techniker zum Kunden kam, haben wir schon eine Vordiagnose erstellt und das Ersatzteil gleichzeitig mit dem Techniker zum Kunden geschickt. Möglich war dies durch den Remote Zugriff zum Kunden (Teleservice). Das System hat sich bewährt, so haben wir, die Frankfurter, die Kollegen in der Zentrale in München in der Remote Entstörung eingewiesen. Die Richtung ging zur Zentralisierung von einem gepoolten Spezialisten Team in München. Die offene Welt kam näher. So habe ich auch für die UNIX Welt Ausbildung erhalten. Hardware und Systemausbildung für die Modelle RM600, RM1000 und Reliant UNIX Systemkurse habe ich nach dem Zusammenschluss 1989 von Siemens und Nixdorf in Paderborn erhalten. Spezialisiert habe ich mich auf die Automatisierung der Systembedienung von BS2000/OSD und Unix Systemen mit dem Produkt ATOP (Automatischer Operator), wo ich Bundesweit Projekte realisiert habe. ZVK Umbau Robotersysteme von Grau kamen dazu. Viele Wochenende mussten wir mit Installationen und umbauten bei Großkunden opfern. Das "BKA", "Dresdner Bank", die "Alte Leipziger Lebensversicherung", "Postbank", "Start Amadeus", die "ZVK" und das "Statistische Bundesamt" waren unsere größten Kunden im Rhein Main Gebiet. Überregionale Einsätze (Koblenz, Saarbrücken, Mannheim, Karlsruhe) waren an der Tagesordnung. Die Technik wurde immer kleiner und perfekter so dass die System Spezialisten nicht mehr den Stellenwert von Früher inne hatten. Wir wurden zum Projektmanagement und zu kaufmännischen Aufgaben gedrängt. Dieses war für mich als Techniker keine Alternative. Die ersten Gedanken zu einem Wechsel in ein neues Aufgabengebiet keimten!

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Wechsel zur "Software AG" 1999

Software AG RZ S140 1999 entschloss ich "Siemens Nixdorf" zu verlassen und begann einen neuen Lebensabschnitt bei dem "Siemens Nixdorf" Kunden "Software AG" in Darmstadt. Am 1. September begann ich meine Arbeit als Systemverwalter für die BS2000 Systeme der SAG. Am Anfang fiel mir der Umstieg zur Software sehr schwer. Nach einem halben Jahr habe ich die Hardware Sicht beiseite gelegt und mich mit dem BS2000 System angefreundet.

Nun sind es Jahre die ich bei der "Software AG" als BS2000 Systemverwalter arbeite, und ich möchte keinen einzigen Tag missen!

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Systembetreuung BS2000 bei der "Software AG"

Heute am betreue ich bei der "Software AG" acht BS2000 Systeme von der Version OSD8 bis OSD10 auf einem Fujitsu Mainframe Server SE500-10B unter VM2000 V11. 2010 haben wir einen neuen Vertrag mit Fujitsu über 5 Jahre abgeschlossen. Die S140 wurde durch eine S155-10A abgelöst und 2012 bekamen wir eine S165-10A. Im Jahr 2016 wurde diese durch ein aktulles SE-System SE500-10B abgelöst.

2011 sind wir vom Anwenderverein SICUS zum Hersteller eigenen Anwenderverein
Fujitsu NEXT gewechselt.

2012 haben wir die BS2000 Version OSD9 von März bis Juni 2012 pilotiert mit dem Highlight "NETSTORAGE", BS2000 Dateizugriff auf SAN / NFS - Dateien. Mit der Pilotierung tragen wir zur weiteren Verbesserung des BS2000 Systems bei.

2013 Implementation des Fujitsu Plattensubsystem ETERNUS DX410-S2, das das alte HDS USP-V System abgelöst hat. Gleichzeitig haben wir das neue Virtuelle Archive System ETERNUS CS 1500 von Fujitsu an das BS2000 angebunden, dass im April 2013 in Produktion ging. Beide System sind über eine SAN (Fiber Channel) an die SE500-10B angebunden.

2013 wurde der Zugang zum BS2000 ohne Passwort mittels SSO über die Kerberos Schnittstelle in Verbindung mit der 9750 Emulation MT9750 von Fujitsu realisiert. Ohne Passwort ins BS2000 mit erfolgter Windows Domänen Anmeldung.

2014/2015 Pilotierung der BS2000 OSD/BC V10.0 mit der Entwicklungsumgebung BS2000IDE, die einen transparenten Zugriff auf das BS2000 mit Hilfe von Eclipse vom PC ermöglicht. Per Mausklick können LMS Bibliotheken bearbeitet werden, oder es können BS2000 Kompilierungs-Prozesse vom PC aus an gestartet werden, und das Ergebnis auf dem PC ausgewertet werden.

2016 Installation der neuen SE-Infrastruktur SE500-10B. Im November 2016 haben wir das alte S390 System S165-20B durch einen aktuellen SE Server SE500-10B ausgetauscht. Diese neue BS2000 HW Infrastruktur wird für die nächsten Jahre das Rückrad für unsere Enterprise Software (Adabas / Natural) Entwicklung und dem Support bilden. Ein weiteres HW BS2000 System SQ200 wurde für den DR / BC / K-Fall in einem ausweich RZ Standort installiert. Für die Zukunft sind wir hiermit im BS2000 Umfeld optimal aufgestellt, und ein Ende ist nicht abzusehen.

2017 Pilotierung der BS2000 OSD/BC V11.0 vom April bis August 2017

Das alles beweist die Offenheit des Mainframesystems BS2000, und es muss sich nicht hinter der offenen Welt oder anderen Mainframe Betriebssystemen verstecken!

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"Fujitsu NEXT"

Seit 2011 bin ich Leiter des BS2000 Arbeitskreises in dem Anwenderverein
Fujitsu NEXT. Wir Tagen zweimal im Jahr, im April / Mai und im November zum Fujitsu Forum. In dem Verein können wir mit kreativen Ideen zur Weiterentwicklung des Mainframe Betriebssystems BS2000 beitragen. Bei den Tagungen werden Neuigkeiten rund um das BS2000 Betriebssystem vorgetragen, Change Request gestellt und auch Kundenvorträge werden präsentiert. Tipps und Tricks rund um das BS2000 ist auch ein fester Bestandteil bei den Tagungen. Jeder der mit dem System BS2000 zu tun hat, ist in dem Anwenderverein willkommen, und kann neue Informationen direkt vom Hersteller erfahren und zur Weiterentwicklung des Betriebssystem BS2000 beitragen.

Termine über die nächste BS2000 Tagung findet ihr bei Fujitsu NEXT AK BS2000.

Fujitsu Aktuell 2014-11-03: Interview mit Michael Engel, Arbeitskreisleiter "BS2000"

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Nachspann

Wer hätte das gedacht, dass BS2000 bis Heute und auch die nächsten Jahre weiterleben würde. BS2000 muss sich in keiner weise hinter dem Konkurrenten IBM verstecken. Mehrere Studien erweisen dem BS2000 einen Vorteil gegenüber dem Mainframe Betriebssystem z/OS von IBM.

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Geschichte

Die Zeit der Urcomputer von ZUSE und den Siemens Systemen 2002/3003 habe ich nicht miterleben können. Meinen Einstieg erfolgte mit dem Siemens System 4004 und den Zentraleinheiten 4004/15, 4004/26, 4004/35, 4004/45, 4004/150 und 4004/151. Die weiteren Seiten werden sich mit dem Betriebssystem BS1000, BS2000 befassen und Chronologisch das Entstehen des Computerzeitalters in Deutschland und der Welt bis zum heutigen Tag beschreiben.

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