Urlaub Italien vom 01.05. - 05.06.2015



Reisebericht unserer Rundreise durch "Italien" 2015



Logo Italien Karte Italien Der Stiefel, wie Italien von seinen Bewohnern liebevoll genannt wird, erstreckt sich über 1.300 Kilometer von der Gebirgskette der Alpen bis zum Mittelmeer. Angrenzende Staaten sind Frankreich, die Schweiz, Österreich, Slowenien sowie die Kleinstaaten San Marino und Vatikanstadt. Der Alpenraum stellt die schützende Grenze der 1.000 Kilometer langen italienischen Halbinsel dar und setzt sich in einem Gebirgsrücken fort, der bis nach Sizilien verläuft: dem Apennin.

Für das Jahr 2015 möchten wir Italien näher kennen lernen. Rom haben wir noch nicht besichtigt und die "Amalfi Küste" wurde bei unserer Italien Rundreise 2000 nur am Rande erkundet. Bei unserer Busrundreise 1995 durch Sizilien haben wir zwar viele Sehenswürdigkeiten kennengelernt, aber die Insel ist sicherlich noch einen weiteren Besuch wert. Diese drei Italien Ziele stehen für unserem Camping Urlaub im Jahr 2015 auf dem Programm.



Freitag 01. Mai 2015

338533 Km     Karte der Etappe Tagesetappe 636 Km
Von Frankfurt nach Cannobio (Italien)

Valle Romantica Um 10:00 sind wir von Frankfut zu unserer 5 wöchigen Italienrundreise bei starker Bewölkung gestartet. Unterwegs immer wieder starker Regen. Über die A5 ging es Richtung Basel und durch die Schweiz zum "Gotthard-Tunnel". Wollten eigentlich über die Passstraße fahren, aber die wird erst im Juni freigegeben. Kurz vorm Tunnel haben wir eine kleine Kaffeepause in "Fluelen" eingelegt, bevor wir uns in den Stau vorm Tunnel eingereiht haben. Eine Ampelschaltung hat immer nur einen Schwung Autos durchgelassen, wir waren nach 45 Minütiger Wartezeit dabei. Um 18:30 haben wir unser erstes Übernachtungsziel dem Campingplatz "Valle Romantica" in "Cannobio" am "Lago Maggiore" erreicht.
  Der Lago Maggiore
Es ist in der heutigen Zeit noch einfacher den Lago Maggiore und seine sonnenbeschienenen Landschaften zu entdecken um in den Genuss der Verschiedenartigkeit des Territoriums zu kommen: der See als Gegenstück zu den Bergen und die Stadt als Gegenstück zu den zauberhaften Dörfern. Die Ufer des Lago Maggiore waren dank ihrer Ausstrahlung schon immer ein begehrtes Ziel für Dichter, Schriftsteller und berühmte Persönlichkeiten aller Zeiten. Die günstige Lage, die reichhaltige Geschichte und das milde Klima sowohl im Sommer als auch im Winter haben die Entstehung verschiedener Wohngebiete entlang der Ufer begünstigt die sowohl von Italienern als auch von Ausländern aufgesucht werden.
In der Osteria "Vino Divino" haben wir vorzüglich zu Abend gegessen und den restlichen Abend ohne Regen vor unserem Womo genossen.

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Samstag 02. Mai 2015

339169 Km     Karte der Etappe Tagesetappe 300 Km
Von Cannobio nach Chiavari

Nach dem Frühstück wurde bei einem ausgiebigen Stadtrundgang "Cannobio" mit seiner schönen Wallfahrtskirche SS. Pietà und der schönen Uferpromenade erkundet.
  Cannobio Die Wallfahrtskirche Santuario della Santissima Pietà steht in unmittelbarer Nähe von Cannobios malerischer Uferpromenade. Sie wurde gegen 1578 auf Wunsch des Heiligen Carlo Borromeo auf einem kleinen Vorgängerkirchlein errichtet. Dieses wiederum befand sich an der Stelle einer bescheidenen Wirtschaft, in der sich zwischen dem 08. Januar und dem 27. Februar 1522 das Wunder der Santa Costa ereignet haben soll.

Laut Legende tropften aus einem Gemälde vom Leichnam Jesu Blut und Tränen, während aus dem abgebildeten Brustkorb eine menschliche Rippe ragte. Das kleine Bild sowie einige blutgetränkte Tücher von Zeitzeugen befinden sich heute in einer Nische des Hauptaltars der
SS. Pietà in Cannobio Wallfahrtskirche. Die Heilige Rippe wird dagegen in einem Reliquienschrein in der Kirche San Vittore aufbewahrt.

Die einschiffige Wallfahrtskirche Santissima Pietà mit rechteckiger Apsis und elegantem Tiburio ist reich an Dekorationen aus dem 17. und 18. Jahrhundert, darunter Stuckmalereien und mehrfarbige Marmore. Ihr wertvollstes Kunstwerk ist das Ölgemälde des Hauptaltars – es stellt den Anstieg zum Kalvarienberg dar und wurde um das Jahr 1540 von Gaudenzio Ferrari erschaffen.
Isola Bella Um 12:30 sind wir weiter nach "Stresa" gefahren. Von hier aus ist es nicht weit bis zu den Borromäischen Inseln", die reich an künstlerischen, historischen und botanischen Schätzen sind. Auf den Inseln Bella und Madre stehen luxuriöse Paläste mit exotischen Gärten, in denen Pfaue, Papageien und Fasane frei herumlaufen und an ferne Länder erinnern. Mit dem Boot ging es zur Isola Bella wo wir den Palazzo Borromeo und den wunderschönen Garten besichtigten.
Weiterfahrt über die Autobahn Richtung "Genua". Um 19:00 haben wir unser Tagesziel, den Campingplatz "Al Mare" in "Chiavari" erreicht. Den Tag haben wir mit einem kleinen Rundgang zur Strandpromenade und einem sehr guten Abendessen im Hotel "Miramare" ausklingen lassen.

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Sonntag 03. Mai 2015

339469 Km     Karte der Etappe Tagesetappe 514 Km
Von Chiavari nach Rom

Marmor Lauf Marmor Jesus Um 9:00 sind wir bei bewölktem Himmel auf die Autobahn nach "Carrara" gefahren. Wir hatten von Zuhause für 11:00 eine Jeep-Tour zu den Marmorsteinbrüchen gebucht. Nach der Ausfahrt Carrara folgten wir den Schildern "Cave di Marmo" durch Carrara und in Serpentinen bergauf durch den kleinen Ort Miseglia und weiter zum Marmor Museum des Abbaugebietes "Talbecken von Fantiscritti" wo es genügend Parkmöglichkeiten gab. Hier waren wir nicht die einzigsten Besucher, denn an diesem Sonntag fand ein Berglauf statt. Von Carrara sind die Läufer bergauf zum Ziel, dem Steinbruch Platz hinter dem Museum. Nach dem alle Teilnehmer im Ziel eingetroffen sind, ging es um 11:30 mit dem Landrover auf Marmor Exkussion.
  [I]  Seit 200 v.Chr. werden die Berge bearbeitet und mittlerweile wird durch die moderne Technik jedes Jahr so viel abgetragen wie sonst in allen 2000 Jahren insgesamt! Ein großer Eingriff in die Natur, es werden buchstäblich Berge versetzt, die Naturschützer stöhnen. Und doch ist es unglaublich faszinierend, dem Abbau zu zu sehen (am Wochenende, in Pausen und an Feiertagen wird nicht gearbeitet), die riesigen Maschinen zu beobachten, das Dröhnen der Presslufthämmer zu hören. Gigantische Sägen fressen sich in den Stein. Blöcke, die jeweils 35 Tonnen wiegen, liegen überall wie Legosteinchen Marmor herum. Und wenn Einem bei der Jeeptour ein LKW auf einer schmalen Schotterstraße mit 35 % Neigung entgegen kommt, beladen mit mindestens 2 Blöcken und gesichert mit lächerlich anmutenden Seilchen, da stößt man lieber nochmal ein schnelles Gebet gen Himmel aus. Weit und traumhaft ist die Sicht: Unter Einem befinden sich die Steinbrüche, in denen an verschiedene Stellen gearbeitet wird. Die Arbeit ist, wie in alten Zeiten, hart und schwer. Vor Einem liegt das Meer und die Versiliaküste bis nach Cinque terre. Ein unvergesslicher Anblick! Man muss sich vorstellen, das sich der Marmor nicht nur dort befindet wo wir ihn sehen, nämlich in den bis zu 2000 m hohen Hügelketten, die uns umgeben, sondern dass er sich auch bis auf 3 km Tiefe unter dem Meeresspiegel in die Erde erstreckt.
Landrover Marmor ist ein Kalkstein und er läßt sich vielseitig einsetzen. Mit Erstaunen hört man, das heutzutage nicht mehr der Stein an sich bzw. die Steinplatten, die vielfältig verarbeitet werden, den größten Absatzmarkt aus machen sondern vor allem die Bruchstücke. Jedes noch so kleine Stückchen wird verarbeitet, und zwar als Beistoff für Zahncreme, Scheuermittel, Wandfarbe und... Lebensmittel wie Milchprodukte, Kindermilchschnitten... Ja, guten Appetit!
Die ganzen Berge sind mittlerweile in privater Hand. Es gibt um die 200 verschiedene Abbauplätze in den 3 verschiedenen Marmorbecken Fantiscritti, Colonnata und, weniger bekannt, Torano. Im Marmorberg von Fantiscritti arbeiten 30 verschiedene Abbaufirmen. Jede Firma baut ihren eigenen Marmor ab. Es braucht dafür etwas Glück, denn der Marmor hat sehr verschiedene Qualitäten und natürlich ist der ganz weiße, grau oder rötlich geäderte, der Begehrteste, oder der weniger bekannte, ganz dunkelgraue Marmor. Pro Monat werden allein in Fantiscritti 25.000 Tonnen Marmor abgebaut (in 30 von 200 Steinbrüchen!).
Eisenbahnbrücke Leider war es hier oben sehr bewölkt, nur ab und zu hat sich der blaue Himmel blicken lassen. Nach einer sehr Intresanten einstündigen Rundfahrt sind wir wieder zurück Richtung "Carrara" gefahren. An einer alten Eisenbahnbrücke haben wir noch eine Pause eingelegt, und die Spezialität, den "Lardo di Colonnata" probiert. Jetzt wurde es aber langsam Zeit zur Weiterfahrt nach Rom wo wir den Campingplatz "VillageFlaminio" um 18:30 erreichten. Abendessen auf der Terrasse der Bar des schönen Platzes und den Rest des Tages vor unserem Womo ausklingen lassen.

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Montag 04. Mai 2015

339983 Km     Karte der Etappe Rom Rundgang
Erkundung Rom 1.Tag

Rom Urban Nahverkehr Gut ausgestattet mit dem Roma Pass"Roma Pass" ging es um 08:30 vom Campingplatz "Village Flaminio" zu Fuß (ca. 15 Min.) zum Bahnhof "Due Ponti". Achtung die Bahn fährt mit Linksverkehr ca. alle 15 Min. in Richtung Rom. Von hier sind wir mit der Stadteisenbahn "Urbana Viterbo" ins Zentrum bis zur Endstation, dem zentral gelegenen "Piazza del Popolo", mit der Metrostation "Flaminio" der Metro Logo und diversen Bus - Haltestellen gefahren (ca. 20 Min.). Weiter ging es mit der Metro Linie Metro Logo in Richtung "Battistini" zwei Stationen bis "Ottaviano / St. Pietro". Erstes Ziel war der Vatikan, wo wir vorab eine Führung bei Voucher Rome Museum über das Internet gebucht hatten. Vatican Treffpunkt war um 10:15 auf der Treppe zwischen dem Hotel Alimandi und dem Cafe Vaticano gegenüber dem Museums-Einganges. Waren 45 Min. zu früh dran, hatten dardurch noch Zeit die touristischen Menschenmassen zu studieren. Pünktlich um 10:30 sind wir mit unserem Guide zur englischsprachigen Führung durch einen Teil des Staates der Vatikanstadt aufgebrochen (Täglich ca. 20.000 Besucher).
  Der Staat der Vatikanstadt
Vatican Vatican Der Staat der Vatikanstadt entstand auf Grund der Lateranverträge, die am 11. Februar 1929 zwischen dem Heiligen Stuhl und Italien abgeschlossen wurden. Ihre Ratifizierung erfolgte am 7. Juni 1929. Sein Status als souveräne Körperschaft öffentlichen und internationalen Rechts, eindeutig getrennt vom Heiligen Stuhl, ist allgemein anerkannt. Die Katholische Kirche übt ihre Mission in der Verkündung der Wahrheit des Evangeliums zum Heil aller Menschen als Dienst am Frieden und im Einsatz für Gerechtigkeit für alle Völker aus. Dies geschieht sowohl durch das Wirken der verschiedenen über die ganze Welt verstreuten und lokalen Kirchen, als auch infolge der Tätigkeit der Zentralregierung in Rom. Diese setzt sich zusammen aus der Person des Papstes und den Organen, die ihm bei seiner Verantwortung gegenüber der Universalkirche zur Seite stehen. Sie werden auch unter dem Begriff „Apostolischer“ oder „Heiliger Stuhl“ zusammengefasst.
Vatican Museum Sixtinische Kapelle Die "Vatikanischen Gärten", das "Vatikanische Museum" und die "Sixtinische Kapelle" haben wir bei der 4 Stündigen Führung durchlaufen und viele details erfahren. Der "Petersdom" stand zum Schluss auf dem Programm, und wurde uns bis ins kleinste Detail erklärt. Um 15:00 Uhr war die Führung Fertig, genau so wie wir. Sind dann Richtung "Engels-Burg" und über die gleichnamige Brücke in die Altstadt gelaufen. Nach einer wohlverdienten Pause in einem schönen Cafe ging es mit dem Bus zur "Piazza Venezia". Hier haben wir das "Monumento Nazionale a Vittorio Emanuele II" mit dem "Altare della Patria" besichtigt. Die Ewige Flamme am Altar wird Tag und Nacht von zwei Soldaten mit Lanzen bewacht. Mit dem gläsernen Aufzug sind wir zur Terrasse auf dem "Monumento Vittorio Emanuele II" gefahren. Von der Terrasse hatten wir den Panoramablick auf 3000 Jahre römische Geschichte genossen. Nach einer Kaffeepause mit grandiosem Ausblick auf Rom haben wir die neben dem "Monumento Nazionale" liegende, Monumento Vittorio Emanuele II Santa Maria in Aracoeli von außen unscheinbare Kirche "Santa Maria in Aracoeli" besichtigt. Nach einer Legende erichtete ein römischer Kaiser an dieser Stelle ein Himmelsaltar (lat. ara coeli). Über den riesigen "Piazza Venezia" ging es zur "Via del Corso" mit den vielen exklusiven Geschäften und weiter zum "Piazza Colonna" mit der "Marco Aurelio" Säule. Von der Bus-Station "Largo Chigi" ging es mit dem Bus zum "Piazza del Popolo" und weiter mit der Stadteisenbahn "Urbana Viterbo" zum Bahnhof "Due Ponti" zurück. Um 19:45 waren wir wieder an unserem Womo und haben bei schönem Abend Wetter den Tag Revue passieren lassen.

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Dienstag 05. Mai 2015

339983 Km     Karte der Etappe Rom Rundgang
Erkundung Rom 2.Tag

Platz der Republik Renate hatte große Probleme mit dem Fuß. So bin ich alleine zum 2. Rom Erkundungstag aufgebrochen. Mit der Stadteisenbahn "Urbana Viterbo" bin ich ins Zentrum bis zur Endstation, dem zentral gelegenen "Piazza del Popolo" gefahren. Weiter ging es mit der Metro Linie Metro Logo in Richtung "Anagnina" drei Stationen bis "Reppublica". Hier fand gerade eine Demonstration gegen die sozialen Einschnitte des Arbeitervolkes statt. Erstes Ziel war die Kirche "Santa Maria degli Angeli". Weiter ging es der "Via Nationale" entlang zum Platz "Della Madonna dei Monti" wo ich eine Kaffeepause einlegte. Nächstes Ziel war eine der vier Papstbasiliken Roms die Kirche "Santa Maria Maggiore". Jetzt stand das Antike Rom auf dem Programm. Das "Kolosseum" habe ich besichtigt. Dank dem Roma Passes konnte ich an den Touristenschlangen vorbei, direkt ins innere des Amphitheater gelangen.

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  Das Kolusseum
Kolosseum Kolosseum [II] Das erste steinerne Amphitheater Roms war das 29 v. Chr. eingeweihte Amphitheater des Statilius Taurus. Bis zu seiner Vernichtung durch den Großen Brand von Rom im Jahre 64 n. Chr. stand es auf dem Marsfeld und dürfte sich nicht wesentlich von den Amphitheatern außerhalb Roms unterschieden haben. Nach dem Brand errichtete Kaiser Nero am selben Standort nicht nur einen hölzernen Ersatz, sondern begann auch am Südhang des Hügels Esquilin eine neue Palastanlage, die Domus Aurea. Die Gärten der Domus Aurea umfassten auch den späteren Standort des Kolosseums in der Talsenke zwischen den Hügeln Oppius (Teil des Esquilin) und Palatin.
Um 72, wenige Jahre nach Neros Sturz, gab sein Nachfolger Vespasian das Gebiet der Öffentlichkeit zurück. Dort ließ er binnen weniger Jahre ein neues steinernes Amphitheater errichten, das nicht nur Neros Vorgängerbau auf dem Marsfeld, sondern alle bisherigen Arenen übertreffen sollte. Nach einer neueren Rekonstruktion der Bauinschrift des Kolosseums wurde seine Errichtung aus der Beute des Jüdischen Krieges finanziert, unter anderem mit dem im Jahr 70 geplünderten Goldschatz des Jerusalemer Tempels.
Kolosseum Kolosseum Das Gebäude, das ursprünglich dreigeschossig sein sollte, war beim Tod Vespasians im Jahr 79 fast vollendet. Es bestand aus drei übereinander angeordneten Arkadenreihen zu je 80 Bögen. Die Arkaden wurden durch Halbsäulen gegliedert: die zu ebener Erde im dorischen, die des zweiten Geschosses im ionischen und die des dritten Geschosses im korinthischen Stil. Auf Wunsch von Vespasians Sohn Titus wurde den drei Rundbogengeschossen noch ein viertes Geschoss hinzugefügt, das nicht von Arkaden durchbrochen, sondern massiv gestaltet und nur von rechteckigen Fensternischen durchbrochen wurde. Die Außenmauern des Kolosseums wurden in römischem Travertin ausgeführt, im Inneren wurden jedoch die billigeren Ziegel und Tuff verwendet.
Nach seiner Fertigstellung im Jahr 80 wurde das Kolosseum dem Geschichtsschreiber Cassius Dio zufolge mit hunderttägigen Spielen eröffnet, unter anderem mit Gladiatorenkämpfen, nachgestellten Seeschlachten und Tierhetzen, bei denen 5000 Tiere in der Arena getötet wurden.

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Palatino Blick auf das Forum Romanum Vom Kolosseum ging es am "Arco di Costantino" vorbei zum Eingang des "Forum Romanum". Erstes Ziel war der "Palatin", einer von sieben Siedlungshügeln von "Rom". Von hier hatte ich eine schöne Aussichten auf das "Forum Romanum" und den "Circus Maximus" bis zum Vatikan. Das "Museum Palatino" wurde erkundet, bevor es wieder zurück zum "Forum Romanum" ging. Nach ausgiebiger Erkundung des "Forum Romanum" mit viele Fotostops ging es zum "Piazza del Campidoglio". Hier habe ich das "Museum Capitolini" (Kapitolinische Museen) erkundet. Der Eingang zu den über mehrere Gebäude verteiltem und sehr weitläufigen Museum erfolgt über den Konservatorenpalast. Die einzelnen Komplexe sind über unterirdische Gänge miteinander verbunden. Um das ganze Museum mit all seinen Ausstellungsräumen zu besichtigen, wird von jedem Besucher eine sehr guter Orientierungssinn verlangt! Nach 1,5 Stündiger Besichtigung ging es weiter dem Rundgang Nr.5 [II] folgend zu Fuß durch Rom. Unterwegs habe ich noch den Palazzo  "Doria Pamphilj" mit seiner Gemäldegalerie und dem schönen Spiegelsaal angeschaut. Kapitolische Museum Doria Pamphilj Am "Augustus-Mausoleum" vorbei bin ich der "Via del Corso" folgend zum "Piazza del Popolo". Von der Station "Flaminio " ging es wieder mit der Stadteisenbahn "Urbana Viterbo" zurück zum Bahnhof "Due Ponti", und zu Fuß zu zum Campingplatz "Village Flaminio" , wo ich um 19:30 wieder an unserem Womo angekommen bin. Im Restaurant „L'Ottavo Colle“ des Campingplatzes haben wir gut zu Abend gegessen und später vor dem Bus den schönen Tag Revue passieren lassen.

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Mittwoch 06. Mai 2015

339983 Km     Karte der Etappe Rom Rundgang
Erkundung Rom 3.Tag

iazza del Popolo Letzter Erkundungstag in Rom. Um 9:30 sind wir vom Campingplatz nach Rom aufgebrochen. Mit der Stadteisenbahn "Urbana Viterbo" ging es wieder ins Zentrum bis zur Endstation, dem zentral gelegenen "Piazza del Popolo". Am "Fontane delle Dea di Roma" vorbei sind wir auf den Monte Pinco, einer der sieben Hügel der Stadt mit seinem gleichnamigen Park aufgebrochen. Von der Aussicht-Terrasse des "Piazzale Napoleon" hatten wir einen wunderschönen Blick auf den "Piazza del Popolo" und auf den Norden von Rom. Durch den "Pinco Park" ging es am "Esculap Tempel" und der alten "Wasseruhr" vorbei zu unserem Ziel dem "Museum Carlo Bilotti" Spanische Treppe Nach einer Besichtigung haben wir im Café "Casina del Lago" eine Pause eingelegt. Jetzt ging es weiter mit dem Elektrobus 116 zur Via Porta und zu Fuß zur "Spanischen Treppe". Nicht mehr alleine waren wir bei der Besichtigung der Kirche "Santa Trinità dei Monti" und dem 14m hohem "Obelisco Sallustiano". Weiter sind wir durch die römische Altstadt und dann mit dem Bus Nr.628 zu den "Caracalla Thermen".
  Die Caracalla Thermen
216 n. Chr. eröffnete Kaiser Caracalla die neuen Thermen am Abhang des kleinen Aventin und damit den zweitgrößten Badekomplex Roms - nur die fast einhundert Jahre später von Diokletian gebauten Thermen,die heute der Stazione Termini ihren Namen geben,
Caracalla Thermen waren größer. Die Zahl der Badenden, die pro Tag bedient werden konnten, wird auf 6000-8000 geschätzt. Möglicherweise hatte sie noch sein Vater Septimius Severus geplant - begonnen worden war der Bau aber erst im Jahr 212, wie Ziegelstempel belegen. Die Bauzeit hatte damit fünf Jahre betragen, während der täglich im Schnitt rund 9.000 Arbeitskräfte beschäftigt gewesen sein dürften. Wirklich vollendet war die Anlage erst 235, viele der Dekorationen und die Umfassungsanlage wurden erst von Caracallas Nachfolgern fertiggestellt. Heute sind die Caracalla-Thermen die besterhaltene Thermenanlage dieser Größenordnung in Rom, wohl auf der Welt.

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Nach einer ausgiebigen Besichtigung sind wir mit dem Bus zurück zum "Piazza Navona". Hier war wieder die Hölle los. Touristen aus allen Nationen waren hier auf diesem schönen Platz präsent. Nächste Ziel war das "Pantheon", eines der größten Kuppelbauwerke der Welt. Mit der Straßenbahn Linie Nr.8 ging es nach "Trastevere". Durch das Viertel ging es zur "Kirche St. Maria in Trastevere" die wir besichtigt haben. Nächster Höhepunkt war das "Museum di Roma", wo wir die Ausstellung "Cannon Pressefotos" uns angeschaut haben. Um 19:30 haben wir in der "Tratoria da Lucia" sehr gut zu Abend gegessen. Das Kaninchen war wirklich sehr lecker. Zurück über die Tiberbrücke "Ponte Sisto" mit schönem Blick auf das beleuchtete "Rom" und weiter durch das Nachleben von "Rom". Von der Altstadt sind wir mit dem Bus zur Metrostation "Lepanto" gefahren. Die Metro war leider wegen Bauarbeiten ab 21:30 außer Betrieb! Langer Marsch zu Fuß zum "Piazza del Popolo" von wo wir mit der neuen Straßenbahn Nr.2 bis Endstation "Mancini" gefahren sind. Von hier ging es mit dem Bus Nr.200 zur Haltestell direkt vor unserem Campingplatz. Um 23:30 waren wir wieder glücklich an unserem Bus und nix wie ab ins Bett zur wohl verdienten Nachtruhe.

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Donnerstag 07. Mai 2015

339983 Km     Karte der Etappe Tagesetappe 275 Km
Von Rom nach Pozzuoli

Rom Jetzt wurde es Zeit für die Weiterfahrt in Richtung Süden! Nach dem Frühstück sind wir um 10:30 vom Campingplatz aufgebrochen. Durch den dichten Berufsverkehr haben wir uns durch Rom geschlängelt. Erstes Ziel war die Sommerresidenz des Papstes in "Castel Gandolfo". Sie besteht aus dem Papstpalast, Villa Cybo, Villa Barberini, die Gärten des Belvedere, Castel Gandolfo sowie einen Gutshof mit einer kleinen Landwirtschaft und ist dem Heiligen Stuhls unterstellt. Hier haben wir einem kleinen Rundgang bei schönem Wetter die Altstadt des heiligen Ortes erkundet. Auf der "Piazza Libertà" dem zentralen Platz der Stadt haben wir eine Kaffee-Pause eingelegt. Zurück zum Womo und weiter zu unserem nächsten Ziel dem "Circeo Nationalpark".
  Der Nationalpark Circeo
Das zauberhafte Vorgebirge des Circeo kennzeichnet das Panorama der gesamten südlichen Küste des Latiums. Umgeben von einem beeindruckenden Naturpark charakteristischen Dörfern und kristallklarem Wasser ist der Circeo ein etwa 450 m hoher Berg. Ein zauberhafter Ort, an dem sich Natur, Geschichte und Mythos vereinen. Der Nationalpark Circeo wurde 1934 gegründet und liegt nur 100 km von Rom entfernt, zwischen den bekannten Badeorten Anzio und Terracina.

Was Sie sehen sollten
Im Laufe der Jahrhunderte ist der Circeo erst eine römische Kolonie gewesen, im Mittelalter dann Besitz der Tempelritter, dann Rittergut des Adelshauses Caetani und schließlich eine päpstliche Festung.
Nationalpark Circeo Hier wurden jedoch nicht nur Überreste aus den genannten Epochen gefunden sondern auch Zeugnisse aus der Vorzeit. Die wahren Schätze dieses Gebiets finden Sie jedoch sicherlich in der Natur, angefangen von den Schönheiten des Parks, der für den Schutz der Landschaft und des Ökosystems gegründet wurde. Die Düne der Küste im Nationalpark Circeo, mit der charakteristischen Halbmond-Form erstreckt sich von Sabaudia bis nach Capo Portiere, 25 km weiter nördlich. Es handelt sich um eine einzigartige Landschaft, die aufgrund ihrer Besonderheit von der Europäischen Union geschützt wird. Der Strand ist von feinem hellem Sand gekennzeichnet und dahinter erheben sich hohe, beeindruckende Dünen. Ebenfalls sehenswert sind auch die Ortschaften des Parks, jede mit den eigenen Merkmalen, wie zum Beispiel Latina, idealer Startpunkt für die Erkundung des Gebiets. Sabaudia, eine Landzunge zwischen den Seen und dem Meer, blickt auf das Thyrrenische Meer und ist auch für die schönen Villen bekannt. Besonders beliebt ist San Felice Circeo, reich an Naturgebieten aber auch an historischen Stätten. Vom Zentrum kann man hier eine eindrucksvolle Aussicht auf den Golf genießen, die bis nach Formia reicht.

Was Sie machen sollten
Der Wald der Kirke (auf italienisch Circe) ist eines der seltenen Beispielen großer Wälder auf flachem Land und sicherlich einen Besuch wert.
Nationalpark Circeo Hier können Sie einige Exemplare der Tierwelt des Parks, wie Wildschweine, sowie das Becken Verdesca sehen, einst das pontinisches Sumpfgebiet. Wanderfans können hier entlang zahlreicher Pfade den Monte Circeo erreichen. Parallel zum Dünengebiet lie außerdem ein weites Seengebiet mit vier Küstenseen: der Saubaudia oder Paola See, der Caprolace See, der Manaci See und der Folignano See. In diesem Gebiet kann man zahlreiche Sportarten ausüben, vom Kanufahren bis zum Segeln. Vielerorts kann man schließlich auch Pferde für romantische Ausritte im Wald oder am Strand mieten.

Was Sie nicht verpassen sollten
Traditionelle Termine des Circeo sind das Fest des Fettfisches im September und das Fest von Santa Maria della Sorresca am Tag nach Pfingsten. Bei letzterem können Sie eine Prozession erleben,
Nationalpark Circeo bei der eine Statue der Madonna von der Kirche S. Felice Martire (im historischen Zentrum) bis nach Sabaudia, zum Ufer des Paola Sees getragen wird, wo auch das antike Sanktuarium Santa Maria della Sorresca liegt. Eine weitere Empfehlung ist ein Ausflug zur Insel Zannone. Diese gehört nicht nur zum Nationalpark Circeo sondern ist auch eine der Isole Pontine, zusammen mit Ventotene, Ponza, Palamrola, Santo Stefano und Gavi. Zannone ist die südlichste von allen und die einzige aus vulkanischem und Ablagerungs-Gestein von vor 200 Mio. Jahren.

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Erkundungs-Pause am Strand von "Foce di Rio Martino" und am "Torre Paola". Von hier starten mehrere Wanderwege zur Erkundung des "Monte Circeo" im Nationalpark.
Wir aber sind weiter zu unserem Tagesziel dem dem Campingplatz "Volcano Solfatara" den wir um 19:00 erreichten. Mit leichtem Schwefelgeruch bei schlechten Windverhältnissen muss man rechnen, da der Campingplatz mitten im Krater des erloschen Vulkan liegt. Abendessen vor dem Bus mit Porchetta und buntem Salat.
  Porchetta
Die „Porchetta” ist ein typisches, lokales Produkt, das mittlerweile im ganzen Land verbreitet ist. Das berühmteste bleibt jedoch die „Porchetta aus Ariccia“, die auf der ganzen Welt bekannt ist. Diese besondere Kunst der Zubereitung eines Spanferkels geht auf die antiken Römer zurück. Die „Porchetta“ wurde zum Beispiel das Lieblingsgericht von Kaiser Nero. Zubereitung: Das Schwein wird zuerst von seinen Knochen befreit, danach reichlich mit Gewürzen und Kräutern versehen und auf eine Stahlstange gebunden, mit der es im Holzofen befestigt wird. Im Jahr 1950 wurde die “Sagra della Porchetta” (Spanferkelfest), eines der wichtigsten traditionellen Volksfeste im Latium, eingeführt. Das Produkt “Porchetta di Ariccia” hat die "Indicazione Geografica Protetta" (IGP) - Auszeichnung erhalten.
Anschließend haben wir in der Abenddämmerung das Kratergelände erkundet (Camper haben freien Entritt).
Bei unserem Rundgang haben wir die wunderschöne Abendstimmung mit dem tollen Sonnenuntergang life miterleben dürfen. Wieder am Womo wurde der schöne Tag Revue passieren lassen und neue Pläne für den nächseten Tag geschmiedet.

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Freitag 08. Mai 2015

340258 Km     Karte der Etappe Rundgang Pozzuoli
Erkundung von "Pozzuoli"

Amphitheater Nach dem Frühstück sind wir um 11:00 vom Campingplatz nach "Pozzuoli" aufgebrochen. Zu Fuß ging es der "Via Solfatara" entlang in Richtung "Pozzuoli". Unter der Schnell-Bahnlinie Rom <-> Napoli hindurch zu unserem ersten Il Tempio di Serapide Ziel, das gut erhaltene flavische Amphitheater,wo einmal Platz 20.000 für Zuschauer war. Nach einstündiger Erkundung des Amphitheaters mit seinen unterirdischen Gängen ging es weiter Richtung Hafen. Nächster Antiker Höhepunkt war der "Il Tempio di Serapide" der mitten im Stadtkern für eine Oase der Ruhe sorgt. Jetzt wurde es Zeit für eine kleine Mittagspause. Am Fischerhafen haben wir einen Rastplatz gefunden und bei einem kühlen Bier mit Pizza-Stücken das Treiben am Hafen beobachtet.
  Pozzuoli
Die kleine Hafenstadt bei Neapel ist durch den dampfenden Vulkan Solfatara bekannt, dem größten der phlegräischen Felder. Zu sehen ist außerdem ein Amphitheater mit unterirdischem Gewölbe und der Serapistempel mit antikem Marktplatz. Im Stadtviertel Rione Terra gibt es interessante archäologische Ausgrabungen. Vom Hafen kann man mit der Fähre schnell die Insel Procida und Ischia erreichen.
Stolz ist Pozzuoli auf seine berühmteste Einwohnerin, Sofia Loren die hier aufgewachsen ist.

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Die Altstadt wurde erkundet, wo gerade die Straßen / Fußgängerzone neu gestaltet wurden. Am Hafen haben wir das Ticket für die Fähre nach Ischia gekauft (42,20€). So konnten wir am nächsten morgen ohne großen Stress auf der Fähre einchecken. Nach einer Kaffeepause im "Il Capitano" ging es mit dem Bus Nr.9 zurück zu unserem Campingplatz "Volcano Solfatara".
  Der Solfatarakrater
Der Vulcano Solfatara, den alten Römern mythischer Eingang zur Unterwelt, ist ein ruhender Vulkan, der zum Vulkangebiet der Phlegräischen Felder gehört. Er ist wegen seiner Schwefeldämpfe bekannt, die mit einer Temperatur von 160° C austreten, wegen seiner Emission von Kohlendioxid sowie wegen seiner Kleinstkrater mi kochendem Schlamm. Ehedem Gewinnungsort für Schwefelverbindungen, war der Vulcan Solfatara bis zum Ende des 18. Jahrhunderts wegen seiner Wässer, seiner natürlichen Saunengrotten und seiner Heilschlämme (Fango-Kuren) auch eingeschätztes Thermalbad. Die zyklisch auftretende seismische Anhebung und Absenkung des Territoriums der Phlegräischen Felder (sogenannter "Bradisismo") findet hier sein Epizentrum.

La Bocca Grande. Dies ist die größte Austrittsstelle für den Schwefeldampf. Einst befand sich hier das von dem deutschen forscher Friedländer gegründete Observatorium. Heute betreiben hier das "Osservatorio Vesuviano" und andere wissenschaftliche Einrichtungen ihre vulkanologischen Forschungen.

Le Stufe Antiche. Die beiden Grotten, von denen eine nach dem Purgatorium, die andere nach dem Inferno benannt ist, wurden früher als natürliche Saunen genutzt und wegen der Inhalation schwefliger Dämpfe zur Heilung von Erkrankungen der Atemmwege empfohlen. In der Nähe findet sich Gestein mit Schwefel-und Alaunkristallen.

La Fangaia. Von zahllosen kleinen Austrittsstellen schwefliger Dämpfe und Thermalquellen gespeist, kocht hier bei einer Temperatur von 140° C natürlicher Schlamm („Fango"), der als ausgezeichnetes Mittel bei rheumatischen Erkrankungen gilt. Die Fangaia ist das natürliche Habitat eines wärmeabhängigen Mikroorganismus, "Sulfolobus solfataricus".

IL Pozzo dell'Acqua Minerale. Diese Quelle ist seit dem Mittelalter berühmt. Man entnahm ihr heißes Heilwasser für Trinkkuren gegen Unfruchtbarkeit und Magengeschwüre.

La Cava di Pietra Trachite. Der Bruch von Trachyt bezeugt die alte Bergbauaktivität von Alaun und Weiße bis in die 30er Jahre.

Am stimmungsvollsten zeigt sich der Solfatarakrater gegen Abend, wenn die Rauchschwaden im tief stehenden Sonnenlicht zu flimmern beginnen.

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Jetzt hatten wir noch jede menge Zeit das "Solfatara" Kratergebiet auf der vorgegebenen erleuchteten Route in Ruhe zu erkunden.
Wieder zurück am Womo, war uns der Wind wohlgesonnen, und so konnten wir den Abend ohne große Geruchsbelästigung vor unserem Womo verbringen.

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Samstag 09. Mai 2015

340258 Km     Karte der Etappe Tagesetappe 67 Km
Von Pozzuoli nach Ischia

Früh am Morgen sind wir um 9:00 zum Hafen von "Pozzuoli" gefahren. Unterwegs haben wir noch den Wochenendeinkauf in einem kleinen Supermarkt erledigt und am Hafen in einem Café auf die Fähre gewartet. Abfahrt punkt 11:30 mit "Caremar" zur Insel "Ischia" mit Zwischenstopp auf der Insel "Procida". Von der Fähre sind wir durch "Ischia Porto" nach "Ischia Ponte" gefahren, wo wir lange nach einem Parkplatz suchten und hatten in der "Via Antonio Sogliuzzo" dann Erfolg. Zu Fuß sind wir durch "Ponte", an der "Kathetrale" und dem "Museo del Mare" vorbei zu unserem ersten Ziel dem "Castello Aragonese". Renate wartete vor dem Eingang auf der "Ponte Arogonese", und ich bin zu einer einstündigen Besichtigung des Castellos aufgebrochen.
  Insel Ischia
Eine Kurinsel par excellence. Die mineralhaltigen Thermalquellen, die hier seit Menschengedenken sprudeln, verschaffen vor allem Linderung bei rheumatischen Erkrankungen. Daneben besitzt Ischia alle charakteristischen Merkmale einer mediterranen Urlaubsinsel: bergig, vegetationsreich, klimatisch mild und Strände fast rundherum. Allgegenwärtig und landschaftsbestimmend ragt der Monte Epomeo aus der Inselmitte empor, sein zerklüfteter Gipfelbereich ist mit Abstand das schönste Wanderziel auf Ischia. Überraschend urwüchsig zeigt sich auch die südliche Inselhälfte mit einer spektakulären Steilküste, die von bizarren Tuffsteinschluchten zerfurcht wird. Die überschaubaren Dörfer des Südens heben sich wohltuend von der weitgehend zersiedelten Nordküste ab. Ischiaurlauber, die dem regen Kurbetrieb und seiner manchmal etwas gewöhnungsbedürftigen Stimmung entfliehen wollen, können das vor allem in den friedlichen Bergdörfern und nicht zuletzt an der schönsten Badestelle der Insel, dem Marontistrand.

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Mit dem Aufzug ging es hoch zum Ausgang vor dem Kloster Café. Hier waren gerade die Vorbereitungen für eine Hochzeitsfeier im vollen Gange. Ein klassisches Gesangsduett probte vor dem Publikum der Castello Besucher "Da-capo-Arien" in dem schattigen Garten. Der Beifall war groß! Von der Aussichtsterrasse hatte ich einen wunderschönen Blick auf die Insel mit dem "Monte Epomeo" im Hintergrund. Mit einem Flyer bewaffnet, der alle Sehenswürdigkeiten der Burg sehr gut beschreibt, bin ich zur Besichtigung aufgebrochen.
  Castello Aragonese
Ein Wahrzeichen der Insel und vor dem Eurozeitalter sogar auf einer 100-Lire-Briefmarke verewigt. Die schroffe Felsinsel erhielt ihre allererste Befestigung bereits in vorchristlicher Zeit von den Kolonialgriechen Magna Graecias.
Im 15. Jh. erfolgte der eigentliche Bau der Festungsanlage unter Alfons von Aragon. Neben ihrer militärischen Funktion diente die Inselfestung den Ischitanern stets als Zufluchtsort. Anfang des 18. Jh. lebten fast 10.000 Menschen auf der nahezu vollständig ausgebauten und befestigten Burginsel. Seit Anfang des 20. Jh. Befindet sich das Castello Aragonese in Privatbesitz und kann besichtigt werden. Aus den politischen Wirren des Spätmittelalters erwachte Ischia mit einem Paukenschlag, als Alfons von Aragon die Insel mit einigen Hundert Soldaten besetzte. Doch er verfolgte größere Ziele als die Inbesitznahme Ischias, er wollte das Königreich Neapel zurückerobern und auf diesem Weg war Ischia nur ein kleines Etappenziel. 1439 beschloss Alfons von Aragon die Burg völlig neu zu errichten und die Felsinsel bewohnbar zu machen. Zunächst ließ er den ca. 200 m langen Steindamm, Il Ponte bzw. Pontinello, anlegen, noch heute der einzige Zugang zum Castello. Bald standen auch die militärischen Kernbauten sowie das Kloster, die Kirchen, Wohnbauten, Werkstätten und Geschäfte inmitten der uneinnehmbaren Festungsmauern. 1442 setzte sich Alfons von Aragon dann an die Spitze des neapolitanischen Königreichs und hielt triumphalen Einzug in Neapel. Aber auch seinem ischitanischen Castello standen noch Sternstunden bevor: 1509 heirateten Vittoria Colonna und Ferrante d'Avalos in der Burgkathedrale. Sie war eine der schillerndsten Frauengestalten der Renaissance und er einer der größten Militärstrategen der Zeit. Nach Ferrantes Tod auf einem Schlachtfeld bei Pavia 1525 lebte Vittoria Colonna noch gut ein Jahrzehnt allein auf dem Castello Aragonese, wo sie im Laufe der Jahre einige der namhaftesten Persönlichkeiten ihrer Zeit empfing. Weniger Rühmliches ereignete sich Jahrhunderte später, als 1823 alle Bewohner von der Burginsel vertrieben wurden und der amtierende Bourbonenkönig von Neapel das Castello zum Gefängnis degradierte. Ab 1851 waren hier auch politische Gefangene untergebracht. Zu diesem Zeitpunkt war das stattliche Castello bereits etwas lädiert, denn 1809 hatte die englische Flotte die Festung wegen der dort verschanzten Franzosen bombardiert. Zwar konnten diese Zerstörungen weitgehend behoben werden, aber die alte Burgkathedrale ist seitdem eine Ruine. Bombardierung und Gefängnisnutzung waren auch die Gründe dafür, dass die ehemaligen Festungsbewohner nach Ponte übersiedelten und dort den neuen Hauptort der Insel etablierten, bis Porto diese Rolle übernahm.
Nachfolgende Sehenswürdigkeiten habe ich bei dem Rundgang erkundet.
Nummerierung siehe Luftbild Karte
 
1. Aussichtsterrasse 15. Der antike Aussichts- und Schutzturm
2. Die Kirche der Unbefleckten Jungfrau16. Der Sonnenweg
3. Das Maria-Trost-Kloster17. Die St. Christophorus-Stufen
4. Der Nonnenfriedhof18. Die Madonna-della-Libera-Kirche
5. Panoramablick vom Kloster19. Die Allee der Götterbäume
6. Das Kloster-Café20. Überreste des Sonnentempels
7. Das Sonnenhaus21. Terrasse des Sonnentempels
8. Die "San Pietro a Pantaniello"-Kirche22. Maria-Himmelfahrtskathedrale
9. Kelterwannen zur Weinherstellung und Lagerung    23. Die Krypta der Adelsfamilien
10. Der Kelterweg24. Aussichtsterrasse
11. Der Bourbonen Kerker25. Ausgang
12. Die Olivenhain-TerrasseA. Aufzug
13. Restaurant und Café "Il Terrazzo"P. Fußweg
14. Die Kirche Santa Maria delle Grazie

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  2. "Chiesa dell'Immacolta" eine ehemalige Kirche des angeschlossenen Klarissenklosters. Heute wird dieser helle Kuppelbau für wechselnde Kunstausstellungen genutzt. Neben den Bildern von einheimischen Malern gab es dort auch schon "große" Kunst zu sehen, etwa Werke von Dahli, Picasso und Giorgio De Chirico.
3. Konvent Im ehemaligen Klosterkomplex ist heute u. a. eine romantische Herberge untergebracht ("Übernachten"). Zur Besichtigung freigegeben ist lediglich der etwas makabere Nonnenfiedhof in der Krypta der Konventskirche. Die dortigen Sitzgräber erinnern auf besonders grausame Weise an die Vergänglichkeit des Lebens. Auf den in Stein gehauenen Sitzen verwesten und vertrockneten die Nonnen vollständig, bis ihre Überreste durch die Löcher fielen. Ein wirklich makaberer Weg in die Ewigkeit. Im Angesicht ihrer dahingeschiedenen Schwestern trafen sich die Klarissinnen auf diesem - mit Verlaub - Friedhofsklo zum täglichen Gebet.
Foltermuseum In einem geräumigen Wachturm der Festung befindet sich dieses gut bestückte Museum zum Thema Folter im späten Mittelalter. Die „Attraktion" unter den zahlreich ausgestellten Folterwerkzeugen, Rüstungen und Waffen ist der Hungerkäfig.
22. Burgkathedrale 1509 Schauplatz der Hochzeit von Vittoria Colonna und Ferrante d‘Avalos, 1809 von Nelsons Flotte zur Ruine bombardiert. Ursprünglich ein romanscher Sakralbau, der bereits 1301 der Heiligen Assunta geweiht wurde. Im 18. Jh. Erhielt die Kathedrale ihre Barockausstattung. Einige kunstgeschichtlich wertvolle Stücke der ursprünglichen Ausstattung befinden sich heute in der Kathedrale von Ponte. Vom Vorplatz der Kirchenruine hat man einen herrlichen Blick auf Ponte und Umgebung.
23. Krypta unmittelbar unterhalb der Kathedrale. Zu sehen sind mehrere kleine Altarnischen mit Resten der ursprünglichen Freskenbemalung. Trotz des fragmentarischen Zustands sehenswert, da sie aus dem Umfeld der Schule Giottos stammen. Chiesa San Pietro a Pantaniello: ehemalige Kirche aus dem 17. Jh. mit ungewöhnlicher sechseckiger Grundform. Erhöhte Lage, toller Blick auf die Umgebung. Innen vollkommen leer. Den höchsten begehbaren Punkt bildet die Terrasse des Castello-Cafés Il Terrazzo, eine wirklich imposante Aussichtsplattform.
Mittlerweile kann auch das Bourbonengefängnis besichtigt werden. Das hintere Festungsgelände mit dem Leuchtturm ist nach wie vor nicht zugänglich.
Nach der Erkundung haben wir am Hafen eine kleine Mittagspause mit Blick auf Meer eingelegt. Jetzt sind wir zur Inselrundfahrt mit erstem Ziel "Campagnano" aufgebrochen. Hier haben wir die schöne Kirche mit den bunten Majolika Kacheln besichtigt. Kurzer Stopp an dem alten römischen "Pilastri Viadukt" und weiter nach "Barano" wo wir uns die barocke Kirche "San Sebastiano" angeschaut haben. Hier lauschten wir einem Kinderchor, der alte Volkslieder einstudierte. Kaffeepause auf dem zentralen Platz in "Panza" bevor wir unser Tagesziel den Campingplatz "Dei Pini" in "Ischia Ponte" erreichten. Der Platz war nicht so wie wir es erwartet haben, eher ein Provisorium aber für eine Nacht OK. Ich bin dann noch mal zum Hafen von Ponte gelaufen um die Abfahrtszeiten der Fähre nach "Neapel" zu erfragen. 10:15 Abfahrt nach Neapel. Zurück am Platz wurde es Zeit unser Abendessen (Fleischpflanzerl & Salat) zu zaubern. Wegen einem heftigem Gewitter mussten wir im Bus essen, doch später konnten wir vor unserem Womo bei einem Glas Rotwein den schönen Tag Revue passieren lassen.

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Sonntag 10. Mai 2015

340307 Km     Karte der Etappe Tagesetappe 100 Km
Von Ischia nach Sorrent

Früh am Morgen sind wir um 9:15 zum Hafen von "Ischia Porto" aufgebrochen. Unterwegs Straßensperrungen und Umleitung wegen eines Insel Fahrradrennens. Nach langem Warten und einem großen Umweg zum Hafen, haben wir um 10:00 auf der Fähre eingecheckt (79€). Um 10:35 ging es leicht verspätet mit der "Madmar" in Richtung "Neapel". Bei schönem Wetter hatten wir eine kurzweilige Überfahrt nach "Neapel", das wir um 12:30 erreichten. Dachten am Sonntag wäre es kein Problem durch Neapel zu kommen, aber weit gefehlt. Am 10. Mai war Muttertag und ganz Neapel war mit der Familie und Mama zum Essen unterwegs! So haben wir lange gebraucht, durch das Gewurschtel die Autobahn Richtung "Sorrent" zu erreichen.
  Neapel
Neapel ist eine wahre Schatztruhe der Kunst und Geschichte, mit unauslöschlichen Spuren vergangener Herrschaften, die alle zur Entstehung dieser Stadt beigetragen haben. Die Altstadt stellt ein so außerordentliches Kulturerbe dar, dass sie von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden ist. Hier spiegeln sich 2500 Jahre Geschichte in Palästen, Kirchen, Denkmälern und Museen wider, zwischen denen sich das fröhliche und oft phantasievolle Alltagsleben der Neapolitaner abspielt. Vier Kastelle beherrschen die Stadt. Das Castel Nuovo, besser bekannt als Maschio Angioino, mit seiner uneinheitlichen und doch ganz harmonischen Linienführung, das unter den Anjou und den Aragoniern gleichzeitig als Festung und als Residenz diente. Prächtig ist der Triumphbogen, den Pietro de Martino und Francesco Laurana auf Betreiben König Alfons I. von Aragon errichteten. Auf einer kleinen Insel, die über eine Brücke mit dem Festland verbunden ist, befindet sich das monumentale Castel dell’Ovo mit
seiner herrlichen Aussicht auf den Golf. Auf dem Vomero thront Castel Sant’Elmo, von dem aus man auf die breite Straße hinab blickt, die die Stadt in zwei Teile teilt und daher im Volksmund auch Spaccanapoli genannt wird (frei übersetzt „Neapelspalter“). Und schließlich das als Festung entstandene und im Laufe der Zeit durch Umbauten verschönerte und zur Adelsresidenz umfunktionierte Castel Capuano. In der Nähe liegt die von einem herrlichen Marmorbogen eingerahmte Porta Capuana, einstmals der Hauptzugang zur Stadt. Unzählig sind die Kirchen der Stadt.

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Nachdem wir "Neapel" (Italienurlaub 1999) hinter uns gelassen haben, ging es zu unserem heutigen Ziel, dem "Campingplatz Nube d'Argento in "Sorrento", den wir um 15:00 bezogen hatten. Nachdem wir uns einen schönen Terrassenplatz ausgesucht haben, und unser Sonnensegel aufgespannt haben wurde nach einem Kaffee auf der Terrasse der Campingplatz erkundet. Uns war sofort klar, dass wir es hier auf diesem schönen Platz länger Zeit Gast sein werden! Es wurde Zeit das wir unserer Wäsche der ersten Woche gewaschen bekommen, und so haben wir sie zur Wäsche abgegeben.
  Sorrent sehenswerte Altstadt und herrliche Ausblicke
Malerischer Ort an der sorrentinischen Küste
Sorrent thront in traumhafter Lage über weißen Steilklippen und bietet eine phantastische Aussicht über den Golf von Neapel. Auf einer Tuffsteinterrasse wird es von den imposanten Felsen des Kalksteingebirges umgeben. Schon seit zweittausend Jahren ziehen atemberaubende Sonnenuntergänge und duftende Zitronengärten Besucher aus aller Welt an. Das Herz von Sorrent schlägt in den engen Gassen der quirligen Altstadt. Das Sträßchen Via S. Cesareo lockt zum Einkaufen von Souvenirs, Keramik aus Vietri sul mare und Limoncello. Es beginnt in der Nähe vom Piazza Tasso, dem wichtigsten Platz der Stadt mit Restaurants und Geschäften.
Schönster Panoramablick von Sorrent
Unvergeßlich ist der Blick vom kleinen Garten Villa Comunale. Von seiner Aussichtsterrasse schweift der Blick über den Golf von Neapel bis hin zum Vesuv, atemberaubend sind die Sonnenuntergänge. Nachts glitzern die Lichter von Neapel über dem Meer.
Ursprünglicher Fischerhafen Marina Grande
Am kleinen Fischerhafen Marina Grande erahnt man noch etwas von der Ursprünglichkeit Sorrents. Einige Hotels am Hafen liegen direkt am Meer, ein Restaurant sogar direkt auf dem Wasser. Der malerische Hafen diente schon als Kulisse für Filme mit Sophia Loren. Köstlich schmecken die Spaghetti Vongole in den kleinen Trattorien am Hafen, die von Fischern beliefert werden. Sehr gut speist man auch in dem schwimmenden Restaurant Zi'Ntonio mare.
Zitronen in allen Variationen
Sorrent und die Amalfiküste sind bekannt für ihre prächtigen großen Zitronen. Die typischen Produkte aus Sorrent werden mit limoni hergestellt: Limoncello, ein sehr schmackhafter Zitronenlikör, Zitronenschokolade, bunte Keramikartikel mit Zitronenmotiven oder Zitronenseife. Probieren sollte man auch die über siebzig! leckeren Eissorten der Gelateria Bougainvillea.

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Nach der Erkundung des Platzes ging es zur "Marina Grande" dem ursprünglichen kleinen Fischerhafen von "Sorrent". An dem malerischen Hafen haben wir in dem Hotel "Admiral "auf der Terrasse über dem Meer eine Pause eingelegt. Bei einem kleinen Bierchen haben wir dem Meeresrauschen gelauscht und dem treiben der Fischerboote zugesehen. Für den Abend haben wir uns die "Trattoria Emilia" angeschaut, ein Familiär geführtes Restaurant. Zurück am Campingplatz habe ich noch ein paar Runden im Pool gedreht, bevor wir zum Abendessen wieder zur "Marina Grande" abgestiegen sind. In der "Trattoria Emilia" am alten Hafen Via Marina Grande 62, Tel. 081 807 27 20, Di geschl., haben wir im Schnelldurchgang sehr gut zu Abend gegessen. Den Espresso mussten wir leider abseits in der gleichnamigen Bar am Hafen zu uns nehmen und haben den schönen Sonnenuntergang an der "Marina Grande" genossen. Zurück ging es über Treppen und durch Torbögen in die Altstadt wo gerade ein Flohmarkt zu Ende ging. Zurück zu unserem Platz, wo wir den Abend noch vor unserem Womo bei angenehmen Klima verbrachten.

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Montag 11. Mai 2015

340307 Km     Karte der Etappe
Sorrent Wanderung Rother Nr.34

Nach dem Frühstück haben wir die Wäsche wieder abgeholt und noch einen Espresso an der Camping Bar zu uns genommen. Um 10:00 bin ich zu einer kleinen Wanderung R34 gestartet.
Vom Campingplatz ging es li. Richtung "Sorrent" der Bundestrasse entlang und re. ab in die Via S. Antonio. Bei einem großen Hotel komplex links und dem rechts liegenden Kloster S„ Antonio, 85 m, beginnt in Laufrichtung der Treppenweg Via Fregonito. Wir steigen an Kreuzwegstationen vorbei in Serpentinen aufwärts (Aussicht auf "Sorrento", Markierung grüne Streifen). Nach einer flacher ansteigenden Partie durch Gärten erreichen wir die kleine Kirche S. Maria del Toro (2) und eine Straße. Hier wenden wir uns nach rechts. Etwa 100 m weiter biegt links der mit grünen Streifen markierte Weg ab. Wir aber wandern weiter geradeaus - und können dabei das Landwirtschaftliche "Pergolasystem" studieren: von Gestängen getragene Mischung von Gemüse, Weinreben, Zitronen und Olivenbäumen, gegen Wind, und Hagel geschützt. Immer in generell westlicher Richtung erreichen wir die Häuser von Crocevia und später den Ortskern von Priora, 255 in. Bei der klassizistischen Kirche nehmen wir scharf links und beim Kreuz gleich wieder rechts den ansteigenden Treppenweg SaIita Priora. Sobald wir auf die Hauptstraße nach S. Agata stoßen, geht es auf dieser kurz links und dann bei der Busstation gleich wieder scharf rechts. Die sich dort fortsetzende Salita Priora mündet in ein Sträßchen, das sich durch ein Gebiet mit Kastanienbäumen hinauf schlängelt.

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Weiter oben bei einer Verzweigung stoßen wir auf eine Markierung mit blauen Streifen und folgen diesen links den Grat hinauf. Bei einer Verzweigung im Ortsteil Pignatelli geht es halb Iinks weiter bergauf. Rechts oben sehen wir bereits das Kloster Deserto ("Einöde"). Wir bleiben auf der Straße den Hang entlang bis zum Hotel "O Sole Mio" und machen von dort rechts durch das Tor einen Abstecher zum Monastero del Deserto (3). Sehr lohnend ist hier das Besteigen der Aussichtsplattform Belvedere (vorab über Öffnungszeiten erkundigen!). Vom Kloster kehren wir zur Straße zurück und folgen dieser am Hotel "O Sole Mio" vorbei. Später bei einer Kreuzung geht es links weiter hinein nach S. Agata (4) zum Platz vor der gleichnamigen Kirche. Mit dem Rücken zur Kirche S. Agata geht es weiter und nach ca. 60 m links in die Via Termine. Vor einer Hausdurchfahrt schwenkt unser Weg links in die Via Pagliaro di Santolo. Wir folgen dieser in einer Schlangenlinie abwärts und unterqueren die Straße nach Sorrento (grüne Streifen). Vor einem niedrigen Haus mit grauen Tuffquadern nehmen wir rechts das asphaltierte, dann betonierte Sträßchen hinab. Nun wechseln sich Treppenwege und Sträßchen gegenseitig ab. Bereits bei den Ausläufern von "Sorrento", vor einem weiß gestrichenen Haus, schwenken wir rechts in die alte Via Talagnano. Sie mündet bei der Ockergelb gestrichenen Kirche S. Lucia auf eine breitere Straße, der wir rechts und später links hinab ins Zentrum von "Sorrento" zur Piazza Tasso (1) folgen. Kaffeepause und zurück zu unserem Campingplatz wo ich um 16:00 eingetroffen bin.
Nach einer kurzen Abkühlung im Pool des Campingplatzes, haben wir die jetzt trockene Wäsche wieder in unseren Koffer verstaut, so dass die nächsten 14 Tage gesichert sind. Zum Abendessen sind wir wieder zum Fischerhafen nach "Marina Grande" abgestiegen.
  Marina Grande
Ein mittelalterlicher Treppenweg mit großen und breiten Stufen verbindet die Stadt Sorrent mit dem Stadtteil Marina Grande. Am Ende der Treppe läuft man unter dem griechischen Tor der Marina Grande. Dieser war wahrscheinlich, bis zum XV Jahrhundert, der einzige Zugang von der nord-westlichen Seite der Stadt.
Durch dieses Tor kamen die Türken am 13 Juni 1558 und beraubten die Stadt. Als die Seeräuber gingen wurde eine neue Stadtmauer gebaut und das Tor in diese integriert.
Marina Grande ist heute ein hübsches Fischerdorf mit typisch bunten Häusern, Sandstrand, Fischerbooten, Badeanstalt und der Kirche von St. Anna. Hier wird am 26 Juli das Fest der heiligen Anna mit gigantischem Feuerwerk gefeiert.
Hier findet auch im Oktober das Fest des blauen Fisches statt. Das Fest wird von der Gemeinde, den Restaurants und den Fischern der Marina Grande organisiert. Entlang der Straße werden kleine Stände aufgebaut an denen man frischen Fisch mit ein oder zwei guten Gläsern Wein genießen kann.
Dieses Fest, das sich auf die antike Tradition bezieht, ist  von allen Sorrentinern sehr gefühlt. Bei diesem Fest machen alle Generationen mit, alle möchten sich beim Meer, eine grandiose Ressource, bedanken.
Unterwegs durften wir eine Schiffswerft besichtigen, wo noch Holzboote nach alter traditioneller Art, der "Gozzo sorrentino" gefertigt und repariert werden. In Handarbeit von den "Maestri d'ascia" (Axtkünstler) werden aus edelster Harthölzer diese Holzboote gefertigt "Aprea Mare (Via del Mare 49)". Am kleinen Fischerhafen haben wir dann im Restaurant der "Fischercooperative" sehr gut gespeist "Gegrillter Fisch & Gnochi" und den Sonnenuntergang bei einem Espresso genossen. Gut gestärkt sind wir wieder zu unserem Platz aufgestiegen, und haben den Rest des Abends vor unserem Womo bei angenehmem Klima verbracht.

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Dienstag 12. Mai 2015

340307 Km     Karte der Etappe
Bussfahrt nach Posititano

Nach dem Frühstück sind wir um 9:20 zum Bussbahnhof von "Sorrent" gelaufen. Laut Plan war Abfahrt um 10:00 nach "Positiano" In dem überfüllten Bus haben wir gerade noch einen Stehplatz ergattert und nach einstündiger Fahrt an der Sita Haltestelle "Chiesa Nuova" in "Positiano" ausgestiegen. Sind dann der SS 165 entlang zur "Oberstadt" gewandet wo wir in einem Kaffee haben erstmal eine verdiente Pause eingelegt. Weiter ging es der Staatsstraße entlang Richtung "Monte Pertiso" und weiter zum alte Friedhof hoch über "Positiano". Von hier hatten wir einen schönen Blick auf den Ort und seine Umgebung. Unterwegs begegneten uns auf dem steilen Weg Lastesel, die die abgelegenen Hotels mit Lebensmittel versorgten. Zurück nach "Positano" ging es zum Piazza dei Mulini und der Einkaufsstraße entlang zum Zentrum.
  Positiano
Der erste Blick auf Positano ist magisch: Häuschen in weiß und rosa klammern sich an die Steilhänge des Monte Sant'Angelo a tre pizzi und Monte Comune, terrassenartig fallen sie zum Meer ab. Märchenhafte kuppelförmige Dächer erinnern an ein maurisches Dörfchen. Viele Künstler wurden schon durch die Schönheit Positanos inspiriert, unter ihnen Paul Klee, Picasso und John Steinbeck. Immer wieder erschließen sich wunderbare Blicke auf den Golf von Salerno, die üppige Vegetation mit Bougainvilleen und duftende Zitronenbäume. Unzählige Stufen führen durch die engen gepflasterten Gässchen des hübschen Orts bis zum Kieselstrand Marina Grande, vorbei an der Kirche Santa Maria dell'Assunta mit ihrer charakteristischen Majolikakuppel. Liebevoll dekorierte Boutiquen an den Treppengassen verkaufen bunte Positano-Mode, die in den 50er-Jahren berühmt wurde. Schöne handgefertigte Sandalen verlocken zum Anprobieren. Die Altstadt von Positano liegt unterhalb der Amalfitana, einer der berühmtesten Küstenstraßen der Welt. Ihre viele Treppen erlauben einen Spaziergang allerdings nur Besuchern, die gut zu Fuß sind.
In dem barocken "Palazzo Murat" haben wir im schönen Innenhof eine kleine Pause eingelegt. Weiter ging es zur Kirche "Maria Assunta" die wir besichtigten. Am Hafen haben wir unserer Brotzeit ausgepackt und das treiben der Touristen studiert. Weiter ging es zum "Torre Vornillo" und weiter zum gleichnamigen Strand wo wir den frisch gepressten Zitronensaft probierten. Über 450 Stufen sind wir dann zurück in Zentrum von "Positiano" gewandert. Jetzt ging es zur Bushaltestelle wo wir nicht alleine waren. Un 16:10 kam der Bus, wieder völlig überfüllt, konnten wir gerade noch mit einsteigen, Stehplatz bis "Sorrent". Um 17:30 haben wir unseren Campingplatz erreicht. Heute wieder mal selbst gekocht, Spezialitäten der Region! Haben den Abend vor unserem Bus noch lange genossen und ab ins Bett.

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Mittwoch 13. Mai 2015

340362 Km     Karte der Etappe Tagesetappe 66 Km
Sorrento nach Agerola

Nach dem Frühstück sind wir um 9:15 ging es weiter nach "Amalfi". An "Praiano" und der "Grotte dello Smeraldo" vorbei gefahren wegen Parkplatzmangel. Um 10:45 haben wir "Amalfi" erreicht, wo wir 1 Km vor dem Ort parkten. Sind dann den Küstenweg über viele Treppenstufen nach "Amalfi" Karte der Etappe gewandert. Nach 40 Min. haben wir auf dem "Piazzo dei Dogi" mit einer geschwätziger Bedienung eine Kaffeepause eingelegt. Weiter ging es durch die Altstadt von "Amalfi" , wo wir den Dom besichtigt haben. Über 67 Treppenstufen ging es zur Basilika, dem Paradieskreuzgang und zur Krypta die wir ausgiebig erkundet haben.
  Amalfi
Amalfi ist das beliebteste Reiseziel der atemberaubenden Amalfiküste. In der charakteristischen Altstadt mit dem wunderschönen Dom Sant'Andrea gibt es viele bunte Geschäfte und köstliche Restaurants. Besonders schön sind die Bogengänge unter Häusern, unter denen es auch im Sommer angenehm kühl ist. Die Piazza unterhalb der Kathedrale ist das Herz der Altstadt mit Cafés und Bars. Sehenswert ist das Papiermuseum in einer alten Papierfabrik.
Um 13:00 bin ich zu einer Wanderung Karte der Etappe durch das Mühlental von "Amalfi" aufgebrochen. Renate hat noch weiter "Amalfi" erkundet und am Nachmittag an der Basilka um ca. 15:00 verabredet.
  Rundweg durch das berühmte Mühlental (Rother 15)
Im Landschaft/ich schönen Mühlental, bekannt für seine reiche Flora mit teils seltenen Pflanzen, arbeiteten vom frühen Mittelalter an bis hinein in die Neuzeit viele große, wasserbetriebene Papiermühlen. Diese verarbeiteten Lumpen zu Papier. Im oberen Teil des Tales bestand zudem ein Eisenwerk, des sen Ruinen (Ruderi delle Ferriere) noch sichtbar sind. Der romantische Wanderweg führt uns zunächst diese frühindustrielle Kultur vor Augen, später bietet er eindrucksvolle Blicke in das Mühlental und auf "Amalfi".

Von der Piazia Duomo in Amalfi (1) aus folgen wir der Hauptstraße Via Lorenzo di Amalfi in nördlicher Richtung. Wir unterqueren zweimal Häuser und kommen nach ca. 800 m zum links liegenden Papiermühlen-Museum "Museo della Carta". Hier biegen wir rechts in das Sträßchen Salita Grade Lunghe ein. Nach wenigen Schritten zweigen wir vor einer Schule links in einen Treppenweg ab und folgen diesem in nordöstlicher Richtung, vorbei an der Kirche S. Maria del Rosario mit einer Wasserstelle. Der Weg führt nun durch weitläufige Zitronengärten in das Mühlental hinein und kommt an den überwachsenden Ruinen mehrerer Mühlen vorbei. Durch das Tal fließt das kleine Flüsschen Grevone. Wir verbleiben stets im Talgrund, steigen über eine Staustufe des Mühlenbachs und durchqueren einen zum Picknick einladen den Talboden. Dann geht es über einen Treppenweg schräg den Hang hinauf zu einer großen Ruine mit den markanten Bogen eines ehemaligen Aquäduktes - die Ruderi delle Ferriere (2) - und zu einer Wegkreuzung. Hier lohnt ein Abstecher durch einen der Bogen zum Flussbett des Grevone. Zurückgekehrt mit dem Rücken zum Aquädukt folgen wir talauswäns dem zunächst fast ebenen Naturweg (Wegweiser »Pontone«). Nach dem Überqueren einer schmalen Steinbrücke steigen wir kurz in Serpentinen an. Kurz nach einem Wasserwerk zweigt unser Weg links ab. Nun geht es auf einem Treppenweg zu einem kleinen Pass, ca. 300 m, und dann weiter auf das bereits sichtbare Pontone zu. Der alte Treppenweg mündet in ein asphaltiertes Sträßchen. Dieses führt ins Zentrum von Pontone (3). Zur Piazza mit der "Bar Blu" müssen wir von der Straße aus ein paar Stufen ansteigen Für den Weiterweg gehen wir wieder die Stufen abwärts zur Straße, überqueren diese und folgen dem alten Treppenweg hinab rot-weiße Markierung). Nach vielen Serpentinen kommen wir an überhängenden Felsen vorbei und dann nach Amalfi (1) hinein.
Um 15:00 haben wir uns nach dieser schönen Wanderung wieder an der Basilika getroffen und sind zurück zum Auto gewandert. Der 2. Versuch die "Grotta dello Smeraldo" zu Besichtigen scheiterte wieder, da gerade um 16:00 geschlossen wurde. Sind dann Kurvenreiche Sträßchen ins Hinterland nach "Agerola" zum Campingplatz "Ostello Camprggio Beata Solitudo" gefahren, den wir um 17:30 erreichten. Ein schöner kleiner Rasenplatz im Garten einer alten Jugendherberge. Nach einem Rundgang durch das Dorf mit schönen Aussichten auf die "Amalfiküste" haben wir den Abend mit Gesangseinlage (Konzert am Marktplatz) vor unserem Bus ausklingen lassen.

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Donnerstag 14. Mai 2015

340428 Km     Karte der Etappe Tagesetappe 108 Km
Agerola nach Paestum

Nach dem Frühstück haben wir um "Agerolo" 9:15 verlassen und sind wieder Richtung Küste aufgebrochen. Hier oben in den Bergen auf 600 Hm haben sich dichter Nebel / Wolken gebildet. Über die engen und kurvenreichen Bergstraßen sind wir im Blindflug Richtung Amalfi. Unten hat sich der Nebel langsam aufgelöst, und wir hatten doch noch Erfolg beim dritten Anlauf zur Besichtigung der "Grotte dello Smeraldo".
  Grotte dello Smeraldo
Die smaragdgrün leuchtende Meeresgrotte, die gerne mit der Blauen Grotte von Capri verglichen wird, ist eine der touristischen Hauptattraktionen der Costiera Amalfitana. Die romantische Grotte befindet sich im Steilufer der Marina di Conca, einer großen, muschelförmigen Felsbucht mit einem weit ins Meer laufenden Felsfinger, auf dem ein wuchtiger Küstenwachturm steht. Vom Parkplatz an der Küstenstraße führt ein abenteuerlicher Aufzug hinunter zum Grotteneingang, erst dort werden die Tickets verkauft. In einem unförmigen Boot wird man über den Grottensee gerudert. Die Grottenkapitäne Mario, Andrea und Ernesto werden nicht müde, das Geheimnis der Smaragdgrotte zu lüften: 1932 wurde sie von einem einheimischen Fischer entdeckt, damals hatte sie nur eine unterseeische Öffnung, der heutige Eingang ist also künstlich angelegt worden. Die Wasseroberfläche schimmert wundersam smaragdgrün, ein irrealer Lichteffekt, der auf Tageslicht beruht, das durch einen ca. 15 m langen Felstunnel unter dem Meeresspiegel in die Grotte gelangt. Außerdem gibt es eine Reihe die zu fantasievollen von Tropfsteinformationen zu bewundern, Deutungen anregen. Künstlich (abgesehen vom Eingang) sind nur die Krippenfiguren auf dem Grund des flachen Grottensees, die alljährlich zur Weihnachtszeit von den Kameras der staatlichen Fernsehanstalt RAl abgefilmt werden und suggestiv über die italienischen TV-Bildschirme flimmern.
Wir waren ein wenig entäuscht von der 12 minütigen Bootstour, hatten gedacht das die Grotte größer wäre. Um 11:00 sind wir weiter zu unserem nächsten Ziel "Ravello" ein zauberhafter Ort über der Amalfiküste. In herrlichen Parkanlagen aristokratischer Villen schweift der Blick über das azurblaue Meer und liebliche Weinberge bis hin zum Cilento. Der Duomo, die Gärten der Villa Rufolo und Villa Cimbrone sind unbedingt sehenswert. Hier konnten wir auf dem großen Parkplatz unterhalb des Domplatzes unser Womo abstellen. Jetzt ging es auf Erkundungstour durch Ravello, wo wir als erstes den "Dom San Pantaleone" besichtigten.
  Duomo San Pantaleone
Seit Beendigung der Restaurierungsarbeiten im Jahr 1975, bei denen auch die Barockausschmückung radikal entfernt worden ist, zeigt sich die dreischiffige Basilika wieder im ursprünglichen romanischen Baustil. Begonnen wurde der Kirchenbau im Jahr 1086, der Campanile stammt aus dem 13. Jh. Kunstgeschichtlich besonders wertvoll ist das jüngst restaurierte Bronzeportal im byzantinischen Stil (12. Jh.) mit den 54 Basrelieffeldern, die die Leidensgeschichte Christi erzählen. Dieses in Bronze gegossene Kunstwerk von Barisano da Trani wurde im Gegensatz zum Domportal von Amalfi in Italien selbst hergestellt. Hinter diesem vielbestaunten Sesam-öffne-dich steigt der Kirchenfußboden zum Altarraum hin leicht an. Im Mittelschiff steht eine prachtvolle Marmorkanzel mit Mosaikverzierungen, die von sechs ebenfalls mosaikgeschmückten, gewundenen Säulen getragen wird, die wiederum auf sechs kleinen Löwenskulpturen ruhen. Diese großartige Kanzel mit der Adlerfigur am Lesepult stammt von Niccolo da Foggia, der sie 1272 im Auftrag der Adelsfamilie Rufoli schuf. Unter dem Kanzelkasten steht ein Triptychon unbekannten Alters, dessen Mittelbild eine anmutige schwarze Madonna zeigt. Schräg gegenüber befindet sich eine weitere Marmorkanzel im byzantinischen Stil (12. Jh.), deren farbenprächtige Mosaikverzierung das Jonaswunder darstellt: Jonas wird der Legende nach von einem großen Fisch verschlungen und nach drei Tagen wieder an Land entlassen. Die reich verzierte Domkapelle, in der die Blutreliquie des Kirchenpatrons Pantaleone aufbewahrt wird, betritt man links neben dem Hochaltar. Wie in der neapolitanischen Kathedrale San Gennaro so wird auch im Dom von Ravello das Blut des heiligen Märtyrers alljährlich am 27. Juli in einer feierlichen Zeremonie verflüssigt.
Nächste Station war die "Vila Rufolo" mit dem "Klingors Garten", einer der schönsten Gärten an der "Amalfiküste". Nach einem Rundgang durch den schönen Palast, den "Ferdinand Gregorovius" 1853 "Kleine Alhambra" nannte. Der Garten der Villa begeisterte Wagner so sehr, dass er behauptete, er habe hier “Klingsors Zaubergarten” gefunden – also einen der Schauplätze seiner Oper “Parsifal”. Weitere Sehenswürdigkeiten sind der 30m hohe Wachtturm, der noch original aus dem 13. Jahrhundert stammt, sowie das Hauptgebäude mit Kapelle. Besonders eindrucksvoll ist der Kreuzgang im maurischen Stil.
Nach der Besichtigung sind wir vom Domplatz durch den Tunnel gewandert, mit Ziel das neue Konzerthaus von dem brasilanischen Star-Architekten "Oscar Niemeyer". Das 2010 eröffnete Auditorium mit seinem schwarzen Auge und dem wunderschönem Blick in 300m Höhe über die "Amalfiküste". Informationen über das nicht umstrittene Objekt siehe hier! Wieder zurück am Marktplatz ging es weiter der Küste entlang nach "Maiori". Nach dem wir einen Parkplatz gefunden hatten, sind wir in die Altstadt und haben vor dem Rathaus einen Kaffee getrunken. Michael ist zur Kirche "S. Maria a Mare" aufgestiegen und Renate ist zurück zum Auto. Trotz geschlossener Kirche hat sich der Aufstieg gelohnt. Von hier hat man einen wunderschönen Blick ins Hinterland und auf da türkiesblaue Meer. Zurück am Auto ging es weiter über "Sorrent" zu unserem Tagesziel "Paestum", das wir um 16:00 erreichten. Jetzt wurden die alten Tempelanlagen und das Museum besichtigt.

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  Paestum
Das älteste und höchst bedeutsame Heiligtum der Region war das um 570 v.Chr. errichtete Heraion, dessen Überreste erst im 20. Jahrhundert 9 Km nördlich von Paestum in der Nähe der Sele-Mündung entdeckt wurden. Seine Gründung wird mit Jason dem Argonauten in Verbindung gebracht. Kurz danach entstand dann der älteste der drei Tempel von Paestum um ca. 550 v.Chr., der ebenfalls der Hera (Frau und Schwester des Zeus, Fruchtbarkeitsgöttin - Mater Magna) geweiht war, die sogenannte Basilika. Der kleinste der drei Tempel, der sogenannte Ceres-Tempel, war der Athene geweiht und entstand etwa 500 v.Chr. Zuletzt entstand der sogenannte Neptun-Tempel, (2) um 450 v.Chr. etwa zur gleichen Zeit wie der Parthenon in Athen. Man ist heute ziemlich sicher, dass auch dieser Tempel der Hera und nicht dem Poseidon (römisch: Neptun) geweiht war. Dieser Tempel ist wohl der am besten erhaltene dorische Tempel überhaupt. Die beiden Tempel der Hera (bzw. Neptuntempel und Basilika) stehen direkt nebeneinander und bieten so ein recht eindrucksvolles Panorama. Aus griechischer Zeit erhalten geblieben (von den Römern wohl unter einem kleinen Hügel begraben) ist auch das kleine Ekklesiasterion (Gesetzgebung, Richterwahl) obwohl die Römer hierzu in der Nähe ein anderes größeres Bauwerk (Comitium) vor allem für Gerichtsverhandlungen errichteten. Auch das nur zur Hälfte freigelegte kleine Amphitheater, ist wie fast alle übrigen Gebäude (bzw. deren Fundamente) römischen Ursprungs (1.Jhdt v.Chr.). Erst nach und nach sind im letzten Jahrhundert durch weitere Ausgrabungen neben den Tempeln die Umrisse der alten Stadt in den Grundmauern erkennbar geworden. Das römische Forum, überdeckt dabei den südlichen Teil der ausgedehnteren griechischen Agora
Nach der ausgiebigen Besichtigung der großflächigen Aussenanlagen haben wir noch das archäologische Museum von Paestum besichtigt. Von den farbigen Grabbemahlungen hat uns der Turmspringer (Tomba del Tuffatore), der den Übergang vom Leben in das Totenreich als Sprung des Springers in das Wasser zu deuten ist, am besten gefallen. Um 18:00 haben wir den Campingplatz "Dei Pini" in "Paestum" bezogen. Abendessen in der Pizzeria am Platz und ab ins Bett.

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Freitag 15. Mai 2015

340536 Km     Karte der Etappe Tagesetappe 350 Km
Von Paestum nach Cap de Vaticano

Um 9:30 sind wir weiter Richtnug "Regio de Calabria" aufgebrochen. Erstes Ziel war der historische Küstenort "Agropoli". Hier haben wir vor der Altstadt unser Womo abgestellt, und sind zu Fuß aufgebrochen um das "Centro Storico" zu erkunden.
  Agropoli
Von der zentralen Piazza Vittorio Veneto gelangt man auf der Via F. Patella, die von zahlreichen Geschäften gesäumt ist, zur Altstadt. Die ansteigende Strasse wird zuletzt zu einer flachen Treppe ("Scaloni"), die durch das Stadttor zur Altstadt auf der Felskuppe führt. Zwei Kirchen befinden sich innerhald der alten Stadtmauer. Die "Chiesa Santa Maria di Costantinopoli" in der Nähe des Stadttores an einer Aussichtslage über dem Hafen. Sie wurde 1583 erstmals erwähnt, die Altäre und Altarbilder stammen aus dem 18./19. Jhdt. Die "Chiesa Madre dei Santi Pietro e Paolo" ist die älteste Kirche von "Agropoli" und steht in der Tradition eines um 593 in einem päpstlichen Schreiben erwähnten Gotteshauses. Im wesentlich jüngeren aktuellen Bau finden sich mehrere Altäre mit Altarbildern aus dem 17./18. Jhdt., die Kirche wurde vor Kurzem aufwendig restauriert. Die Oberstadt ist von einer guterhaltenen Stadtmauer umgeben. Von der Terasse vor dem Stadttor ergibt sich eine tolle Aussicht über den Hafen und die Cilentoküste, am Stadttor ("Porta Monumentale") prangt noch das Wappen der letzten Feudalherren, der Duchi "Delli Monti Sanfelice". Die Burg, das "Castello Aragonese" wurde auf dem Boden einer ersten Befestigung aus byzantinischer und Sarazenenzeit in der Zeit der Angioviner und Aragonesen in seine heutige Dreiecksform mit drei runden Ecktürmen wiederholt erweitert, ein Burggraben erschwert den Zugang. Durch das "Castello" wurde Marguerite Yourcenar zur Beschreibung der Burg in der Novelle "Anna Soror" inspiriert. Der aus dem 16. Jhdt. stammende runde "Torre di San Marco" liegt auf einem felsigen Vorsprung an der Küste nördlich der Stadt und gehörte zu einer Reihe von unter dem spanischen Vizekönig errichteten gegen die Piratenbedrohung gerichteten Wachtürmen. Der "Torre San Francesco" liegt in der Nähe des 1230 gegründeten Franziskanerkonvents auf einem Felsvorsprung westlich des Hafens. Der Leuchtturm "Faro Punta Fortino" wurde 1929 im venezianischen Stil erbaut. Der weithin sichtbare Schornstein der 1970 stillgelegten Ziegelei ist als "La Fornace" als Industriedenkmal erhalten geblieben.

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Nach einer Kaffeepause wurde es Zeit das wir unser drittes Urlaubsziel "Sizilien" erreichten. So sind wir weiter und haben Unterwegs eine Pause in "Maratea" eingelegt. Hier war gerade in der Altstadt das Brunnenfest im vollen Gange. Die Alstadt haben wir erkundet und am Rathaus eine Pause in einem Kaffee eingelget. Das Herz des historischen Zentrums von Maratea ist noch von mittelalterlichen Bauten, engen Gassen und wichtigen künstlerischen und architektonischen Zeugnissen gekennzeichnet. Maratea ist auch als die Stadt der 44 Kirchen bekannt, eine Bezeichnung, die sie den zahlreichen religiösen Bauten, Kapellen, Klöstern und Eremit-Höhlen verdankt, die auf das gesamte Gebiet verteilt sind. Um 13:45 sind wir weiter über die Landstraße & Autobahn nach "Tropea" das wir um 17:30 erreicht haben. Nach der lagen Fahrt (Küstenstraße & Autobahn) haben wir hier eine längere Pause eingelegt.
  Tropea
Tropea war bereits unter den Römern bekannt und wurde im 8. Jh. zum Bischofssitz. Ihre Blüte erreichte Tropea aber vor Allem unter den Normannen, dem Haus Anjou und später auch den Aragonesen. Die Kathedrale, errichtet zur Zeit der Normannen und mehrmals restauriert aufgrund zahlreicher Erdbeben-Schäden, ist noch heute von zwei besonders eindrucksvollen Eingangstore gekennzeichnet. Von großem künstlerischen Wert sind aber auch die, in der Kathedrale aufbewahrten Werke. Viele sind auch di Legenden in Kalabrien, die diese Kirche kennzeichnen, wie die der zwei nicht explodierten Bomben an deren Eingang, die als Zeichen der Aufsicht der Jungfrau Maria auf Tropea gelten. “Herrlich“ ist zu wenig um weiter das Benediktiner-Sanktuarium Santa Maria dell'Isola zu beschreiben, eine der meist fotografierten Stellen Tropeas. Diese Wallfahrtskirche liegt auf einem Felsen unweit des Zentrums und blickt auf das kristallklare Meer. Ebenfalls sehenswert sind die zahlreichen Bauten aus dem 17. und 18. Jh. im Zentrum Tropeas, wie in der engen und entzückenden Via Boiano und am Largo Galluppi. Auf diesen Platz blicken Barock-Bauten sowie die Kirche San Demetrio mit ihrer eindrucksvollen Kapelle aus dem 14. Jh..

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In einer Bar auf dem zentralen Platz haben wir uns ein kleines Bier mit Beilage gegönnt. Nach einem Rundgang durch die "Altstadt" mit schönen Ausblicken aufs Meer sind wir weiter zu unserem Tagesziel dem "Cap de Vaticano". Hier sollten mehrere Campingplätze offen sein. Unsere Suche war leider erfolglos. Alles wie ausgestorben. Die Saison hat noch nicht begonnen. Wollten schon wild campen, hatten dann doch noch Erfolg beim Campingplatz "Calabria Verde". Ein netter Campingplatzmitarbeiter hat für uns das Tor geöffnet, und so haben wir als einzige Gäste den Platz bezogen. Michael hat noch eine Abkühlung im Meer genossen. Die Infrastruktur war noch nicht auf dem aktuellen Stand, und so konnten wir am nächsten Morgen in einer kleinen Ferienwohnung die warme Dusche genießen. Lange haben wir direkt am Strand vor unserem Bus gesessen und die lauwarme Sommernacht bei Meeresrauschen genossen.

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Samstag 16. Mai 2015

340886 Km     Karte der Etappe Tagesetappe 230 Km
Vom Cap de Vaticano nach Sizilien Oliveri

Um 10:00 sind wir vom Campingplatz "Calabria Verde" zurück nach "Pizzo". Hier haben wir die die "Chiesetta di Piedigrotta" gesucht aber nicht gefunden. Am Parkplatz stand eine "Touristenbahn" die uns gegen eine geringen Gebühr zur Grotte gefahren hat. Hier hatten wir 20 Minuten Zeit die Touristenatraktion zu besichtigen.
  Chiesetta di Piedigrotta
Volksfrömmigkeit und Phantasie haben diese aus dem Fels gehauene Grottenkirche nördlich des Orts am Meer geschaffen. Im 17. Jh. weihten neapolitanische Matrosen sie zum Dank für Rettung aus Seenot. Ende des 19. Jhs. begann der kalabrische Baumeister Angelo Barone, naive Heiligenfiguren aus dem Tuffstein zu meißeln. Nachfahren fügten Medaillons von Papst Johannes XXIII. und John F. Kennedy sowie eine Statue von Fidel Castro hinzu.
Eine klein Geschichte:
Vor vielen Jahren, im 17. Jahrhundert, fuhren ein paar Fischer hinaus auf´s Meer und gerieten in einen argen Sturm. Sie bekamen sehr große Angst und beteten zu ihrer Madonna, deren Bildnis sie mit auf ihrem Schiff hatten. Sie versprachen ihr, dass sie ihr eine Kirche bauen würden, wenn sie ihnen helfe zu überleben. Und wie durch ein Wunder kamen sie alle wieder an Land, auch wenn das Schiff vollkommen zerstört untergegangen war. Zwei Dinge wurden jedoch angespült:
Zum einen die Schiffsglocke und zum anderen das Bildnis der Madonna. Und genau an dieser Stelle befand sich eine kleine Grotte. Die Fischer, die ihr Versprechen einhalten wollten um zukünftig keiner Art von Gefahr ausgesetzt zu sein, sahen dies als ein Zeichen und begannen nun eifrig in die kleine Grotte eine Kirche zu bauen, indem sie sie etwas mehr aushöhlten um sie einer Kapelle anzugleichen und eine Madonna mit Kind und einen Altar anfertigten. Die Fischer waren die ersten, jedoch sind noch einige weitere fleißige Bauherren, allen voran Angelo und Alfonso Barone, vor Ort gewesen und haben die Piedigrotta zu dem gemacht was sie heute ist: eine wunderschöne alte Grottenkirche mit vielen verschiedenen Figuren und Darstellungen. Erhalten geblieben sind bis heute sowohl die Schiffsglocke als auch das Bildnis der Madonna.

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Nach der Besichtigung der Grotte ging es weiter mit der "Touristenbahn" durch "Pizzo". Durch den Ort ging es zum Hafen und am "Castello Aragonnese" auch Castello Murat genannt vorbei. Die Burg ist an den großen, runden, massiven Hauptturm gebaut, der bereits ein Jahrhundert früher entstand um Pizzo und die umliegende Küste vor Piratenangriffen zu schützen, die zu dieser Zeit sehr häufig stattfanden. Auf diese Weise war man in der Lage direkt und angemessen zu reagieren und Gegenangriffe durchzuführen. Im Laufe der Jahre wurde die Burg auch als Gefängnis genutzt, berühmte Personen waren dabei u.a. Tommaso Campanella und Pasquale Galuppi (beides Philosophen) sowie Gioacchino Murat, König von Neapel und Schwager von Napoleon. Dieser ging am 8. Oktober 1815 in Pizzo Marina an Land und wollte die Bevölkerung überzeugen sich gegen die herrschenden Burbonen aufzulehnen um sich sein Königreich zurückzuerobern. Der Versuch misslang und der König wurde verhaftet. Nur fünf Tage später wurde er zum Tode verurteilt und eine halbe Stunde nach der Verkündung war er bereits tot. Aus diesem Grund heißt die Burg auch Castello Murat. Wieder am Parkplatz angekommen haben wir noch die Kirche "San Giorgio" besichtigt, wo Gioacchino Murat begraben ist. Mit dem Auto sind wir weiter über die Autobahn zur Fähre in "Villa San Giovanni" gefahren. Für eine geringe Gebühr von 59€ sind wir in 20 Minuten um 13:15 nach "Messina" über gesetzt. Nach dem wir das Hafengebiet verlassen, und einen Parkplatz in der "Via XXIV Maggio" gefunden haben, war ein Kaffee gerade recht. Zu Fuß wurde nun Messina erkundet. Erste Ziel war die Chiesa del Carmine. An der Universität vorbei ging es zum Domplatz mit dem schönen Campanile aus der Normannenzeit. Die Uhr am Campanile gilt als größte mechanische Uhr der Welt. An der südlichen, zur Domfassade gerichteten Turmseite zeigt eine astronomische Uhr die Stellung der Planeten im Tierkreis an, eine Kalenderuhr gibt das Datum und eine kugelförmige Monduhr zeigt die Mondphasen an. Die Uhr wurde von den Gebr. Ungerer aus der Schule von Giovan Battista Schwilguè (Erbauer der Uhr an der Kathedrale Notre-Dame in Strassburg) konstruiert. Im Duomo oder Cattedrale di S. Maria Assunta wo gerade eine Probe für das Konzert am Abend statt fand haben wir besichtigt. Auf der zentralen Piazza del Duomo steht der "10 Orionsbrunnen / Fontana del Orione" , ein Werk von Giovanni Angelo Montòrsoli welches 1553 vollendet wurde. Die Figuren im inneren Becken stellen die Flüsse Tiber, Nil, Ebro und Camaro dar, umgeben von Putten und Muscheln. Der Unterbau ist mit weiblichen Figuren und Tritonen (Meeresgöttern), oben ist der Brunnen mit einem Bildnis des mythischen Stadtgründers Orion, Delphinen und Putten geschmückt. Jetzt wollten wir die die "Chiesa Santissima Annunziata dei Catalani" aus dem 12. Jahrhundert mit byzantinisch - arabische Einfluss die aber leider verschlossen war. Nächster Höhepunkt von "Messina" war die Piazza Antonello wo wir den Palazzo della Galleria Vittorio Emanuele III, im Jugendstil in den Jahren 1924/29 errichtet besichtigten. Am Samstag war die Gallerie wie Ausgestorben. Um die Kreisrunde Piazza Antonello ist der Palazzo delle Poste, der Palazzo della Provincia und die Rückseite des Palazzo del Municipio mit ihren runden - konkaven Fassaden angeordnet. Jetzt wollte ich noch zum Bahnhof Maritim um mir die schönen "Il Mosaico della Stazione Marittima" anzuschauen. Leider war die Halle im Bahnhof schon verschlossen und so sind wir weiter an der Küste zu unserem Tagesziel dem Campingplatz "Villaggio Turistico Marinello". Super Essen auf dem Campingplatz und den Abend vor unserem Womo genossen.

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Sonntag 17. Mai 2015

341093 Km     Karte der Etappe Tagesetappe 150 Km
Vom Oliveri nach Cefalu

Um 10:00 sind wir vom Campingplatz Villaggio Turistico Marinello" zum nahen Parkplatz in Oliveri gefahren. Hier bin ich zu einer kleinen Wanderung zum "Capo Tindari" aufgebrochen. Renate hat im Bus auf meine Ankunft gewartet. Unter der Bahnlinie ging es zum Wanderweg nach "Tandari". Der Weg wurde gerade erneuert, sodass ich einige Hürden überwinden musste. Unterwegs hatte ich einen wunderschönen Blick auf das Naturchutzgebiet „Linguetta di Sabbia“, eine Landzunge die an der höchsten Stelle 4 Meter aus dem Meer ragt. Nach 1 Std. habe ich die Wallfahrtskirche "Tindari" erreicht. Es fand gerade eine Sonntagsmesse statt, mit vielen Besuchern aus der Umgebung.
  Die griechisch-römische archäologische Stätte von Tindari
Auf der Autobahn Palermo-Messina zwischen Capo d'Orlando und Milazzo werden Sie bestimmt eine große Kirche auf einem Felsen hoch über dem Meer sehen. Dies ist die Wallfahrtskirche mit der Schwarzen Madonna in Tindari, für viele Ziel ihrer Pilgerreise, aber auch eine uralte griechische Stadt.
Die archäologische Stätte
Der südliche Teil des Hanges, an dem das altertümliche Tindari erbaut wurde, ist von den ursprünglichen griechischen Schutzmauern umgeben, deren Großteil sich an der dem Meer zugeneigten Seite im Nordwesten befindet. Hier sind römische Wohnhäuser und Bäder zu sehen, komplett mit wunderschönen Bodenmosaiken und genialen Heizungssystemen. Unweit von hier befindet sich die Basilica, ein Paradebeispiel für griechisch-römische Architektur, erbaut um eine Reihe von Gewölbebögen,
sowie ein gut erhaltenes Theater aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. In den Sommermonaten werden hier neben anderen T heaterveranstaltungen griechische Theaterstücke aufgeführt. Komplett mit spektakulären Aussichten auf das Tyrrhenische Meer, die Liparischen Inseln, eine Sandlagune und die sizilianische Küste ist Tindari mit Sicherheit eine der interessantesten archäologischen Stätten auf Sizilien.
Die Schwarze Madonna
Die Geschichte der Ankunft der Schwarzen Madonna in Tindari ist der Stoff, aus dem Legenden entstehen. Laut lokaler Erklärung gehört die Statue, die zweifellos byzantinischen Ursprungs ist, zu den zahlreichen Kunstgegenständen, die
im 8. und 9. Jahrhundert im Zuge des von Kaiser Leo III. initiierten Ikonoklasmus aus Konstantinopel geschmuggelt wurden. Ein Sturm veranlasste das Schiff, auf dem sich die Schwarze Madonna befand, den Hafen von Tindari anzulaufen, wo die Besatzung ihre Fracht zur Sicherheit in der örtlichen Abtei unterbrachte. Heute befindet sie sich hinter dem Altar und trägt die Inschrift „nigro sum sed formosa“ (Ich bin schwarz, doch schön).
Eine andere Legende der Schwarzen Madonna erzählt, wie ein Pilger, der die Schwarze Madonna mit wenig schmeichelhaften Bemerkungen bedachte, den nicht unerheblichen Zorn der Madonna auf sich zog. Die besagte Dame wandte sich entsetzt um und musste mit ansehen, wie ihr Kind die Klippen hinunter in Richtung Meer stürzte. Als Akt der Barmherzigkeit und Zeichen ihrer unweltlichen Macht ließ die Madonna eine Sandbank aus dem Meer emporsteigen, um den Fall des Kindes abzufangen. Die erklärt die kuriose geografische Formation - aber mehr dazu an späterer Stelle.

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Um 12:30 war ich wieder zurück am Parkplatz in "Oliveri", wo Renate geduldig auf mich gewartet hatte. Weiter an der Küste entlang sind wir zum "Capo di Orlando" gefahren, wo wir nahe dem Leuchtturm eine Kaffeepause einlegten. Hier haben wir das treiben der Wellen zugeschaut, die sich in den abgeschliffenen Granitfelsformationen brachen. Dieser schöne Anblick erinnerte uns an Posteraufnahmen von den "Seychellen", nur die Kokuspalmen fehlten!
Karte Nächster Tageshöhepunkt war die "Fiumara d’Arte – Kunst in der Landschaft". Das "Flussbett der Kunst" ist ein schönes Beispiel für die kleinen Wunder, die die Initiativen von engagierten Privatpersonen mittlerweile auch auf Sizilien bewirken können. Auf unserer kleinen Tour haben wir 4 von den 11 Sehenswerten Kunstwerke bei Regenwetter besichtigt.
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  "Fiumara d’Arte – Kunst in der Landschaft"
[IV] Angefangen hatte alles 1982. Der damals 29-jährige Antonio Presti, Sammler von Gegenwartskunst und Erbe einer großen Zementfabrik aus Messina, entschloss sich, seinem verstorbenen Vater ein Denkmal zu setzen. Nicht in Messina, wo das Unternehmen seinen Sitz hatte, sondern in Tusa, woher die Familie stammt und wo der Vater seine Jugend verbracht hatte. Es sollte auch "kein Denkmal im Vorgarten" werden, wie er erzählt, sondern "ein Zeichen in der Landschaft setzen". Denn Kunst und Schönheit, so die Überzeugung von Presti, gehörten allen. Dieser Antonio Presti, der viel raucht und gerne schwarze Seidenhemden trägt, ist ein sonderbarer Typ. Er sieht sich selbst als Poet und als Verteidiger der Schönheit in einer von Hässlichkeiten belagerten Welt. Halb Sizilien verehrt ihn, die andere Hälfte tut ihn als Spinner ab. Im Mündungsraum des Tusa-Flusses - über den heute in schwindelnder Höhe eine Brücke der Autobahn Palermo-Messina stelzt - ließ er 1986 von Pietro Consagra eine 18 Meter hohe Doppelskulptur aus weißen und schwarzem Beton - ohne Baugenehmigung aufstellen und schenkte sie der zuständigen Gemeinde. Das war der Anfang einer Strategie: andere bauen sich in Italien ohne Genehmigung Häuser in naturgeschützter Landschaft und lassen sie sich - nach Zahlung einer kleinen Buße - legalisieren. Antonio Presti baute ohne Genehmigung Kunstwerke und überschrieb sie dann zur Legalisierung den entsprechenden Gemeinden. Zudem verkaufte er das vom Vater geerbte Unternehmen, denn das Zementgeschäft und der Baumarkt auf Sizilien sind bis heute mit Mafiamethoden verseucht. undum den Mafiamethoden der Baubranche zu entgehen und gründete mit dem Geld gründete der Ostsizilianereine Kulturstiftung. Seitdem widmet er sich seitdem als Mäzen einer Reihe von Kultur- und Sozialprojekten. Doch inzwischen hält sich die Mafia zurück. Und die Politik hat Frieden mit dem Sonderling aus Messina geschlossen und in einem Regionalgesetz den Skulpturenpark der Fiumara d'Arte als Kultureinrichtung anerkannt. Und die Mafia hält sich zurück. Die "Bellezza" habe gesiegt, sagt Antonio Presti. "Und außerdem, was wollen sie machen, sie können dich höchstens umbringen. " Höchstens? "Die Mafia kann vielleicht deinen Körper töten, aber sie kann dich nicht als Idee umbringen." Das sei der "ewige Sieg von Kunst". Doch Presti weiß, dass er sich und seine Projekte nur schützen kann, wenn man weiter über ihn und sein Kunstkonzept "Partei der Schönheit" weiterhin redet. Zum Beispiel über die mit oxidierendem Stahl verkleidete Pyramide auf dem Gebirgssporn. Sie ist das jüngste Werk des Skulpturenparks, errichtet vom Mailänder Künstler Mauro Staccioli. Man kennt Staccioli auch in München dort hat er am Alten Botanischen Garten die Skulptur eines riesigen Rings geschaffen. Auch seine Pyramide, die zum Frühlingsanfang eingeweiht wurde, ist weithin sichtbar. Sie wächst gleichsam aus einem Olivenhain mit seinen altknorrigen Bäumen heraus - ein Wächter über die Ausgrabungen des hellenistischen Halaesa in der Ebene und ein Gruß an die Schiffe auf dem Meer.

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Tagesziel war am Abend der Campingplatz "Costa Ponente" in der Nähe von "Cefalu". Haben unser Regensegel aufgebaut, und festgestellt das die Metall Heringe fehlten. Nach einem kleinen Rundgang habe ich aus Holzästen mir welche selber geschnitzt. Haben dann den Abend vor unserem Bus unterm Regen-Dach den Abend verbracht. Abendessen Kotlett, Salat und Brot mit Blitz und Donner!

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Montag 18. Mai 2015

341093 Km     Karte der Etappe Tagesetappe 16 Km
Cefalu

Um 10:45 sind wir vom Campingplatz "Costa Ponente" zur Bushaltestelle am Stadion gelaufen und mit dem Bus Nr.3 zum "Plaza Colombo" ins Zentrum von "Cefalù" gefahren. Kaffeepause am Strand bevor wir zur Erkundung von "Cefalù" aufgebrochen sind. Durch die "Via Vittore Emanuele" sind wir zum historischen Waschplatz "Lavatoio medievale" gelaufen, den wir besichtigten. Weiter ging durch die "Porta Pescara" zum alten Hafen. Durch die Altstadt sind wir weiter Richtung Dom von "Cefalù" gewandert. Hier haben wir den den Dom und das Kloster Cefalù mit dem sehenswerten Kreuzgang besichtigt.
  "Cefalù"
Ein berühmter und viel besuchter Badeort, ist auch für seine Sehenswürdigkeiten bekannt. Darunter finden wir den aus normannischer Zeit stammenden prachtvollen Dom, der den Ort dominiert und das Mandralisca-Museum mit reichen künstlerischen und archäologischen Sammlungen. In Cefalù und seiner Umgebung gibt es zahlreiche Ausgrabungsstätten: Auf dem Fels, der die Kleinstadt beherrscht, befinden sich die Überreste eines alten Heiligtums, während man auf der Küste die Überreste alter Burgen bewundern kann. Der Grundriss der Altstadt entstand ab dem 12. Jahrhundert mit der Normannenkirche im Zentrum. Das Straßensystem wurde in einem gitterförmigen Muster darum herum angelegt. Die beiden wichtigsten Straßen sind der Corso Ruggero in Nord-Süd-Richtung und die Via Vittorio Emanuele in Ost-West-Richtung. Diese beiden Hauptstraßen der Altstadt sowie die Piazzetta Spinola und die Piazza Garibaldi beherbergen Bauwerke wie den Palazzo Osterio Magno, die Kirche Santo Stefano oder die Porta Marina, das einzige erhaltene Stadttor. Die Mehrzahl der Häuser in der Altstadt stammt aus dem 16. Jahrhundert. Der Dom San Salvatore an der Piazza Duomo wurde unter dem Patronat von Roger II. im Jahr 1131 begonnen. Die Weihe der Kirche erfolgte erst 1267. Die dreischiffige Säulenbasilika zeigt Stilmerkmale der arabisch-byzantinisch-normannischen Kunst. Zwei wuchtige Glockentürme flankieren die Fassade. Im Inneren ist der Dom mit aufwändigen Goldmosaiken ausgestattet. Der Kathedrale ist ein Kreuzgang angeschlossen, der zusammen mit Gebäudeteilen der Kirche seit 1905 aufgrund eines Gesetzes behutsam und in kleinen Schritten saniert und rekonstruiert wird. Weitere Kirchen sind die Chiesa del Purgatorio, die Chiesa S. Maria della Catena, die Chiesa San Sebastiano und die Kapelle San Biagio. In der Via Mandralisca, die vom Vorplatz des Doms aus nach Westen läuft, befindet sich das Museo Mandralisca, benannt nach einem privaten Kunstsammler. Zu den Exponaten zählen das berühmte Porträt eines unbekannten Matrosen von Antonello da Messina, griechische, römische und arabische Vasen sowie Münzen und eine Muschelsammlung. Am östlichen Zugang zum Ort steht ein Mauerrest, der nach dortigen Informationen aus der ersten Besiedlung um 500 bis 400 v.Chr. stammt. Das darin befindliche Tor führte zum früheren Hafen. In der Nähe des Fischerhafens liegt das Lavatoio medievale, ein öffentlicher Waschplatz aus dem Mittelalter, der wahrscheinlich aus arabischer Zeit stammt. Er wurde bis Mitte des 20. Jahrhunderts von der Stadtbevölkerung benutzt. Ein natürlicher Wasserlauf wird durch mehrere in den Felsen gehauene Becken mit steinernen Waschbrettern geleitet.

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Mit dem Bus Nr. 3 sind wir vom "Plaza Colombo" wieder zurück zum Campingplatz "Costa Ponente" gefahren. Um 16:00 waren wir wieder an unserem Bus, und haben die Waschmaschine am Campingplatz genutzt unsere Wäsche auf vordermann zu bringen. Das schöne Wetter animierte mich am späten Nachmittag den Super Pool des Campingplatzes aufzusuchen, und durfte als alleiniger Schwimmer in aller Ruhe ein paar Runden drehen. Am Abend gab es dann eine warme Hühnersuppe mit Weißbrot, die wir vor unserem Bus genossen haben. Ab ins Bett und die ruhige Nacht im Womo gut verbracht.

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Dienstag 19. Mai 2015

341124 Km     Karte der Etappe Tagesetappe 316 Km
Cefalu nach Palermo

Um 09:45 sind wir vom Campingplatz "Costa Ponente" zum "Santurio di Gibilmanna" gefahren. Hier haben wir die Kirche mit dem Altar vom Bildhauer "Sippe Gagini" und den Klosterhof besichtigt. Das Museum war leider geschlossen. Weiter ging es nach "Castelbuono" wo wir auf Parkplatzsuche durch die Altstadt geirrt sind. Kurz vor dem zentralen Platz "Piazza Margherita" verengte sich die Gasse furchterregend auf eine breite von kleiner als 2 Meter. Zu allem Überdruss bog sie auch noch im 90 Grad Winkel nach links ab. Es gab kein Zurück, da hinter mit jede Menge Kleinwagen vom Type Fiat 500 auf die Weiterfahrt warteten. Mit Hilfe der umliegenden Bewohner und großem Aufruhr gelang es uns gemeinsam mit einer kleinen Beule in der Stoßstange die Situation zu bereinigen. Hinter der oberen Brücke haben wir dann doch noch einen Parkplatz gefunden, und so konnten wir zum Rundgang durch die Altstadt von "Castelbuono" starten.
  "Castelbuono"
[V] Die wichtigste und größte Siedlung der Madonie Iiegt in 420 Meter Höhe an den nordöstlichen Ausläufern des "Pizzo Carbonara".
Mit gut 9000 Einwohnern und viel Betrieb ist Castelbuono schon eine richtige Kleinstadt und das Versorgungszentrum der umliegenden Bergregionen. Im hübschen, mittelalterlich geprägten Ortskern um den Hauptplatz Piazza Margherita verlocken enge Pflastergassen (Haben wir am eigenen Leib erfahren!) und kleine Plätze zu Streifzügen. Das Städtchen blickt auf eine lange Vergangenheit zurück, die sich im Dunkel der Geschichte verliert. Bis ins 14. Jh. wurde die Siedlung "Ypsigro" genannt, ein Name, der Sich aus dem Griechischen ableitet. Seinen Aufschwung nahm der kleine Weiler ab 1316,
als Francesco Ventimiglia hier ein wuchtiges Kastell errichten ließ, um das allmählich ein Dorf wuchs: Castelbuono, die „gute Burg". Bis ins 19. Jh. blieb die mächtige Adelsfamilie der Ventimiglias bestimmend für die Geschicke des Städtchens; ihr Mausoleum liegt in der Kirche San Francesco ganz im Süden der Altstadt.
"Castelbuono" besitzt zahlreiche Kirchen mit teilweise wertvoller Ausstattung. Bei einem Bummel durch die Altstadt lassen sich aber auch andere interessante Entdeckungen machen. So steht am Corso Umberto Primo ein hübscher Venusbrunnen des 15./16. Jh., den ein unbekannter Künstler aus verschiedenen Zutaten komi5oniert hat: Die Venus im Zentrum wurde wohl
von ihm selbst geschaffen, die Nymphe Andromeda ganz oben und die wahrscheinlich wesentlich älteren Reliefs unten stammen jedoch aus einem ehemaligen Barockgarten unterhalb des Kastells. "Chiesa Matrice Vecchia" Die Alte Marienkirche am Hauptplatz Piazza Margherita stammt aus dem 14. Jh. und erhielt im 15. Jh. ein viertes Schiff. Ihr Inneres beherbergt zahlreiche wertvolle Kunstwerke, herausragend jedoch das Polyptychon am Hauptaltar, das 1520 von Simone Ventimiglia in Auftrag gegeben wurde. Einen Besuch lohnt auch die Krypta, deren Fresken des 16. Jh. in volkstümlicher Weise die Passion Christi zeigen. "Castello dei Ventimiglia" Nördlich der Piazza Margherita gelegen, wurde das mächtige Kastell der Ventimiglia so häufig umgebaut, dass die einzelnen Entstehungsphasen kaum noch zu erkennen sind, zumal es auch beim Erdbeben von 1820 schwere Schäden erlitt. Vor einigen Jahren restauriert, kann das zum Stadtmuseum Museo Civico umgewidmete Innere wieder besucht werden. Zu sehen sind u. a. archäologische Funde, moderne wie auch sakrale Kunst sowie eine Ausstellung zur Stadtentwicklung; Glanzlicht ist jedoch die Kapelle der Stadtheiligen Sant'Anna die 1683 komplett mit schier überbordender Stuckdekoration von Giuseppe Serpotta, Bruder des bekannteren Giacomo, ausgeschmückt wurde; der Altar birgt in einem Silbergefäß die Reliquie der Heiligen.

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Um 12:45 sind wir weiter nach "Piano Sempria" wo wir auf dem Parkplatz an dem auf 1300 Meter Höhe gelegenem "Refugio Francesco Crispi" unser Auto abstellten. Von hier sind wir zu einer Wanderung Karte der Etappe zu den riesigen Stechpalmen und wunderschönen Ausblicken gestartet.
  [V] "Naturlehrpfad zu den Riesen-Stechpalmen"
Eine dreistündige Rundwanderung, führt auf einem Naturlehrpfad zum Piano Pomo mit seinen jahrhundertealten Riesen-Stechpalmen und dem Gipfel des "Cozzo Luminario". Rechts vom "Rifugio Francesco Crispi" und der Forststraße setzt am Waldrand die Route des markierten "Sentiero Natura" an und führt in Serpentinen durch Buchenwald bergauf. Unterwegs quert man die vom Piano Sempria aufsteigende Forststraße; hier steht am Wegesrand eine mächtige Flaumeiche, deren Alter auf über 800 Jahre geschätzt wird. Der Pfad steigt weiter an, überquert eine Längsschneise und führt in einen niedrigen Steineichenwald. Von einer Lichtung oberhalb des Vallone Gonato (beschildert: "Punto Panoramico") bietet sich ein fantastischer Ausblick: Im Süden erhebt sich der Monte S. Salvatore, während im Osten Geraci Siculo, die Bergkette der Nebrodi und der Etna zu sehen sind. Der Pfad fiihrt zunächst mit weitem Blick entlang der Geländekante, schneidet sich durch eine Felsrippe und stößt erneut auf eine Forststraße. Dieser folgt man durch das Gatter nach links bis auf den Piano Pomo, Auf der Weidefläche steht ein langer "Pagghiaru", ein steinerner, binsengedeckter Unterstand, wie ihn früher die Hirten errichteten. Dieser Pagghiaru dient heute den Forstarbeitern als Schutzhütte, einer der Räume steht auch Wanderern jederzeit offen. Den Pagghiaru im Rücken, überschreitet man den Zaun nach rechts und gelangt in einen zauberhaften Wald aus riesigen Stechpalmen ("Agrifogli Giganti"), immergrünen Bäumen, die sich ab November mit leuchtend roten Beeren überziehen. Diese Relikte der letzten Eiszeit sind ein in Europa einzigartiges Naturdenkmal. Mehr als 200 Exemplare werden hier gezählt, einige davon an die 350 Jahre alt und bis zu 15 Meter hoch. Weiter bergauf geht es zum nächsten Höhepunkt, dem "Cozzo Luminario" auf 1512 Meter Höhe. Vom ca. 100 Meter entferntem Schmiedeeisernen Gipfelkreuz hat man einen wunderschönen Blick auf die Umgebung. Zurück ging es zu einer Karstsenke und rechts einem Forstweg folgend in Serpentinen zur 800 Jahren alten "Pflaumeneiche", in der sich ein Marienaltar befindet. Jetzt war es nicht mehr weit zu unserem Ausgangspunkt dem "Rifugio Francesco Crispi" wo wir bei einem Glas Rotwein auf der Terrasse die schöne Wanderung in unseren Gedanken festhielten.

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Nächstes Ziel war die Artischocken Stadt "Cerda", wo wir das Wahrzeichen, eine überdimensionale Artischocken Statue auf dem zentralen Platz besichtigten. Weiter auf der Autobahn sind wir nach "Palermo" gefahren. Durch die Stadt sind wir zum Campingplatz "Degli Ulivi" in dem Palermitaner Vorort "Sferracavallo" gefahren und haben um 19:10 den kleinen schönen Platz bezogen. Am Abend ging es noch zum Hafen, wo jede menge Restaurants um Gäste buhlten! Im Restaurant "Rosso di Sera" haben wir bei schönem Sonnenuntergang am Hafen sehr gut zu Abend gegessen. Zurück zum Campingplatz, und haben vor dem Bus den Tag ausklingen lassen.

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Mittwoch 20. Mai 2015

341438 Km     Karte der Etappe Tagesetappe 37 Km
Palermo

Um 09:45 sind wir vom Campingplatz "Degli Ulivi" zur Bushaltestelle gegenüber dem Postamt von "Sferracavallo" gelaufen. Von hier ging es mit dem Bus 628 bis zum "Piazza de Gasperi" wo wir in den Bus 101 zum Bahnhof von "Palermo" umgestiegen sind. Am Bahnhof sind wir zur Erkundung von Palermo gestartet. Von der "Statione Centrale" die "Via Roma" entlang zum "Piazza San Domenico". Nach einem Besuch in der im Barockstil erbauten "Domenicokirche" war das nächste Ziel das "Theater Massimo" das wir ausgiebig erkundeten.
  "Siziliens Hauptstadt: Palermo"
[VI] Seien Sie vorsichtig. Nicht wegen der Mafia. Sondern weil Sie dieser Stadt rettungslos verfallen könnten. "Also, was muss man denn eigentlich in Palermo sehen?"
Ich könnte vorschlagen, nach Monreale zu fahren. Der Dom von Monreale mit seinem berühmten Kreuzgang würde sie bestimmt interessieren.
Die Fahrt nach Monreale würde allerdings lange dauern. Sie dauert so lange, weil Verkehr für die Straßen Palermos eine einzige nicht enden wollende Zumutung ist. Ein Ernstfall, der von morgens neun bis Mitternacht dauert. Straßen werden erst fünfspurig befahren und enden plötzlich im Nichts. Immerhin bietet der Stau Gelegenheit, Palermo vom Auto aus zu beobachten. Mondello, der Hausstrand der Palermitaner, liegt eine halbe Autostunde von der Stadt entfernt. Ich könnte auch sagen: Der Normannendom. Oder die Cappella Palatina, die Palastkapelle Rogers II. Ich hätte sagen können: Du darfst da die Kuppel nicht verpassen, denn die hierartische Darstellung des Pantokrators in der Presbyteriumskuppel entspricht byzantinischer Tradition. So steht es im Reiseführer. Ich hätte sagen können: San Cataldo an der Piazza Bellini. Klar gegliederter Kubusbau mit drei Kuppeln. Aber es ging mir einfach nicht über die Lippen. Ich könnte auch etwas von der Wiedergeburt Palermos erzählen. Vierzig Jahre mafiose Stadtverwaltung hatten den Exitus der Altstadt herbeigeführt. Heute sind die Barockpaläste der Altstadt frisch verputzt auferstanden. Ich könnte sagen: Geh den Lungomare entlang. Versuche dir vorzustellen, dass dort keine Palmblätter wehten, sondern Müllberge vor sich hinfaulten. Ich könnte ihr sagen, dass es des Todes der beiden Richter Giovanni Falcone und Paolo Borsellino bedurfte, um Palermo aus seiner selbst verordneten Erstarrung zu erlösen. Für Touristen ist Palermo sicherer als Neapel. Die Mafia ist wieder unsichtbar geworden. Adelig unter den Adeligen. Kleinbürgerlich unter Kleinbürgern. Intellektuell unter Intellektuellen. Sizilien hat sich wie trunken in die Arme des Traumverkäufers Berlusconi geworfen. Dann hätte ich sie von der Piazza Magione zum Spasimo schicken können, zu Palermos ungewöhnlichem Konzertsaal, und ihr geraten, Karten für ein Konzert zu besorgen. Wo auf der Welt hast du Gelegenheit, in einer gotischen Kirchenruine die Jazz-Sängerin Cheryl Porter zu hören? Ein Zeichen der neuen Zeit: Das Teatro Massimo stand über 20 Jahre lang verrottet leer. Jetzt ist die Staatsoper renoviert worden, und internationale Künstler treten hier auf. Vielleicht wäre Kunst eher nach meinem Geschmack. Ich könnte den sizilianischen Barock einer Straßenkreuzung empfehlen, Quattro Canti, welche Palermo in seine vier Stadtviertel teilt, über die je eine Schutzheilige die Hand hält. Ich könnte die arabische Strenge des Castello della Zisa rühmen und die byzantinischen Mosaiken mit den hartherzig blickenden Engeln in der Kirche Santa Maria dell’Ammiraglio preisen. Oder besser das Micro-Museum? Das kleinste Museum der Welt für experimentelle Kunst. 18,7 Quadratmeter groß. Auch das ist Palermo. Ich hätte gerne gesagt: Du musst nachts durch Palermo laufen. Nachts, wenn das Pflaster glänzt wie im Schlaf nassgeschwitzt, Nachts, wenn die Stadt nach Jasmin riecht. Vielleicht würdest du in so einer Nacht plötzlich wieder spüren, dass du noch lebst.

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Durch den Stadtteil "Capo" ging es zur "Kathedrale". Besichtigung des "Geplagten Gebäudes", das nach und nach immer wieder erweitert wurde. Jetzt stand ein weiterer Höhepunkt von "Palermo" auf dem Programm. Durch den schönen Park der "Villa Bonanno" sind wir zum "Normannenpalast" (Palazzo Reale) mit der von Mosaiken geschmückten "Kapelle Palatina". Hier haben wir uns auch die Kunstaustellung des Malers "Botero lapassion de Christo" (Dicker Jsus) angeschaut. Nicht weit davon steht die Einsiedelei "San Giovanni" mit seinem schönen Kreuzgang. Durch das Marktviertel "Albergheria" mit kleiner Kaffeepause haben wir den "Piazza Pretoria" mit seinem schönen Brunnen bewundert. Zum Schluss stand noch die Straßenkreuzung "Quattro Canti" im sizilianischen Barock auf dem Programm, welche Palermo in seine vier Stadtviertel teilt. Mit dem Bus zurück noch "Sferracavallo" wo wir noch fürs Abendessen einkauften. Den wunderschönen Tag haben wir mit Spagetti Bolngnese und einem Glas Rotwein vor unserem Bus ausklingen lassen.

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Dopnnerstag 21. Mai 2015

341438 Km     Karte der Etappe Tagesetappe 197 Km
Palermo San Vito lo Capo

Um 09:15 sind wir vom Campingplatz "Degli Ulivi" durch den Morgenverkehr von "Palermo" bei Nieselregen nach "Monreale" aufgebrochen. Um 11:15 haben wir den "Normannendom" mit seinen Mosaiken, diese wie in einem Bilder Comic die Bibel beschreibt. Der schöne Kreuzgang durfte natürlich auch nicht bei unserer Besichtungtour durch "Monreale" fehlen.
  "Kathedrale von Monreale"
[VII] Monreale, mit ihrem Panoramablick von der Hügelspitze aus über Palermo, und die Conca D’Oro, wäre eine ziemlich gewöhnliche Stadt, wäre es nicht für einen der weltweit überwältigendsten architektonischen Schätze: den Dom. Die Geschichte der Entstehung dieser herrlichen Kathedrale datiert zurück ins Jahr 831 als die Araber die Macht über Palermo übernahmen. Sie transformierten die Kathedrale in eine Moschee und verbannten den Bischof von Palermo aus der Stadt. Der Bischof wagte sich jedoch nicht zu weit weg von seiner geliebten Kathedrale und er ließ sich in einem kleinen Dorf in den Hügeln über Palermo nieder, dem Standort des heutigen Monreale. Dort erbaute er eine bescheidene Kirche zur Erhaltung des Gottesdienstes für die regionalen Christen. 240 Jahre später, im Jahr 1072, verdrängten die Normannen die Araber aus Sizilien, machten Palermo zu ihrer Hauptstadt und weihten die Kathedrale erneut ein. König Wilhelm II. gab 1074 aus Frömmigkeit, Danksagung und zum Gedenken an den verbannten Bischof den Bau der neuen Kirche in Monreale in Auftrag, die der Jungfrau Maria gewidmet wurde (eines der Mosaiken stellt die Übergabe der Kirche von König Wilhelm II. an die Madonna dar). Bei ihrer Fertigstellung im Jahr 1182 erhob Papst Lucius III. die prächtige Kirche zum Status einer Kathedrale. Vorurteilsfrei, tolerant und die vielen Aspekte der Kunst und Kultur aus Nordafrika und Nahost schätzend, stellte Wilhelm II. die besten arabischen und byzantinischen (sowie normannischen) Handwerksleute für die Arbeit an der Kathedrale an. Das Resultat ist die großartige und faszinierende Vermischung von Architekturstilen, künstlerischen Traditionen und religiöser Symbolik. Die asymmetrische, von zwei Wehrtürmen flankierte Fassade gibt wenig Hinweise zur Pracht des Inneren der Kathedrale. Der mit geometrischen Mustern und orientalischen Mosaik-Einlagen verzierte Marmorboden bildet die Unterlage und zwei Reihen von karthagischen Granitkapitellen tragen das weite, erhabene Mittelschiff aus Holz. Lanzettbögen schwingen von Säule zu Säule und ziehen das Auge zum Fenstergeschoss und dessen atemberaubende Kunstdarstellungen: über 6.500 m² Goldgrund-Mosaike, die biblische Szenen und die Heiligen, Könige und Engel darstellen, die alle von vergoldeten Motiven und üppigen Dekorationsmustern durchzogen sind. Diese güldenen Schönheiten ziehen sich von Bogen zu Bogen und gipfeln im Ostende in dem aus drei Apsiden bestehenden Chorschiff. In der Hauptapsis thront von hoch oben eine immense Darstellung von Christus als Pantokrator. Auf der äußeren Südseite der Kathedrale befindet sich ein weiteres künstlerisches und architektonisches Meisterwerk: der Kreuzgang. Im Jahr 1200 als Teil des der Kathedrale zugehörenden Benediktinerklosters gebaut, besteht der Kreuzgang aus 108 Doppelsäulen aus Marmor, einer gedeckten arabischen Arkade und einem quadratischen Brunnenhof. Jedes zweite Paar Doppelsäulen ist mit einem einzigartigen Mosaikmuster verziert (keine zwei sind gleich) und jede Säule ist oben mit einem floralen Kapitell abgeschlossen. Der Gesamteindruck ist nicht einer von perfekter Symmetrie - aber einer von absoluter Perfektion! Die wahre Schönheit liegt jedoch darin, dass Sie sich als Besucher zwar bewusst sind, dass Sie in den Kreuzgängen einer europäischen Kirche wandeln, es aber ebenso gut der Innengarten eines Herrenhauses im Damaskus oder im Kairo der Vergangenheit sein könnte!

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Nach einer Kaffeepause ging es weiter nach "Segesta". Im Ort suchten wir nach einem Hinweis auf die Tempelstätte vergebens. Ein freundlicher Einheimischer lotste uns mit seinem Auto aus dem Orts Labyrinth zu dem berühmten dorischen Tempel. Da das Wetter nicht zu einer Besichtigung einlud, haben wir von einem Hügel uns den Tempel von außen angeschaut. Nächster Stopp war um 15:00 "Trapani" das um die Mittagszeit wie ausgestorben war. Nach einem kleinen Rundgang mit Kaffeepause sind wir weiter nach "Erice" das auf einer Kuppe des gleichnamigen Berg auf 751 hm liegt. Regen und dichter Nebel verhinderte einen Besuch des mittelalterlichen Städtchen, das ein wenig an "Roteneburg an der Tauber" erinnert. Weiterfahrt in Richtung "San Vito lo Capo". Unterwegs haben wir noch einen Fotostopp bei einem Mormorsteinbruch eingelegt, bevor wir in dem Ort "San Vito lo Capo" den Campingplatz "La Pineta in Vito" suchten. Nach einigen Nachfragen haben wir auf dem Campingplatz "La Pineta in Vito" einen Platz bezogen. Am Abend wurde das Wetter wieder besser und wir konnten vor unserem Womo die Katoffelsuppe mit Würstchen genießen.

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Freitag 22. Mai 2015

341635 Km     Karte der Etappe Tagesetappe 112 Km
San Vito lo Capo nach Marsala

Um 10:15 sind wir vom Campingplatz "La Pineta in Vito" zum "Riserva Naturale dello Zingaro" gefahren. Unterwegs kleine Verzögerung wegen einer Schafsherde auf der Straße. Haben vor den Nationalpark "Riserva Naturale dello Zingaro" einen Parkplatz bekommen, und sind zur einer Rundwanderung Karte der Etappe gestartet. Renate hat mich ein Stück lang bis zum "Museo della Preistoria" begleitet. Nach einer Besichtigung mit vorführung des Plalmwedel Pflechten bin ich ab hier alleine weiter der Rundwanderung Karte der Etappe MM 22 folgend. Renate ist zurück zum Womo. Steil bergauf, mit schönem Blick auf das Meer ging es zum "Rifugio dell'Istice". Nächstes Ziel war der Weiler "Borgo Cusenza". Noch in den 1930er Jahren lebten hier ständig bis zu 14 Familien von der Landwirtschaft. In den 1960er Jahren wurde das Dorf endgültig verlassen. Nach und nach werden die Gebäude wieder restauriert und die Parkverwaltung fördert in einem Projekt hartweizenanbau mit traditionellen Methoden. An einer Wasserstelle steige ich an einem Taleinschnitt rechts ab. Vorbei an der Grotte "Mastro Peppe Siino" zur ContradaUzzo. Hier treffe ich auf den Hauptweg der mich zum Parkplatz zurück führt. Von dem riesigen Flächenbrand am 5. August 2012 hat sich hier die Natur sehr gut erholt, man sieht kaum noch die Folgen des Brandes.
  "RESERVAT DELLO ZINGARO"
Der Zingaro mißt eine Oberfläche von 1650 Hektaren. Ein ca. 7 Km langer Küstenstreifen, bestehend aus im Mesozoikum entstandenen Kalkfelsen, säumt das Reservat. Charakteristisch sind die kleinen zahlreichen Sandbuchten und die überhängenden, schroffen Kalksteinkliffs. Monte Speziale bildet mit seinen 913 m den höchsten Punkt. Beeindruckend sind die Karstformationen: Schichten aus Kalktuff und Reliefs aus dolomitischem Kalkgestein, das aus der mesozoischen Ära stammt, bilden die geologische Struktur. Die Morphologie der Landschaft präsentiert sich schroff, karg und steil. Die Bodenflächen des Reservats sind das Ergebnis der menschlichen Aktivitäten verflochten mit der Evolution der Natur. In der Tat war bis vor nicht allzulanger Zeit jede auch noch so kleine anbaufähige Oberfläche bepflanzt. Der Zingaro verzaubert durch seine strenge und rauhe Schönheit: beeindruckend sind die typischen Farben zu jeder Jahreszeiten, die weißen Sandbuchten, die eingefaßt in türkisfarbenem Meereswasser noch intensiver wirken, die einheimischen Zwergpalmen, Johannesbrotbäume und die harmonischen Formen der einzeln verteilten Bauernhäuser. Der Zingaro, Erd-Reservat, jedoch eng verbunden mit dem Meer , das die natürliche und unentbehrliche Ergänzung zur Landschaft bildet.

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Um 15:00 war ich wieder am Parkplatz und wir sind weiter durch "Trapani" zu dem die historische "Salz Museum" bei Nubia gefahren, dass im Privatbesitz der Familie Culcasi ist. Hier haben wir eine Führung durch das kleine Museum und Einweisung in die Arbeitsweise der Salinen Arbeiter erhalten. Die Salinen und die Mühlen sind natürlich ein wunderschönes Fotomotive das ich bei Abendsonne ablichtete!
  "Riserva Naturale Regionale delle Isole dello Stagnone"
Die Lagune und die "Saline von Trapani und Paceo" wurde 1984 zur Riserva Naturale Regionale delle Isole dello Stagnone einem regionalen Naturschutzgebiete das ca. 2000 Hektar umfasst und unter den Schutz des WWF Italien gestellt wurde. Die kleinen Inseln besitzen eine interessante Flora und werden von einigen seltenen Vögeln als Nistplätze genutzt. Die kleinste der vier Inseln ist Schola mit einer Größe von 80 x 50 Metern. Der Name wurde der Insel gegeben weil sich während der römischen Epoche eine Rhetorik Schule auf dieser kleinen Insel befand. Auf der Isola Grande der größten Insel die durch Sandablagerungen entstanden ist befinden sich noch alte Salzanlagen. Entlang der Küste an der Lagune Isole dello Stagnone befinden sich noch heute die größten Salinen von Sizilien. Von großer Bedeutung ist die Insel Mozia, es handelt sich hierbei um eine von Phöniziern besiedelte Insel auf der sich die Stadt Motya befand.
Weiter sind wir durch "Marsala" wo wir in "Petrosino" auf dem Campingplatz "Biscione" einen Platz bezogen. Wir waren auf dem schönen mit Palmen bestückten Platz der zweite Besucher. Ein Sehr gutes Restaurant gehört zu dem Platz, das wir am Abend besuchten. Nach dem sehr guten Abendessen haben wir den schönen Tag noch bei einem Glas Wein vor unserem Bus Revue passieren lassen.

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Samstag 23. Mai 2015

341749 Km     Karte der Etappe Tagesetappe 88 Km
Marsala nach Menfi

Um 09:20 sind wir vom Campingplatz "Biscione" nach "Marsala" gefahren und haben auf dem Parkplatz an der Markthalle unser Auto einem Parkplatzwächter für eine gringe Gebühr anvertraut. Durch die Fischmarkthalle sind wir zu einem Stadtrundgang Karte der Etappe in Richtung Alstadt aufgebrochen. Am "Piazza della Repubblica" haben wir die "Chiesa Madre" (Mutterkirche) von "Marsala" besichtigt, die dem heiligen Tommaso Becket, Erzbischof von Canterbury geweiht ist. Weiter durch die Altstadt der "Via XI Maggio" folgend sind wir zum "Piazza della Vittoria" mit dem Stadttor "Porta Nuova".
  "Marsala"
Ein Großteil der sehenswerten Gebäude befinden sich auf der zentrallen "Piazza della Repubblica" die man über eine kleine Strasse erreicht die man auf dem Foto sehen kann. Zu den besonderen Sehenswürdigkeiten gehört der Palast des 7. April, erbaut wurde dieser im 16 Jahrhundert als Sitz der Adeligen aus Pisa, doch die heutige Fassade stammt aus dem 18 Jahrhundert. In alten Zeiten fanden hier die Märkte sowie der Geldtausch statt und so gab man der Piazza vor diesem Gebäude den Namen „Loggia“ Den aktuellen Namen erhielt der Palast nach einem Aufstand im Jahre 1860 gegen die Adelsfamilien der Bourbonen.
Eine weitere Sehenswürdigkeit von Marsala ist die "Chiesa Madre oder Madrice" genannt.
Diese Kirche befindet sich an der zentralen Piazza der Stadt und beherbergt diverse Kunstschätze von großer Bedeutung. Entstanden ist die Kirche während der normannischen Besetzung, doch durch Restaurierungsarbeiten erhielt das Gotteshaus eine Barocke Fassade. Besonders schön sind die Gemälde aus dem 17 Jahrhundert die sich im Inneren der Kirche befinden und besichtigt werden können.
Im "Archäologischen Museum Baglio Anselmi" befinden sich einige interessante Fundstücke aus "Marsala" und Umgebung, unter anderem z.B. ein 35 Meter langes punisches Kriegsschiff das bei den "Isole dello Stagnone" gefunden wurde. Am "Capo Boeo" befindet sich der "Parco Archeologico di Marsala" in dem man die Überreste der römischen Epoche besichtigen kann.

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Den Zaun des Aussengeländes folgend sind wir zum "Archäologischen Museum Baglio Anselmi" gelaufen, wo wir das alte Punische Boot besichtigten. Durch die Aussenanlagen "ARCHEOLOGICA DI CAPO BOEO" sind wir zurück am klassizistischem "Cine Impero" vorbei und weiter durch die Altstadt zurück zum Auto. Wagen steht noch, aber unser Parkplatzwächter hat sich aus dem Staub gemacht! Ein weiteres Highlight von "Marsala" ist der berühmte "Marsalawein". Hier gibt es einige "Bagli, Cantine oder Stabilimenti" wo mann die alten Keller besichtigen kann.
  "Marsalawein DOC"
Die Stadt "Marsala" ist aber auch Namensträger des weltweit bekannten "Marsalawein DOC". Der "Marsalawein" wird auf den Feldern zwischen Marsala und Trapani angebaut. Den Ursprung dieser Weinproduktion ist dem Engländer "John Woodhouse" zu verdanken der um 1773 eine Weinproduktion dort errichtete. "Joseph Whitaker" der im 19 Jahrhundert die "Insel Mozia" kaufte und in den Folgejahren den Marsalawein nach England exportierte trug maßgeblich dazu bei aus diesem Wein ein erstklassiges Produkt zu machen. Der Marsalawein wird in fünf Qualitätsstufen unterschieden:
Fine:
17° Alkohol / mindestens 1 Jahr gereift
Superior:
18° Alkohol / mindestens 2 Jahr gereift
Superior Reserva:
18° Alkohol / mindestens 4 Jahr gereift / Säure zwischen 1,3 - 3,5 Gramm pro Liter
Vergine/Soleras:
Über 18° Alkohol / mindestens 5 Jahr gereift / Säure über 3,5 Gramm pro Liter / Zucker unter 4%
Vergine/Soleras Stravecchio oder Vergine Soleras Reserva:
Über 18° Alkohol / mindestens 10 Jahr gereift / Säure über 3,5 Gramm pro Liter / Zucker unter 4%
Nicht weit von unserem Parkplatz besuchten wir die "Cantine Florio". Wollten eine Weinkellerführung mitmachen, war aber leider wegen einem Oltimertreffen nicht möglich. Der Verkaufsladen hatte aber offen, und so haben wir in dem schönen Verkaufsraum 3 Flaschen "Marsalawein" als Mitbringsel ausgesucht, und anschließend uns die alten Autos auf dem Hof angeschaut. Weiterfahrt zur Küstenstadt "Mazara del Vallo" wo wir unser Auto am Stadtpark mit den riesigen Gummibäumen abstellten. Von hier sind wir zu einem ausgiebigen Stadtrundgang aufgebrochen.
  "Mazara del Vallo"
Die Geschichte von Mazara del Vallo ist wie bei den anderen Ortschaften an der Westküste Siziliens durch die Phönizier bestimmt gewesen. Im 5. Jahrhundert vor Christus gründeten die Phönizier die Ortschaft Mazar, die nach dem ersten Punischen Krieg von den Römern erobert wurde. Die Römer kümmerten sich nicht sonderlich um die Hafenstadt und so geriet Mazara del Vallo in Vergessenheit bis die Araber 827 die Stadt eroberten und als wichtigen Handelshafen förderten. Die Normannen eroberten die Stadt um 1086 unter der Herrschaft von Roger I der dort seinen Regierungssitz einrichtete. Zwischen dem 17. Und 18. Jahrhundert wurde die Hafenstadt zum Bischofssitz und man erweiterte die islamisch anmutende Architektur vieler Gebäude durch Barocke Bauwerke. Heute ist Mazara del Vallo die Hafenstadt mit der größten Fischereiflotte Italiens, der Fischfang und die Weiterverarbeitung sind der wichtigste Wirtschaftszweig dieser sizilianischen Küstenstadt. Vom Hafen in Mazara del Vallo kann man auch Fähren nehmen die einen auf die Insel Pantelleria oder nach Porto Empedocle bringen. Am Hafen findet auch der Fischmarkt statt, er gilt als wirtschaftlicher Mittelpunkt der Küstenstadt. Die meisten Sehenswürdigkeiten konzentrieren sich in der Nähe der Piazza della Repubblica wo sich die Kathedrale sowie der Bischofspalast befinden. Die Kathedrale Santissimo Salvatore wurde während der normannischen Epoche auf Wunsch von Roger I um 1086 erbaut und erhielt 1696 eine Modernisierung im Barockstil die vom Architekten Don Pietro Castro realisiert wurde. Die aktuelle Fassade ist aus dem Jahr 1906. Bevor die Kathedrale an diese Stelle gebaut wurde befand sich dort eine arabische Moschee.
Kaffeepause auf der Zentralen "Piazza della Repubblica" mit Blick auf die "Kathedrale Santissimo Salvatore". Bei dem Rundgang durch die Altstadt sind wir vielen Kachelbildern an Häusern und auf der Straße begegnet, die in den letzten Jahren von einem Künstler gestaltet wurden. Weiterer Höhepunkt war das "Museo del Saitro" mit dem tanzenden Jüngling (Derwisch). Die Bronze Statur stammt aus der Mitte des 4. Jh. v. Chr. Am Hafen entlang an unzähligen Fischerboote vorbei sind wir zu unserem Auto und weiter nach "Selinunte" gefahren. Hier habe ich die gigantische Tempelanlage besichtigt.
  "Selinunte"
Selinunt (Selinunte) ist einer der größten archäologischen Ausgrabungsstätte in Europa. Der antike Name dieser Stadt lautete Selinon, was soviel wie wild wachsende Petersilie bedeutet. Wahrscheinlich gab man Ihr den Namen weil in dieser Gegend die Wildpetersilie in verstärkter Form anzutreffen war. Im unteren Bereich der Akropolis wurden 5 Tempel errichtet von denen zum Teil nur Ruinen übrig geblieben sind. Einige Säulen der vielen Sakralbauten stehen noch und zeigen deutlich was für ein Aufwand dort betrieben wurde. Die Tempel dort haben keine Namen sondern sind mit Buchstaben gekennzeichnet da es so viele sind. Der Größte im Bereich der Akropolis ist der Sakralbau C der zwischen 580 und 560 V. Chr. erbaut wurde. Er besitzt eine Länge von 63 m. und eine Breite von 24 Metern. Die Säulen sind mit 8,7 Metern höher als bei den meisten anderen Sakralbauten auf Sizilien. Oberhalb des antiken Stadtzentrum von Selinunt sowie westlich des Fluss Modione befinden sich zwei Nekropolis. Östlich vom antiken Stadtzentrum befinden sich weitere 3 Tempelanlagen, hier findet man auch den größten in diesem archäologischen Park. Es ist der Tempel G der dem Göttervater Zeus geweiht ist, er ist 110 Meter lang und 50 Meter breit. In seiner Nähe finden sich zwei weitere Tempel die wohl Athene und Hera geweiht wurden.
Nach einer Pause in einem Reataurant vor der Tempelanlage, wo ein bunt bemahlter , "Fiat 500" zu Werbezwecken stand sind wir weiter zu unserem Tagesziel dem Campingplatz "La Palma" in der nähe von "Menfi". Hier haben wir noch den Sonnenuntergang bei einem Strandspaziergang erleben dürfen. Vor dem Bus mit Flicejacke zu Abend gegessen und den erlebnisreichen Tag Revue lassen passieren und ab zur wohlverdienten Nachtruhe.

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Sonntag 24. Mai 2015

341837 Km     Karte der Etappe Tagesetappe 194 Km
Menfi nach Licata

Um 10:00 sind wir vom Campingplatz "La Palma" in der nähe von "Menfi" nach "Sciacca" gefahren. Unterwegs haben wir einen Fotostop an den riseigen Antichockenfelder gemacht. Am Hafen von "Sciacca" haben wir einen Parkplatz ergattert. Die Altstadt und der Dom haben wir besichtigt. Seit dem Mittelalter ist der malerische Fischerort Sciacca berühmt als Heil- und Thermalbad. Zu Karneval wird die sizilianische Kleinstadt zum Mittelpunkt farbenfroher und traditioneller Umzüge. Weiter sind wir zum "Castello Incautato" gefahren, wo wir das Museum von "Filippo Bentivegna" besichtigten. Vom Hafen bietet sich ein herrlicher Blick auf die prächtige Kulisse der farbenfrohen Häuser von Sciacca, die dichtgedrängt den Hang bedecken. Im Sonnenlicht reflektieren die Hauswände die warmen Farben des Südens. Die Altstadt von Sciacca erhebt sich steil über dem Hafen.
  "Verzaubertem Schloss mit tausenden skurrilen Köpfen"
Als besondere Sehenswürdigkeit von Sciacca gilt das "Verzauberte Schloss" des einstigen Künstlers Filippo Bentivegna. Beeindruckend ist der Garten mit einer Ansammlung von bizarren Steinköpfen. Sciacca - Im Garten von Filippo Bentivegna. Aus einfachen Verhältnissen stammend, wurde Filippo Bentivegna 1888 in Sciacca geboren. Im Jahre 1913 emigrierte er nach Amerika. Dort fand er jedoch nicht das ersehnte Glück. Sein Leben nahm eine unerwartete Wendung. Aufgrund einer Kopfverletzung, die durch einen Streit verursacht wurde, litt er an Gedächtnisstörungen. Filippo Bentivegna kehrte als gebrochener Mann zurück in seine Heimatstadt Sciacca. Dort lebte er als sonderbarer Künstler einsam und abgeschieden am Fuße des Monte Kronio. In seinem "Castello Incantato" meißelte er im Laufe seines Lebens eine enorme Zahl von ungewöhnlichen Köpfen in Stein und schnitzte Gesichter in das Holz von Olivenbäumen.
Verzaubertes Schloss - Castello Incantato
Sciacca - Wandmalerei von Filippo BentivegnaDer Garten liegt außerhalb von Sciacca auf einer Anhöhe in einem Olivenhain mit herrlichem Blick
aufs Meer. Wege mit herrlichem Flußstein-Mosaik bedeckt sind umgeben von alten knorrigen Olivenbäumen. Überall auf dem Gelände sind Tausende der skurrilen Steinköpfe zu bestaunen. Sein Haus, das Filippo Bentivegna sein Leben lang bewohnte, schmücken terracottafarbene Wandmalereien. Skizzen von Wolken­Kratzern erinnern an seine Zeit in Amerika.
Filippo der tausend Köpfe
Sciacca - Verzaubertes Schloss. Als "Filippo der tausend Köpfe" im Alter von 79 Jahren am 01. März 1967 starb, hat er ein bedeutendes Werk für Sciacca und die Insel Sizilien hinterlassen. Seine Arbeit wird als Art Brut – Kunst von Sonderlingen ohne künstlerische Ausbildung – charakterisiert. Einige seiner skurrilen Skulpturen befinden sich im Musée de l’Art Brut in Lausanne, der größten Sammlung weltweit von Art Brut.

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Weiter ging es zum zum "Capo Bianco" in "Eraclea Minoa". Der schöne und lange Strand von "Eraclea Minoa" mit seinem weißen Sand wird vom hohen, weißen Felsen des Kaps und einem prächtigen Pinienhain abgeschlossen. Hier war am Strand noch nichts los, es war halt noch keine Badesaison. Im Juni / Juli sieht es hier wahrscheinlich anders aus. In "Siculana Marina" haben wir eine Pause eingelegt, bevor wir nach "Agrigento" gefahren sind. Von unserem Parkplatz sind wir über viele Stufen durch die Altstadt zum "Dom" aufgetiegen. Der wurde gerade renoviert, aber mann konnte bei einer Führung durch den "Dom" teilnehmen. So bin ich mit einem Privatführer zur Besichtigung gestartet. Die Führung, ein Führer und ich ging durch die "Kathetrale" und auf den "Glockenturm". Von hier hatte ich einen Super Blick auf die Stadt "Agrigento" und die "Tempelanlagen".
  "Agrigento"
Daß Agrigento eine der bekanntesten Städte auf Sizilien ist, liegt nicht an der Stadt selber. Sizilien-Urlauber zieht es vielmehr in das Tal der Tempel. Sie möchten dort die am besten erhaltenen griechischen Tempel außerhalb Griechenlands sehen. Das ist ein wenig schade, denn auch die Altstadt von Agrigento ist einen Blick wert. Die perfekte Zeit beide zu besuchen ist der Winter. Besonders im Januar haben Sie so die Chance, die riesigen Tempel ganz auf sich alleine wirken zu lassen. Ein unvergessliches Erlebnis! Die Lage der Kathedrale ist ein weiterer Grund, den Besuch Agrigentos in den Winter zu legen. Es geht nämlich, von der Via Atenea aus, quer durch die engen Gassen der Altstadt recht steil nach oben. Oben angekommen stehen Sie zuerst einmal vor einem klotzigen Turm. Falls Sie in Ihrem Sizilien-Urlaub schon ein paar andere Städte besucht haben, z.B. Cefalù, ist dieser Turm vielleicht ein Déjà-vu-Erlebnis. Ja, auch in Agrigento haben die Normannen ihre Spuren hinterlassen. Ihre Kirchen glichen häufig eher militärischen Anlagen. Daher verwundert es auch nicht, daß die Kathedrale auf dem höchsten Punkt der Altstadt liegt. Die Normannen hatten allerdings die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Die Altstadt Agrigentos steht auf einem geologisch unsicheren Untergrund. Die Kathedrale ist daher im Moment eine Baustelle und kann nicht betreten werden. Sie ist trotzdem ein "Muss" für jeden Sizilien-Urlaub: Ihr Äusseres und ihre Lage sind den "Aufstieg" durch die Altstadt allemal wert.
Nach der Führung haben wir noch die Kirche "St. Maria Dei Greci" aus der Normannenzeit, die auf einem "Dorischen Tempel" erbaut wurde besichtigt. Zurück am Auto ging es zu unserem Tagesziel, dem Campingplatz "Due Rocche" in der nähe von "Falconara". Nach einem Strandspaziergang wollten wir im Restaurant am Campingplatz einkehren, war aber geschlossen. Sind dann zu einem Restaurant in den Ort "Falconara" aufgebrochen. Aber der Weg über die Schnellstarße war doch zu gefährlich, so ging es wieder zurück zum Bus. Um 21:00 haben wir dann Linsensuppe mit Würstchen vor unserm Womo genossen, und den Abend bei einem Glas Rotwein ausklingen lassen.

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Montag 25. Mai 2015

342031 Km     Karte der Etappe Tagesetappe 144 Km
Licata nach Piazza Armerina

Um 10:45 sind wir vom Campingplatz "Due Rocche" in der nähe von "Falconara" aufgebrochen. Durch eine weiße Plastikgewächshäuser Landschaft für Honigmelonen ging es nach "Riesi". Kaffeepause im Ort mit anschließendem Einkauf von Tesaband und Nägel in einem kleien Eisenwaren Laden. Nächstes Ziel war das "Museo del Solfare" (Schwefelmusem) in "Sommatino". Bei einer exclusiven Führung in italienisch und ein wenig deutsch haben wir das interesante Essemble rund um den Schwefelabbau und der Veredelung erkundet. Die Geschichte und die harten Arbeitsbedingungen der Arbeiter ging uns unter die Haut. Weiter sind wir nach "Caltanisetta" gefahren, wo wir einen alten Herr auf der Straße aufgelesen und bis ins Zentrum mitgenommen haben. Um 14:30 sind wir dann zu einem Stadtrundgang durch den Ort aufgfebrochen. Die "Piazza Garibaldi" mit großem Neptunbrunnen haben wir besichtigt, weiter ging es zur Kirche "San Sebastiano" und zum "Dom von "Caltanisetta". Nächstes Ziel war der Mittelpunkt der Insel, Nabel von Sizilien "Enna" den wir um 16:00 erreichten.

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  "Enna, das Herz Siziliens"
[VIII] Ein Landstrich, in dem alles vereint ist, was Sizilien so einzigartig macht. Man kann zwischen den Ruinen vergessener Zeiten spazieren und noch das Leben, das sich einst hier abspielte spüren. Man kann in den Wäldern wandern und verzauberte Orte entdecken. Man kann die gute Küche genießen und den traditionellen Geschmack neu entdecken. Man kann Volksfeste besuchen und die lokalen Traditionen kennenlernen. All das kann man in Enna. Kieferwälder, Eichen und Buchen, mit Pappeloasen, Weiden und Ulmen, färben die Anhöhen, die von einem tiefen Tal durchschnitten werden, in dem die für Sizilien typischen Zitrusfrüchte üppig wachsen. Kleine und große Wasserflächen unterbrechen die weiten, grünen Flächen und erzeugen einen eindrucksvollen Farbeffekt mit dem Wasserblau , das von den Sonnenstrahlen beleuchtet wird. "Provinz der Seen", so wird Enna auch genannt, die einzige Provinz in Sizilien, die nicht direkt am Meer liegt, dafür aber zahlreiche Seen bereichert ist. Auf dem ganzen Gebiet findet man die Spuren antiker Herrschaften. Archäologische Ausgrabungen erzählen von der Hellenisch-Römischen Zeit, Burgen und mittelalterliche Dörfer von den Normannen, den Schwaben und den Aragonesen. Einzigartige Architekturen zeugen von der Verbreitung des Barocks von der Ostküste ins Landesinnere. Ein einzigartiges Gebiet auch was den Geschmack anbelangt, mit typischen Produkten, die die Liebe und harte Arbeit seiner Einwohner wiederspiegeln. Eine Reise in die Perle des Mittelmeers kann nicht ohne einen Halt im Belvedere Italiens sein "...auf dem Wolken ziehen und Sonnenuntergänge scheinen" (Guido Piovene).
Haben unser Auto am "Roca di Cerere" abgestellt, und sind von hier zu einem Stadtrundgang durch "Enna" gestartet. Zum zentralen Hauptplatz der "Piazza Vittorio Emanuele" wo wir die Kirche "Chiesa di San Francesco" besuchten. Der "Duomo" von 1307 wurde mit seiner schönen Holzdecke auch erkundet. Zurück am Auto ging es zu unserem Tagesziel, dem Campingplatz "Trattoria la Ruota" in der Nähe von "Piazza Armerina". Alleine auf dem schönen kleinen Platz, leider hat das Super Restaurant nur Mittags geöffnet. So sind wir zum Abendessen in das nahe gelegene "Ristorante Mosaici" aufgebrochen. Essen ging schnell, vor gekocht, war nicht der Renner. Zurück am Platz haben wir den Abend vor dem Bus ausklingen lassen.

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Dienstag 26. Mai 2015

342173 Km     Karte der Etappe Tagesetappe 188 Km
Piazza Armerina nach Catania

Um 09:40 sind wir vom Campingplatz "Trattoria la Ruota" in der nähe von "Catania" zur "Villa Romana del Casale a Piazza Armerina" aufgebrochen. Da wir sehr früh waren konnten wir ohne Probleme einen Parkplatz ergattern. 3500 qm Mosaik stand auf den Programm. Da wir sehr früh zur Besichtigung gestartet sind, konnten wir fast ungestört die Atraktionen der Villa erkunden.

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  "Villa Romana del Casale a Piazza Armerina"
[VIII] Piazza Armerina ist eine Stadt im Herzen Siziliens, deren historische Kunstmeisterwerke das noch intakte Stadtbild kennzeichnet. Ein Höhepunkt unter den vielen Sehenswürdigkeiten ist die römische Villa Del Casale aus dem Ende des 4. Jh. damaliger Wohnsitz einer römischen Adelsfamilie. Ein bemerkenswertes Landhaus, dessen Charme, hauptsächlich von den bezaubernden Mosaiken gekennzeichnet ist. Diese gelten als die schönsten und besterhaltenen ihrer Art und die Feinarbeit mit der, diese klare und präzise Bilder und die zahlriechen Farbnuancen kreiert wurden, haben 1997 die Anerkennung der UNESCO als Weltkulturerbe erhalten. Die Schönheit und der einzigartige Prunk der Architektur und deren Dekoration, machen diese Villa zu einem der bedeutendsten Beispielen einer Repräsentanz Villa aus der Zeit. Die Villa stammte aus dem Zeitraum 320-350 n.Chr. und scheint der Besitz einer römischen, aristokratischen Senator-Familie zu sein, wahrscheinlich eines Gouverneurs Roms (Praefctus Urbi). Anderen Theorien nach wurde diese für einen hohen Kaiseroffizier errichtet und erweitert, Maximus Erculeus, Tetrarch von Diocletian. Wichtige Ausgrabungen in der Mitte des 20. Jh. haben etwa 3.500 Quadratmeter an Boden- und Wandmosaiken in einem geometrischen und illustriertem Stil freigelegt sowie Säulen, Statuen, Kapitellen und Goldmünzen. Der Lebensstil des Hausbesitzers wird anhand dieser Boden- und Wandmosaiken zelebriert sowie durch den Prunk, der in allen Wohnräumen sichtbar ist. Außerdem sichtbar ist hier ein afrikanischer Einfluss, die auf die Arbeit afrikanischer Meister hinweisen. In diesen Mosaiken kann man verschiedene Stile und Narrativ-Zyklen erkennen: einer ist der Mythologie und Homers Gedichten geweiht, ein weiterer der Natur und dem Alltagsleben der römischen Aristokratie. Vier sind die Bereiche der Villa, die durch die Ausgrabungen freigelegt wurden: Der monumentale Eingang mit dem Innenhof in Hufeisenform; Der Zentralkörper der Villa, errichtet um einen Hof mit Garten; Ein großer Sall mit drei Absiden (Trichora); Die Thermalanlage. Im Dezember 2012 wurden die Restaurierungsarbeiten abgeschlossen, die einen großen Teil der Mosaiken und die Wandmalereien betrafen. Heute kann man verschiedene Bereiche der Stätte besichtigen: den Bereich der Thermen; den Eingangsportikus und den Ehrenbogen; das Vestiarium und den Peristyl-Portikus; die Pflegebereiche wie den Raum „Kleine Jagd“, den Gang „Große Jagd“ und den Raum „Palestrite“; die nördlichen Herren-Appartements mit dem Mosaik von Herkules und Polyphemos und dem „Amor und Psyche“ Raum; die südlichen Herren-Appartements mit der Darstellung des Mythos des Areions und dem Raum von Eros und Pan; das Triklinium und den Portikus; die Basilika.

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Nach einem ausgiebigen Rundgang durch die "Villa Romana del Casale" waren wir um 11:30 wieder am Parkplatz, wo jetzt jede Menge Busse standen. Jetzt ging es weiter mit einigen Umleitungen ins Hinterland in die Nähe von "Villadoro". Am Haupteingang de "Riserva Naturale Orientata Monte Altesina" bin ich um 13:30 zu der schönen Wanderung vom "Michael Müller Verlag" "Wanderführer Sizilien MM-Wandern" Nr.35 Karte der Etappe durch den Nationalpark gestartet. Renate ist noch bis zum Besucherzentrum mitgelaufen, und zurück zum Auto wo sie auf mich gewartet hat.
  "Auf den Monte Altesina Tour 35"
[IX] Vom Höchsten Giptel des Erei-Gebirges überblicken wir weite Teile Siziliens. Die strategische Lage war seit der Bronzezeit bekannt. Araber machten den antiken Mons Aereus (luftiger Berg) im 10. Jh. zum Mittelpunkt ihrer geodätischen Vermessung Siziliens. Alte Hirten- und Köhlersteige durch Steineichenwälder und über Almwiesen wurden als Wanderwege neu belebt.

 

Der Haupteingang des Naturschutzgebietes "Riserva Naturale Orientata Monte Altesina" liegt an der SP 30. Sollte das Tor der Forstbehörde geschlossen sein, benutzen wir den seitlichen Fußgängerdurchlass und folgen der gekiesten Forststraße bergauf. Vor dem großen Löschteich informiert eine Wandertafel. Nach links geht es vorbei an Picknickzone und WC. Auf Höhe des Centro Visitatori (Besucherzentrum) verlassen wir die Forststraße nach links und folgen dem ausgeschilderten Wanderweg „Sentiero Monte Altesina" durch den Eichenmischwald bergauf. Ein Zaundurchlass führt auf die Schotterstraße, der wir in westliche Richtung bergauf folgen. Die nach 20 m links abzweigende Piste ignorieren wir. Rechter Hand stehen auf einem Sandsteinblock die Mauerreste des Cummintazzu, eines kleinen mittelalterlichen Konvents. Kurz danach steht an einer Kreuzung eine weitere Wandertafel. Die rechts abzweigende Kiesstraße, als „Sentiero Monte della Campana" ausgeschildert, ist unser Rückweg. Wir folgen der Kiesstraße geradeaus, am Teich und der schräg aufragenden Sandsteinwand links vorbei. Wenige Minuten später biegen wir rechts ab auf den ausgeschilderten "Sentiero Sito Archeologico" Der schöne alte Steig führt in engen Serpentinen zwischen Sansteinfelsen und im Halbschatten von Steineichen rasch bergauf. Es sind uns Blicke vergönnt über die Orte Leonforte, Nicosia, Agira, Regalbuto und endlose Hartweizenfelder in Richtung Ätna. Der Pfad schwenkt nach Westen, quert einen Kiefernhang und trifft auf eine Forststraße, der wir nur wenige Schritte nach rechts folgen (links geht es zum 1.042 m hohen Nebengipfel Monte Altesinella). Nach 5 m verlassen wir die Forststraße wieder (alternativ kann man auch auf der Forststraße aufsteigen, die beiden Wege treffen sich) und steigen rechts auf dem Pfad im lockeren Kiefernforst weiter aufwärts. Dann treffen wir erneut auf die Piste und folgen ihr rechts bergauf. Nach ein paar Spitzkehren öffnet sich der Blick nach Westen. Linker Hand liegt hinter dem Holzzaun eine kleine archäologische Zone. Durch einen Zaundurchlass führt ein kurzer Stichweg, vorbei an Zisternen, bronzezeitlichen Kammergräbern und Resten der antiken Akropolis, auf den Gipfelgrat des Monte Altesina. Inmitten ausgedehnter Weide- und Ackerflächen sieht man Villadoro und Cacchiamo liegen. Gut zu erkennen ist auch das dichte Netz alter Trazzere (Fernweidewege), die häufig dem Verlauf antiker Straßen folgen, deren Kontrolle von diesem Gipfel ausgeübt wurde. Jenseits von Serra del Vento und Monte Zimmara erheben sich die Madonie- und Nebrodi-Gebirge. Zurück auf dem Hauptweg, gehen wir links und erreichen kurz darauf ein kleines Grasplateau. Hier gabelt sich der Weg. Wir wählen den Abzweig rechts flankiert von zwei kleineren Felsbrocken ("Sentiero Monte della Cainpana"). Der Pfad fällt in engen Serpentinen zwischen bemoosten Sandsteinfelsen im Eichenschatten ab, durchquert einen Grassattel und folgt der Kammlinie, die weiter östlich im Monte della Campana gipfelt. Von einer Felsgruppe genießen wir den Blick zurück auf den Gipfelgrat des Monte Altesina. Dann wird der Abstieg steiler, Baumstämme und Felsen erweisen sich als gute Kletterhilfen. Der Pfad schwenkt auf die Nordseite des Grates und trifft etwa 0:15 Std. nach der Felsgruppe auf eine querende Forststraße, der wir rechts folgen. Nach kurzem Zwischenanstieg in die Mulde am Fuße des Monte della Campana fällt die Forststraße in weiten Schwüngen zur Kreuzung am Ostufer des Teiches ab. Hier schließt sich der Kreis, und nach links kehren wir auf bekanntem Weg zum Ausgangspunkt zurück.
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Um 16:00 war ich wieder am Auto, und wir sind weiter über kurvige Bergstraßen und der Autobahn in Richtung "Cartania" gefahren. Unterwegs schwere Regenfälle, und durch "Cartania" durch überflutenden Straßen zu unserem Tageziel den Campingplatz "Jonio" den wir um 19:00 erreichten. Hier bekamen wir einen Stellplatz in der ersten Reihe direkt am Meer. Am Abend gab es Fleischplanzerl mit Salat! Den Abend haben wir noch vor unserem Bus genossen und konnten den hellerleuchteten Fischerbooten vor der Küste beim Fischfang zuchauen. Ab ins Bett und die Nachtruhe mit Meeresrauschen genossen.

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Mittwoch 27. Mai 2015

342173 Km     Karte der Etappe Tagesetappe 217 Km
Catania nach C.da Punta Braccetto

Um 09:20 sind wir vom Campingplatz "Jonio" nach "Caltagirone" aufgebrochen. Hier haben wir die Stadt, die durch ihre "Keramik" bekannt ist, ausgiebig erkundet. Nach dem wir einen Parkplatz ergattert hatten, haben wir zuerst den "Dom" besichtigt. Die Krippenaustellung wurde bewundert und weiter ging es zur "Piazza Umberto". Das Rathaus erkundet und weiter zur berühmten Treppe "La Scala" mit den schönen Mosaik Fliesen. Über die Brücke sind wir zum "Keramikmuseum" gewandert, das wir ausgiebig besichtigten. Durch die Parkanlage ging es zurück zum Auto.
  "Caltagirone"
Der Name Caltagirone leitet sich von der arabischen Bezeichnung „Cal´at – Jerum“ ab, „Schloss der Grabstätten“ übersetzt. Im Gebiet von Caltagirone befindet sich eine beträchtliche Anzahl an Grabstätten diverser Epochen die bis in die Bronzezeit zurückreichen und dadurch zur antiken Namensgebung beigetragen haben. Dem folgte die Bezeichnung Cal´at Ghiran, das Schloß der Vasen aufgrund der vielen Keramikfunde die schon zu antiken Zeiten dort gefunden worden sind.
Geschichte
Das erste bewohnte Dorfzentrum befand sich in der Umgebung eines antiken Schlosses das in der griechischen Ära entstanden ist. Im Jahr 1030 wurde die Stadt von einer ligurischen Kolonie unter der Führung des byzantinischen General Giorgio Maniace belagert und erobert. Bald darauf, im Jahr 1090 nahm der Graf Roger von Altavilla den Vorort in Besitz und christianisierte diesen. 1458 wurde ein Parlament zusammengerufen bei dem Giovanni von Aragona zum Prinzen von Caltagirone ernannt wurde und somit zum Heerscher über ganz Sizilien wurde. Die Erdbeben von 1542 und von 1693 zerstörten die Stadt vollständig. Durch das wirken einiger Architekten wie Rosario Gagliardi (1682-1762), Francesco Battaglia (1701-1778) und Natale Bonaiuto (18. Jahrhundert) erhielt die Kleinstadt einen barocken Anblick. Zwischen 1622 und 1800 war die Stadt der Sitz der Universität, die vom König Phillip III gegründet wurde und um 1800 wurde die Stadt zum Bischofsitz ernannt.
Sehenswürdigkeiten
Von architektonischer Bedeutung ist der normannische Dom, der dem Heiligen Julius geweiht ist. Im Inneren befinden sich wunderschöne Gemälde von Francesco Vaccaro (1802-1882) einem bedeutenden Künstler dieser Zeit. Eine weitere bedeutungsvolle Sehenswürdigkeit ist die Kirche des Kollegium, die im Jahr 1593 von den Jesuiten errichtet wurde. Erwähnenswert ist auch die Kirche des Heiligen Jakob, die nach dem Erdbeben im Jahr 1693 wieder aufgebaut wurde sowie die Kirche der Heiligen Maria del Monte. Letztere ist durch eine große Treppe, die sogenannten Scalinate zu erreichen. An dieser Treppe befinden sich diverse handbemalte Keramikkacheln die von verschiedenen Künstlern zur Verzierung dieser Treppe befestigt wurden.
Keramikmuseum
Das Museum ist sehr interessant. Es illustriert die Entwicklung der Keramik mit handwerklichen Stücken aus ganz Sizilien von der Urgeschichte bis anfangs 20.Jh., mit spezieller Berücksichtigung der Manufaktur von Caltagirone.
Sektion der antiken Welt
Keramische Fundstücke aus der Urgeschichte, Frühgeschichte, aus der klassischen, römischen und frühchristlichen Zeit
Sektion Mittelalter
Massstäbliche Modelle einiger mittelalterlichen Brennöfen von Agrigento Handgefertigte Keramik aus dem 10. bis 15.Jh. (Stuckatur aus normannischer Epoche aus der Kirche S. Giuliano von Caltagirone)
Sektion Zeit nach dem Mittelalter und Moderne
Keramik aus Caltagirone vom 16.-18.Jh. Keramik aus Caltagirone vom 18.-19.Jh. Typische Manufaktur von allen sizilianischen Keramikfabriken
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Um 14:45 waren wir wieder am Auto, und wir sind weiter nach "Ragusa" gefahren.
  "Ragusa"
Der Stadtkern besteht aus zwei Teilen, die durch eine Schlucht getrennt sind. Im Osten liegt an der Stelle der alten Stadt die Unterstadt Ragusa Ibla mit prächtigen Bauten im Stil des sizilianischen Barocks aus dem 18. Jahrhundert. Hier befindet sich ein großer Teil barocker Kirchen und Paläste. Auf einer Anhöhe im Westen liegt die ebenfalls im 18. Jahrhundert eher nüchtern und geometrisch angelegte Oberstadt Ragusa Superiore. Hier lebt der größere Teil der Stadtbewohner. Neben den Verwaltungsgebäuden der Stadt steht hier die Kathedrale San Giovanni. Verbunden sind die beiden Stadtteile über drei Brücken. Die älteste Brücke, Ponte dei Cappuccini oder auch Ponte Vecchio stammt aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Sie ist 114 m lang und führt in 40 m Höhe über einen alten Steinbruch.
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Hier haben wir nach einer Kaffeepause die "Kathedrale San Giovanni Battista" und die Kirche "Kirche San Giorgio" besichtigt. An dem vom Architekten "Angiolo Mazzoni" in Futuristische Architektur erbauten Postamt vorbei ging es über die "Ponte Vecchio" zur Unterstadt Ragusa Ibla. Zurück zum Auto sind wir weiter zum Schloß "Donnfugata" gefahren, das gerade eine gründliche Renovierung erhielt. Durch unzählige Treibhauskulturen wo Auberginen angebaut wurden, erreichten wir zu unserem Tageziel den Campingplatz "Baia dei Coralli" in "C.da Punta Braccetto" den wir um 17:00 bezogen haben. Hier bekamen wir einen Stellplatz in der ersten Reihe direkt am Meer und ein eigenes Bad mit Schlüssel zugewiesen. Nach dem wir die Waschmaschine mit unserer Wäsche bestückt hatten, wollten wir noch im Restaurant Essen gehen. Saison war noch nicht eröffnet, und das Restaurant geschlossen. So haben wir selbst gekocht, den Super Nudeleintopf vor unserem Bus zu uns genommen, und den schönen Sonnenuntergang genossen. Ab ins Bett und bei Meeresrauschen zufriedenn eingeschlafen!

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Donnerstag 28. Mai 2015

342173 Km     Karte der Etappe Tagesetappe 100 Km
C.da Punta Braccetto nach Lignano Sabbiadoro

Um 10:30 sind wir vom Campingplatz "Baia dei Coralli" in "C.da Punta Braccetto" zur unterirdischen Totenstadt in "Cava D'Ispica" gefahren, wo wir um 11:30 unser Womo auf dem Parkplatz abstellten. Von hier sind wir zur Besichtigung des interessanten Archäologischen Park aufgebrochen.
  "Cava D'Ispica"
[V] In der Nähe von Módica, nur einige Kilometer entfernt liegt in östlicher Richtung einer der Eingänge zur Cava d'Íspica. Der Archäologische Park umfasst eine ganze Reihe von Grotten, die teilweise schon in der Steinzeit aus dem Fels geschlagen
wurden; eine hier entdeckte Pferdezeichnung könnte bis zu dreitausend Jahre alt sein. Die Grotten dienten den Sikulern als Grabhöhlen, in späterer Zeit als christliche Katakomben, Gebetsstätten und Wohnungen. Auch heute noch wird ein Teil von ihnen als Lagerräume genutzt. Ein Highlight sind die Larderia genannten Katakomben aus dem 4./5. Jh. Sie liegen unweit unterhalb des Eingangs und bestehen aus drei Korridoren, aus deren Boden und Seitenwänden in engstem Abstand Grabnischen gehauen wurden. Ein Doppelgrab wurde dabei so raffiniert konstruiert, dass die seitlichen vier Säulen die Decke zu stützen scheinen. Zu besichtigen sind auch der Komplex von Caniposanto, zwei aneinander angrenzende Grabhöhlen (Taschenlampe nützlich), die ebenfalls aus dem 4./5. Jh. stammen, sowie die Höhlenkirche Santa Maria, vermutlich aus dem 11. Jh.; die Grotte Cadute im hinteren Bereich des Parks wurden hingegen wegen Einsturzgefahr gesperrt.
Nach einem ausgiebigen Rundgang durch die Schlucht, waren wir um 13:00 am Parkplatz. Von hier sind wir ca. 1 Km zum Mühlenmuseum gelaufen, ging es noch zur Wassermühle
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  “Cavallo d’Ispica”
[V] die von einer Kooperative sorgfältig restauriert und als eine Art Volkskundemuseum eingerichtet wurde. Sie ist die letzte verbliebene von insgesamt sechs Mühlen, die einst in der Ispica-Schlucht arbeiteten, stammt aus dem 17./18. Jh. und war bis in die 50er-Jahre in Betrieb. Verblüffender Weise ist die Struktur von außen überhaupt nicht zu erkennen, da die gesamte Mühle in ein neueres Wohngebäude integriert wurde; der Sohn des Hauses übernimmt auch die Führung. Neben der Mühlenkonstruktion selbst, einst angetrieben durch Wasser aus einem einen Kilometer langen Kanal, der auch der Bewässerung diente (die Mühle arbeitete sechs Tage rund um die Uhr, am siebten wurden die Felder bewässert), gibt es mehrere schön restaurierte, Jahrhunderte lang genutzte Räumlichkeiten zu sehen: L'Abitacolo, ein mit teilweise originalen Requisiten ausstaffiertes Wohn- und Schlafzimmer, die Wäscherei Lavanderia, die das Mühlwasser auf ihre Art nutzte, einen ins Gebäude integrierten Stall etc. Italienischkenntnisse sind sehr nützlich, auch wenn die Vorführung notfalls pantomimisch über die Bühne geht.
Nach einer Kaffeepause im Mühlenmuseum un zurück am Parkplatz sind wir weiter nach "Noto" gefahren, die eine Perle des Sizilianischen Barocks darstellt. Die Altstadt ist Weltkulturerbe der UNESCO dank Ihrer prachtvollen Kirchen und "Palazzi" und hat sie sich den Spitznamen "Steingarten" verdient. Ein praktisches Kombi-Ticket verlieh uns für 4 Sehenswürdigkeiten den freien Zugang.
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Als erstes haben wir das Museum "Civico" besichtigt, was uns gelegen kam, da gerade ein Regenschauer auf "Noto" herabrieselte. Zweites Ziel war der "Palazzo Ducezio" mit dem "Salandegli Specchi". Dritter Anlaufpunkt war das Theater "Vittorio Emanuele" Communale, das wegen einer Probe nicht zugänlich war. Vieleicht in einer Std. wieder!. Sind dann weiter zur Barockkirche "San Carlo Borromeo" wo ich auf den Campanile aufgestiegen bin, und einen schönen Blick über die Dächer von "Noto" hatte. Nächster Höhepunkt ware der Dom "San Nicolo" im barock-neoklassischen Stil. Die Kuppel und das rechte Seitenschiff stürtzten 1996 nach schweren Niederschlägen ein. Nach mehreren Jahren Restaurierungsarbeiten wurde die Kirche wieder in der ursprünglichen Form aufgebaut und ist heutzutage, mit seiner feinen vergoldeten Farbe eines der schönsten Monumente von "Noto". Weiter über den Corso ging es zum zweiten Versuch das Theater "Vittorio Emanuele" zu besichtigen. Hier hatten wir Erfolg und konnten einen Blick auf die Bühne, wo gerade Proben stattfanden erhaschen. Über den Corso sind wir dann zum Parkplatz, und weiter zum Tagesziel dem Campingplatz "Sabbiadoro" in Avola. Am Abend haben wir im Restaurant am Platz sehr gut zu Abend gegessen und den Abend vor unserem Womo ausklingen lassen.

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Freitag 29. Mai 2015

342678 Km     Karte der Etappe Tagesetappe 238 Km
Lignano Sabbiadoro nach Mascali

Um 10:15 haben wir unser Auto in der nähe des Bahnhofes in "Siracusa" abgestellt. Nach nachfragen habe ich mir ein Parkticket an einem Kiosk besorgt, und den Tag und Uhrzeit freigerubbelt! Karte der Etappe (Rundgang) Mit dem Bus Nr.3 ging es dann in das Zentrum "Ortigia" von "Syracusa". Nach einer Kaffeepause am Theater sind wir weiter zum Domplatz. Hier haben wir den Dom ausgiebig besichtigt, eine von 33 Kirchen im Stadtgebiet.
  "Siracusa"
[V] Syrakus, Land der Wunder.
Das Echo alte Kulturen weht durch die Straßen. Die Barockarchitektur erinnert an die Wiedergeburt. Der Himmel, die Sonne und das Meer umgeben die Stadt mit ihrem Glanz. Eine Reise in diesen Teil Siziliens ruft tiefe Emotionen hervor und ist wie eine Zeitreise in die tausendjährige Vergangenheit. Genau das spürt man, wenn man durch Syrakus geht, mit seinen wunderbaren Zeugnissen der Magna Graecia, und Schritt für Schritt all die nachfolgenden Epochen, die ebenfalls den Charakter der Stadt geprägt haben. Römer und Byzantiner, Araber und Normannen, Schwaben und Aragonier haben hier ihre Spuren hinterlassen. Neapolis, Akradina, Ortigia, Tyche und Epipoli sind die Namen der Viertel der alten Stadt. Schon diese Namen genügen, um sich zu fühlen als wären wir in einer anderen Dimension. Im Park von Neapolis und auf der Insel Ortigia, die durch drei Brücken mit dem Land verbunden ist, findet man bedeutende Denkmäler. Im Iblea Tal, versunken in der Mittelmeer-Macchia liegt sich die Nekropole von Pantalica, ein für Archäologen sehr bedeutender Ort mit tausenden von in den Fels gehauenen Gräbern, die später von den Griechen und Römern ausgeweitet wurden.
Weiter ging es zur "Fonte Aretusa", ein Süßwasser Quellteich mit Papyrusstauden und Forellen direkt am Meer. Nächstes Ziel war der Platz "Archimede" mit dem Brunnen der Nymphe "Arethuse". Rundfahrt mit dem Bus Nr. 2 mit Foto der Basilika "Della Madonna delle Lacrime". Um 13:30 waren wir wir wieder am Auto und sind weiter auf die Autobahn Richtung "Catania". Auf der Landstraße sind wir von "Adrana" rund um den "Ätna" gefahren.
  "Ätna"
[X] Der Ätna (Etna) ist Europas mächtigster Vulkan. Mit einer Höhe von 3352 Metern dominiert er weithin sichtbar die Ostküste Siziliens. Immer wieder trägt sich an seinen Flanken Dramatisches zu: Erdbeben erschüttern die Region, Aschewolken verdunkeln den Himmel, und Lavaströme zerstören Häuser hoch oben am Vulkan. Seit Äonen lenkte der Ätna das Geschick der Menschen in seinem Wirkungskreis. So verwundert es nicht, dass der Vulkan in der Antike als Wohnsitz verschiedener Götter galt und einen festen Platz in der Mythologie Siziliens hat. Seinen Namen erhielt der Ätna wahrscheinlich aus dem indogermanischen und bedeutet soviel wie "brennend". Die Sizilianer nennen den Ätna auch "Mongibello" was einfach "Berg" bedeutet. Die internationale Schreibweise des Vulkans ist Etna.
Im Refugio haben wir eine kleine Pause eingelegt. Weiter ging es zur Seilbahnstation wo wir einen kleinen Rundgang unternahmen und die beeindruckenden Lavalandschaften in unser Gedächtnis aufnahmen. Zurück am Auto sind wir zu unserem Tagesziel dem Campingplatz "Mokambo" in "Mascali" gefahren. Den Abend haben wir mit Schnitzel & Salat vor unserem Womo verbracht und den Tag ausklingen lassen.

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Samstag 30. Mai 2015

342916 Km     Karte der Etappe Tagesetappe 70 Km
Catania Mascali nach Alessio Siculu

Um 11:00 waren wir in "Castiglione di Sicilia". Vor dem schönen Hügelstädtchen haben wir auf der gegeüberliegenden Talseite ein Panoramafoto gemacht. Der schöne Ort, bekannt durch den Anbau von Wein und Haselnüssen, wurde bei einem Rundgang erkundet. Durch die engen Gassen, vorbei an zahlreichen Kirchen und immer wieder wunderschöne Ausblicke in die Landschaft. Nach einer kleinen Pause in einem Kaffee am zentralen Platz sind wir weiter nach "Francavilla di Sicilia". Auf den Parkplatz vor der Kirche "Basilica della Madonna Catena" haben wir unser Womo abgestellt. Die Kirche war leider verschlossen, so sind wir zu einem Rundgang durch den Ort aufgebrochen. Nach einer Kaffeepause bin ich zur Rundwanderung "MM7 zu den "Gurne dell Ancantara" aufgebrochen. Renate ist zurück zum Bus, und hat auf mich gewartet.
  "Von "Francavilla di Sicilia" zu den Gurne dell'Alcàntara"
[IX] Am Fuße des Burgberges von Francavilla hat der Fiume Alcàntara bizarre Gumpen (ital. gurne) in den Basalt geschliffen. Einem Bad im kühlen Wasser steht nichts im Weg. lm Juli blüht am Ufer üppig der Oleander. Ein Naturlehrpfad öffnet die Augen auch für historische Details.
GPS Track mit Karte:
Karte der Etappe
Ausgangspunkt ist die Piazza San Francesco in Francavilla di Sicilia. Im Palazzo Cagnone präsentiert eine kleine archäologische Sammlung lokale Ausgrabungsfunde. Am Trinkwasserbrunnen vorbei, verlassen wir die Piazza nach rechts auf der Via San Francesco, die zwischen Häusern leicht ansteigt. Im Süden kommt Castiglione di Sicilia zum Vorschein. Vorbei am Ausgrabungsgelände, stoßen wir auf eine T-Kreuzung und biegen links ab. Der anfänglich asphaltierte ehemalige Maultierweg (Mulattiera) führt eng zwischen hohen Lavasteinmauern zum Fluss. Zur Linken erhebt sich
der Burgberg von Francavilla mit den Ruinen des Normannenkastells. Am Beobachtungspunkt Nr. 3 „Le saje", der an die von den Arabern im Mittelalter eingeführte Bewässerungstechnik erinnert, schwenkt der Weg nach links. Zwischen Obsthainen setzt sich die sanft abfallende Mulattiera geschottert fort. Jenseits des Alcàntara-Tals thront Motta Camastra wie ein Adlerhorst auf einem der südlichen Ausläufer der Peloritani-Berge. Auf Höhe einer eingestürzten Brücke machen wir vom Hauptweg einen kurzen Abstecher nach rechts zum Fluss Alcàntara und klettern über ausgewaschene Basaltfelsen ein Stück flussaufwärts bis zu einer der großen Gumpen, die im lokalen Dialekt „gurne“ genannt werden. Einheimische baden hier, auch wenn es mit der Wasserqualität nicht immer zum Besten steht. Auf jeden Fall ein herrlicher Platz für eine Rast! Ab Iuli blüht der Oleander, und durch die Talschlucht blickt man auf Castiglione di Sicilia. Zurück beim Wegpunkt, setzen wir die Wanderung auf dem Hauptweg fort und biegen an der nächsten T-Kreuzung links ab (der Weggeradeaus führt zu einer Picknickzone und erreicht später die SS 185). An den Ruinen einer Mühle vorbei, steigt der in Stufen angelegte alte Maultierweg an, begleitet von einem kleinen Bewässerungskanal. Wir queren diese sog. Saja nach links und steigen in Serpentinen weiter an, vorbei an einem schönen Aussichtspunkt. Dann geht es sanft bergab durch einen Olivenhain. An der Gabelung gehen wir rechts bergab (links steigt ein verwachsener Weg zur Burgruine auf). Vorbei an den ersten Häusern des Ortes, erreichen wir die T-Kreuzung unterhalb der Chiesa Matrice. Hier biegen wir links ab, queren den Kirchplatz und gelangen auf der steingepflasterten Via Matrice, vorbei an den bescheidenen Häusern des mittelalterlichen Borgo, zurück zur Piazza San Francesco II.
Nächstes Ziel war die "Gole Alcantara". Viele Treppen kosten nichts! Aufzug hätte 13€ pro. Pers. gekostet. So sind wir die Treppen runter zur Schlucht gelaufen. Alleine waren wir nicht, aber die Schlucht mit den Lavaformationen war schon Sehenswert. Tagesziel war der Campingplatz "La Foccetta Sicula" in "Alessio Siculo". Nach Einweisung eines Platzes direkt am Meer in der ersten Reihe haben wir den schönen Platz bezogen. Sind dann in den Ort um ein Restaurant zu suchen, aber es war noch alles wie Tot. Die Saison hat halt noch nicht begonnen. Nach fragen nach einem guten Lokal, wurde uns das "O' Geusu" empfohlen. Hier haben sehr gut zu Abend gegessen. Zurück am C.-Platz haben wir noch die Nachtfischerboote auf dem Meer beobachtet und um Mitternacht ging es ab ins Bett!

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Sonntag 31. Mai 2015

342986 Km     Karte der Etappe Tagesetappe 382 Km
Sant'Alessio Siculu (Sizilien) nach Mandatoriccio Mare (Calabrien)

Um 09:30 Kaffeepause in dem Bergdorf "Forza d'Agro" mit seinem ruinenhaften Kastell und wunderschöner Aussicht. Weiter durch Kurvenreiche Berglandschaft ging es nach "Savoca". Das malerische Dorf, wo Ford Coppola 1971 einige Szenen des "Paten" drehte, haben wir erkundet. Die Sehenswerte dreischiffige, zinnenbewehrte und mit zwei Kuppeln versehene Kirche SS Pietro e Paolo d'Agro und das Heimatmuseum rund um die Geschichte des Dorfes war uns einen Besuch wert.
  "Savoca"
[XI] Hoch in den Hängen der Ostküste versteckt sich ein kleines Dorf. Es ist besser ausgeschildert als Letojanni und nur über enge Serpentinen zu erreichen. Am Ende eines wahnwitzigen Schlingerkurses empfängt uns ein Ortsschild mit dem Namen "Savoca". Wir befinden uns am Drehort von "Der Pate". Hier hat Al Pacino
alias Don Corleone geheiratet. Ein kleines Restaurant bietet uns Schutz vor der brütenden Mittagshitze und entpuppt sich ebenfalls als ehemalige Filmkulisse. Hier ist allerdings nichts aus Pappe. Während Reisebusse voll mit amerikanischen Touristen die Serpentinen erklimmen, machen wir uns auf die Suche nach der Kirche, in der im Film geheiratet wurde. Auf unserem Weg quer durch das Dorf erkennen wir schnell die Effekte des Filmtourismus. Herausgeputzte Häuser, teure Hotels und blitzsaubere Sträßchen lassen diesen Ort glänzen. In Verbindung mit der atemberaubenden Aussicht auf die hügelige Landschaft und das funkelnde Meer wähnt man sich an einem perfekten Ort - auch wenn der Hotelpool fehl am Platz wirkt. Als wir die Kirche gefunden haben, ertönen pünktlich um zwölf Uhr mittags die Glocken, allerdings von einem anderen Kirchturm. Das Glockenspiel entpuppt sich überraschenderweise als die berühmte Filmmusik von "Der Pate". Abgespielt von einem Lautsprecher. Der Don lässt grüßen!
Nach einer Kaffeepause ging es auf dei Autobahn und weiter nach "Mssina". Von hier sind wir mit der Fähre um 13:50 zurück zum italienichen Festland wo wir um 14:20 in Calabrien ankamen. Über die Autobahn und weiter den Staats-Starßen folgend, ging es zu unserem Tagesziel dem Campingplatz "Da Mario" in "Mandatoriccio Mare". Die Einfahrt zu dem riesigen Platz mit großem Hotel war nicht so einfach zu finden. Nach einigen Wendemanövern haben wir den Platz direkt am Meer um 18:30 bezogen. Abendessen im Restaurant des großen Hotelkomplezes. Vorspeise, ich Fischplatte und Renate Pizza. Kinder-Geburtstagsfeier im Restaurant mit ca. 60 Angehörigen! Zurück am Platz haben wir noch den restlichen Abend vor unserem Womo ausklingen lassen, bevor es zur wohlverdienten Nachtruhe ging!

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Montag 1. Juni 2015

343368 Km     Karte der Etappe Tagesetappe 480 Km
Mandatoriccio Mare (Calabrien) nach Barrea (Abruzzen)

Um 10:00 Abfahrt in Richtung Heimat. Unterwegs Pause in dem Wallfahrtsort "Caposele" mit der Kirche "Il Santuario di San Gerardo" im Ortsteil "Materdomini" bei Neapel. Den ausergewöhnlichen Kirchenbau mit der Wallfahrtsstätte haben wir bei einem Rundgang erkundet.
  "Gerhard Majella"
Bruder Gerhard Majella CSsR (* 6. April 1726 in Muro Lucano; † 16. Oktober 1755 in Caposele) ist ein römisch-katholischer Heiliger. Als Laienbruder gehörte er der Kongregation des Heiligsten Erlösers (Redemptoristen) an. Er gilt als Patron der geborenen und ungeborenen Kinder sowie der Mütter.
Gerhard Majella wurde 1726 in einem kleinen Dorf in Süditalien geboren. Schon von klein auf war er sehr fromm und gottesfürchtig. Als er zwölf Jahre alt war, starb sein Vater. Er arbeitete hart und wurde als Schneiderlehrling von seinem Meister vielfach schlecht behandelt. Er war überzeugt, den Willen Gottes zu erfüllen und duldete daher auch alle Misshandlungen.
Weil er Gott ganz dienen wollte, bat er bei den Kapuzinern um Aufnahme in den Orden. Diese lehnten aufgrund Gerhards schwacher Gesundheit jedoch ab. Als die Redemptoristen 1749 nach Muro kamen, um dort Gemeindemission zu halten, wurde ihm sofort klar, dass er in einer solchen Gemeinschaft leben wollte. Der Leiter des Missionsteams wies ihn jedoch ab. Da der junge Gerhard ihnen bei der Abreise aber 20 km folgte, ließ er sich überreden, ihn als Bruder aufzunehmen. So diente er Gott fortan als Laienbruder. Im Kloster in Caposele arbeitete er fleißig als Gärtner, Schneider, Pförtner, Koch, Tischler.
Im Jahre 1754 musste er eine harte Prüfung bestehen: Es wurde ihm vorgeworfen, der Vater eines noch ungeborenen Kindes zu sein. Anstatt sich jedoch vor dem Hl. Alfons von Liguori, seinem Ordensoberen zu verteidigen, schwieg er. Er glaubte, dass in allem Gottes Wille geschehe. Unter der ihm daraufhin auferlegten Buße litt er schwer. Später gestand die Verleumderin Alfons ihre Lügen.
Sein Leben lang war Gerhard gesundheitlich sehr schwach gewesen. So starb er erst 29-jährig in der Nacht vom 15. auf den 16. Oktober 1755. Da viele Wunder, sowohl von vor als auch nach seinem Tode, bekannt sind, die ihm zugeschrieben werden, wurde er 1893 von Papst Leo XIII. selig und am 11. Dezember 1904 von Papst Pius X. heiliggesprochen.
Um 18:30 haben wir den Campingplatz "La Geuziana" am "Lago di Barrea" im Natioanalpark Abruzzen erreicht wo wir schon 1999 bei unserer Italienrundreise Quartier machten. Nach dem wir den Platz bezogen haben, sind wir noch zur Bar am Empfang, und haben mit dem Besitzer, Herrn "Pasetta" über sein Leben geplauscht. 1941 Geb. und berühmter Bergführer hat er uns seine Biografie zum lesen ausgeliehen. Ein aufregendes Leben liegt hinter dem 74 jährigem Bergführer, das er in seinem Buch niedergeschrieben hat. Zurück am Bus haben wir den schönen Blick auf den See genossen und vor unserem Bus zu Abend gegessen. Lange haben wir den schönen Abend vor unserem Bus verbracht und ab in den Bus mit aktivierter Standheizung, da es doch auf 1060 m ziemlich kühl geworden ist!

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Dienstag 2. Juni 2015

343848 Km     Karte der Etappe Tagesetappe 407 Km
Barrea (Abruzzen) nach Campannole - Bucine (Toscana)

Um 10:00 sind wir nach "Barrea" gefahren, und haben den schönen Ort erkundet. Waren leider nicht alleine, da am 2. Juni Ital. Nationalfeiertag war und alle Italiener in Ausflugslaune waren. Rundgang durch den schönen alten Ort "Barrea" mit Kaffeepause in einem kleinen Restaurant mit Balkon und Blick über den See. Um 11:00 sind wir weiter durch den "Nationalpark der Abruzzen" zur Kirche "St. Maria" am "Lago Scanno". Nach einer Besichtigung der Kirche sind wir weiter nach "Antrodoco". Nächstes Ziel war "Monte San Savino" wo wir eine Pause einlegten. Jetzt war es nicht mehr weit zum Tagesziel dem Campingplatz "La Chiocciola" in "Campannole - Bucine" (Toscana), den wir um 18:00 erreichten. Temperatur 28°, so habe ich zur Abkühlung den Pool des Platzes aufgesucht, und noch einige Runden im kühlen Wasser gedreht. Am Abend haben wir vor unserem Bus gut zu Abend gegessen (Frikadellen und Salat) und den schönen Abend in vollen Zügen genossen.

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Mittwoch 3. Juni 2015

344255 Km     Karte der Etappe Tagesetappe 429 Km
Campannole - Bucine (Toscana) nach Pavia (Lombardei)

Um 10:00 sind wir bei blauem Himmel weiter durch die "Toskana" zum "Castello in Cennnina-Solata" gefahren. Kleiner Rundgang zum Castello wo gerade eine Kunstaustellung vorbereitet wurde. Zurück ging es weiter zu einem Weingut in "Castagnoli". Nach einer Besichtigung, Weinpreise waren nicht für unser Budget bestimmt. So sind wir weiter und haben in dem Weingut "AMBROGIO E GIOVANNI FOLONARI" uns mit einem guten Tropfen „Chianti Classico“ eingedeckt. Kaffeepause in "Passo dei Pecorai" und anschließend sind wir auf die Autobahn Richtung Heimatb gefahren. Vorbei an dem Futoristischem neuem Bahnhof "Reggio Emilia" ging es nach "Pavia", wo wir auf dem Campingplatz "Ticino" in "Pavia", um 17:15 einen Platz bezogen haben. Mit dem Fahrad sind wir am Fluss "Ticino" in das Zentrum von "Pavia "gefahren. Das historische Zentrum der Stadt befindet sich nördlich des Flusses Ticino, direkt gegenüber liegt der Stadtteil Borgo Ticino, der ursprünglich außerhalb der Stadtbefestigung lag. Beide Seiten wurden von der 1351 bis 1354 errichteten Ponte Coperto verbunden, welche während des Zweiten Weltkrieges zerstört wurde. Die heutige Brücke ist eine Rekonstruktion aus den 50er-Jahren, welche einige Meter weiter östlich des ursprünglichen Standortes errichtet wurde. Die Lage der alten Brücke ist aus dem Straßenverlauf und den bei Niedrigwasser sichtbaren Pfeilerfundamenten im Flussbett ersichtlich. Zu Fuß sind wir zu einem kleinen Stadtrundgang durch "Pavia" aufgebrochen. Erste Station war der "Dom von Pavia" den wir ausgiebig besichtigten. Der aus dem Jahr 1488 stammende Dom von Pavia wurde unter Kardinal Ascanio Sforza geschaffen. Charakteristisch sind die ständigen Arbeiten und Rekonstruktionsmaßnahmen. Am 17.03.1989 stürzte der Turm in sich zusammen und kostete 4 Menschen das Leben. Weier sind wir durch die Altstadt zur Uninersität. 1361 wurde durch Galeazzo II Visconti die heute noch berühmte Universität von Pavia gegründet, deren Ursprünge in der Lehre bis ins Jahr 825 auf den Herrscher Lotario zurückgehen. Zurück am Dom haben wir im Restaurant "Il Cupolone" sehr gut zu Abend gegessen. Mit dem Fahrrad ging es wieder zurück durch "Pavia" zu unserem Campingplatz. 23:00 ab ins Bett und die Nachtruhe genossen.

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Donnerstag 4. Juni 2015

344684 Km     Karte der Etappe Tagesetappe 613 Km
Pavia (Lombardei) nach Riegel (Kaiserstuhl)

Nach kleinem Stau vor den Sanitär Anlagen sind wir um 09:00 bei blauem Himmel weiter in Richtung Heimat gefahren. Über die Autobahn ging es nach "Aosta". Hier haben wir eine Kaffeepause eingelegt und den Ort besichtigt.
  "Aosta"
Aosta, reich an malerischen Traditionen und Geschichtsereignissen, liegt, umrahmt von majestätischen Gebirgen, zwischen zwei Flüssen. Die Stadt ist römischer Herkunft, wie sich leicht an ihrem Namen erkennt lässt, der an den Gründer Kaiser Augustus erinnert.
Wenn man durch die Stadt spaziert, sind die Spuren der ursprünglichen Stadtstruktur mit ihren zahlreichen römischen Monumenten gut sichtbar. Darunter sind der Augustusbogen, die Porta Pretoriana (Stadttor), das Theater, das Forum und die fast vollständig erhaltene Stadtmauer zu sehen. Von besonderen architektonischen Interesse sind die Kathedrale, gebaut vor Beginn des XVII Jahrhunderts und später ausgebaut, und der naheliegende Platz Emile Chanoux, der vom langen Laubengang des Stadtverwaltungsgebäude dominierte „Salotto“ der Stadt. Besondere Aufmerksamkeit gebührt auch dem Denkmalkomplex, der dem heiligen Orso gewidmet ist, mit seiner gotischen Kirche, Krypta und Kreuzgang. Abgesehen von den wunderschönen Spaziergängen im Stadtzentrum und den interessanten Besichtigungen der Monumenten, ist die Stadt ein wichtiger Ausgangspunkt für touristische Routen auf der Suche unberührter Natur und faszinierender Schlösser im Aostatal. Eines der schönsten ist das Schloss von Fenis mit seinen viereckigen und zylindrischen Turm, der die Landschaft bis zu Entfernung von ungefähr 10 km von Aosta dominiert.
Weiter sind wir durch den St. Bernard Tunnel in die Schweiz gefahren. Wollten eigendlich über den Pass, war aber geschlossen. Weiter durch die Schweiz mit Pause in einer "Autogrill Suisse" Station, sind wir dann um 18:00 auf dem Campingplatz "Müller See" in "Riegel" eingetroffen. Hier haben wir gerade noch einen Platz bekommen. Mit dem Fahrrad sind wir in den Ort gefahren und haben in dem Wirtshaus "Kopf" gut zu Abend gegessen. Nach einer kleinen Rundfahrt mit dem Fahrrad durch den Ort ging es zur ehemaligen "Riegel" Brauerei. Nach einer Besichtigung der alten Brauerei, die Heute zum Kulturzentrum umgebaut wurde, ging es zurück zum Campingplatz. Hier haben wir noch den Abend mit einer Campingplatzbekanntschaft bis spät am Abend verbracht. Ab ins Bett und gut geschlafen.

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Freitag 5. Juni 2015

345297 Km     Karte der Etappe Tagesetappe 269 Km
Riegel (Kaiserstuhl) nach Frankfurt Bona47

Nach dem wir den Campingplatz "Müller See" bezahlt haben, sind wir weiter nach "Bahlingen gefahren. Hier haben in der Winzergenossenschaft "Die Winzer vom Silberberg eG" Wein vom Kaiserstuhl eingekauft. Nach einer kleinen Weinprobe am frühen Morgen mit Fachkundiger Beratung ging es dann auf die Autobahn in Richtung Rhein Main Gebiet. Um 13:00 sind wir in der Bonameserstrasse 47 angekommen, und haben noch unser Auto ausgeladen. Summa summarum haben wir bei unserer Italienrundreise "siebentausenddreiunddreißig" Kilometer Unfallfrei und ohne große Komplikationen zurückgelegt. Es war ein Wunderschöner Urlaub, wo auch das Wetter auf unserer Seite war. Schön war es und wir werden sicherlich Italien noch einen weiteren Besuch abstatten.

Italien Urlaub 2015

Gesamtstrecke: 7033 Km
Kilometerstand: 345566 Km

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[I]    Beschreibung der Jeeptour von Kristina Schmidt übernommen
[II]   Beschreibung teilweise aus Wikipedia übernommen
[III]  Beschreibung teilweise aus "Rom City Reiseführer vom Michael Müller Verlag übernommen
[IV]   Auszug aus der SZ vom 17.6.2010/dd
[V]    Beschreibung teilweise aus "Sizilien Reiseführer" vom Michael Müller Verlag übernommen
[VI]   Beschreibung teilweise aus der Brigitte von 2002 übernommen
[VII]  Beschreibung teilweise von Thinking Traveller übernommen
[VIII] Beschreibung teilweise vom ENIT - Italienische Zentrale für Tourismus übernommen
[IX]   Beschreibung teilweise aus "Wanderführer Sizilien MM-Wandern" übernommen
[X]    Beschreibung teilweise von VULKANE.NET übernommen
[XI]   Beschreibung teilweise von GEO Reisecommunity übernommen



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