Sizilien Rundreise vom 06.05. - 21.05.1995


Nach der wunderschönen Ägyptenrundreise im letzten Jahr, haben wir uns für dieses Jahr wieder für eine kombinierte Busrundreise / Badeurlaub entschieden. Für das Urlaubsziel 1995 haben wir uns Sizilien ausgesucht. Schon früh des Jahres im Januar sind wir ins Reisebüro und haben uns für eine kombinierte Sizilien Busrundreise und eine Woche Badeaufenthalt in Taormina entschieden. Da wir bis jetzt mit dem Reise Veranstalter TJAEREBORG sehr zu Frieden waren, haben wir auch diesmal wieder bei diesem gebucht. Von Januar bis Mai hatten wir noch genügend Zeit die Vorfreude auf unseren Sizilieurlaub auszukosten.


Sizilien Kurzbeschreibung

Sizilien Karte [I] Sizilien ist die größte Insel Italiens. Sie ist durch die Straße von Messina vom Festland getrennt und wird vom Ionischen, vom Tyrrhenischen und dem Mittelmeer umspült. Eine der Perlen Süditaliens, die es zu entdecken und zu erleben gilt, durch das vielfältige Angebot an Reiserouten, auf denen man ganz nach Lust und Laune die Natur, Geschichte und Tradition der Insel kennen lernen kann.
Sizilien ist mit allen Vorzügen der Natur gesegnet: es gibt Berge, Hügel und vor allem das Meer, das mit seinen unglaublichen Farben, seinen klaren Fluten und seinem herrlichen Meeresgrund, Sizilien zu einer der schönsten Inseln der Erde macht.
Das Mittelmeer bietet in dieser Region einzigartige Landschaften, Dufte und kulinarische Erfahrungen, die nur eine unberührte Natur schenken kann. Allein die kleinen vorgelagerten Liparischen, Ägadischen und Pelagischen Inseln sowie Pantelleria und Ustica, die von der Schönheit ihrer Landschaft und deren besonderen Natur, Tradition, Kunst und Geschichte gekennzeichnet sind. Und vergessen wir nicht die eindrucksvollen Vulkane, die zum Teil noch Aktiv sind, wie z.B. der Etna und der Stromboli.
Der Zauber wird außerdem durch zahlreiche archäologische Funde bereichert, die vom antiken Ursprung Trinakrias (so der alte Name Siziliens) zeugen sowie durch die vielen Monumenten, die von einer Kunst und Kultur zeugen, die sich im Laufe der Jahrhunderte formen entwickelt hat.
Die Provinzen sind: Palermo (Regionalhauptstadt), Agrigent, Catania, Caltanissetta, Enna, Messina, Ragusa, Syrakusa und Trapani.


Donnerstag 04. - Freitag 05. Mai 1995

Von Frankfurt nach Thansau

Kaisertal Um 15:00 sind von Frankfurt zu Renates Eltern nach Thansau gefahren. Nach unserer Ankunft am späten Abend und einer herzlichen Begrüßung gab es noch viel zu erzählen. So haben wir noch lange im Wohnzimmer unsere Ereignisse der letzten Wochen ausgetauscht bevor wir von dem langen Tag uns zur Nachtruhe begaben. Am Freitag den 5. Mai sind wir zu einer gemeinsame Wanderung, Renates Eltern und wir in das Kaisertal aufgebrochen Karte und Höhenprofil der Wanderung (OSM Karte). Früh sind wir Richtung Kufstein gefahren wo wir unser Auto auf dem Wanderparkplatz "Kaiseraufstieg" in Ebbs-Eichelwang abstellten. Von hier ging es zunächst ca. 280 Stufen mit einen Höhenunterschied von ca. 200 m zum Eingang in das Tal. Nach dem Veitenhof ging unsere Kaisertal Wanderung Links ab wo nun ein steiler Anstieg durch den Wald uns nach ca. 60 Minuten Gehzeit zum wunderschönes Almgebiet der "Ritzaualm" mit herrlichen Blick zu den schroffen Gipfeln des Wilden Kaisers führte. Traditiongemäß haben wir in der "Ritzau Alm" Rast eingelegt und uns die Speckknödelsuppe schmecken lassen. Zurück sind wir über den Hinterkaiserho und der Antonius Kapelle zum Pfandlhof wo wir eine Kaffeepause einlegten. Nicht mehr weit war es zum Parkplatz, von wo wir wieder nach Thansau gefahren sind. Nach einem gemütlichen Abend im Veilchenweg sind wir früh zu Bett, da am nächsten Tag unsere große Reise bevorstand.

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Samstag 06. Mai 1995

Von Thansau nach Sizilien Taormina

Boing 757-200 Nach einem gemeinsamen Frühstück hat uns Anderl um 11:00 zum Flughafen nach München gefahren. Nach dem Einckecken hatten wir noch Zeit für einen Flughafenbummel. Um 14:30 ist unser Flug LT6028 pünktlich in Richtung Italien gestartet. In Catania gut gelandet sind wir mit dem Bus nach Taormina gefahren wo wir im Hotel Antares die erste Nacht auf Sizilien mit einzigartige und wunderschöne Sicht auf die Bucht von Taormina verbrachten. Nach dem Abendessen ging es auch gleich ins Bett, da es am Sonntag früh am Morgen weiter ging.

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Sonntag 07. Mai 1995

Von Taormina nach Palermo

Cefalu Nach dem Frühstück sind wir mit dem Bus in Richtung Randazzo gefahren. Super Wetter mit schönen Blicken auf den schneebedeckten Etna. Station haben wir in Cefalu gemacht, und Altstadt mit den engen Gassen bei einer Führung erkundet. Die Kathedrale wurde besichtigt und auf den kleinen Piazza eine Pause eingelegt. An der Küste entlang sind wir weiter nach Palermo gefahren. Hier haben wir im Politeama Hotel unsere Unterkunft bezogen. Palermo Nachts Am Abend haben wir noch einen Rundgang rund um unser Hotel unternommen. Vom Piazza Politeama ging es zum beleuchteten Opernhaus Teatro Massimo weiter durch das Capo-Viertel mit seinen alten Kirchen und zur Kathedrale, welche nachts beleuchtet noch sehr viel beeindruckender als bei Tageslicht ist. Zurück zum Piazza Politeama haben wir den Abend in einer Bar bei einem Gläschen Wein ausklingen lassen.

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Montag 08. Mai 1995

Palermo, Monreale, Monte Pelligrino, Mondello und wieder nach Palermo

Palermo Dom Heute stand Palermo und Umgebung auf dem Programm. Mit dem Bus sind wir als erste zu einer Stadtführung durch Palermo gestartet. Die Kathedrale von Palermo Hl. Rosalia wurde besichtigt mit den Gräbern der Stauferkaiser Heinrich VI., Friedrich II. und Königin Konstanze von Sizilien. Nächstes Ziel war der Normannenpalast mit der Hofkapelle Palatina, deren Wände über und über mit Goldgrundmosaiken bedeckt sind. Jetzt sind wir mit dem Bus zur Kathedrale Santa Maria Nuova in Monreale gefahren. Die Kathedrale zeigt in besonders eindrucksvoller Weise den normannisch-arabisch-byzantinischen Baustil und ist für die an den oberen Teilen der Wände vollständig mit byzantinischen Goldgrund-Mosaiken bedeckt. Die Mosaiken wurden in der Zeit von 1179 bis 1182 von einheimischen und Künstlern aus Konstantinopel geschaffen und bedecken insgesamt eine Fläche von 6.340 m². Nach der Mittagspause im Hotel sind wir um 14:00 zum Wallfahrtsort auf den Monte Pelligrino gefahren, wo wir die Höhle der Heiligen Rosalia besuchten. Von dem Berg hatten wir einen wunderschönen Blick auf die Bucht von Mondello. Theater Über Mondello sind wir wieder nach Palermo gefahren, wo wir die Kapuzinergruft von Palermo Botanischer Garten besichtigten. Durch die weitläufige Gruftanlage unter dem Kapuzinerkloster mit so vielen mumifizierten Toten überkam uns ein beklemmendes Gefühl und es wurde Zeit, dass wir diesen Ort wieder verließen. Am späten Nachmittag haben wir noch eine Spaziergang zum Botanischen Garten von Palermo unternommen und auf dem Rückweg noch das Marionettentheater von Palermo besichtigt. Nach so vielen Eindrücken wurde es Zeit für die Nachtruhe um dieses alles zu verdauen!

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Dienstag 09. Mai 1995

Palermo, Erice, Trapini, Marsala und Selinunte

Segesta Tempel Erice Am frühen Morgen haben wir Palermo verlassen und sind weiter zu den Ruinen von Segesta gefahren. Diese liegen an den Hängen des Monte Barbaro, etwa 305 Meter über dem Meer. Hier haben wir den Tempel und das Theater im griechischen Stil des 3. oder 2. Jahrhundert v. Chr. auf der Nordseite des Monte Barbaro besichtigt. Weiter ging es nach Erice wo wir die Alstadt und das Castello besichtigen. Nach dem Essen sind wir weiter entlang der Küste, Salinen wo wir an den Salinen von Trapini mit den alten Windmühlen vorbei kamen. Jetzt sind wir mit dem Boot auf die Insel San Pantaleo nahe Marsala über gesetzt und haben die Reste der antiken phönizischen Siedlung Mozia besichtigt. Zurück auf dem Festland sind wir mit dem Bus Richtung Selinunt gefahren und haben unser Tagesziel das Hotel Paradise Beach Resort erreicht. Nach einer Erfrischung im Pool die ich genossen habe ging es zum Abendessen und danach zur wohlverdienten Nachtruhe.

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Mittwoch 10. Mai 1995

Selinunte, Agrigent nach Caltanisetta

Silinunt Agrigent Am frühen Morgen sind wir nach Selinunt gefahren. Hier haben wir den Tempel E / F / G und die Stadt Akropolis besichtigt. Bei einer Pause am Strand haben wir uns im Meer erfrischt und sind zum Mittagessen wieder in unser Hotel Paradise Beach Resort gefahren. Gut gestärkt ging es weiter nach Agrigent wo wir die Altstadt mit der Kathedrale San Gerlando und das Tal mit dem Dorischem Tempel und den Heraklestempel erkundet haben. Tagesziel war Caltanisetta wo wir am Abend unser Hotel San Michele bezogen haben. 20:00 Abendessen und ab ins Bett mit der Vorfreude auf den nächsten Urlaubstag.

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Donnerstag 11. Mai 1995

Caltanisetta, Piazza Armerina, Syrakusa

Villa Romana del Casale Villa Romana del Casale Heute stand ein weiterer Höhepunkt unseres Sizilienurlaubes auf dem Programm. Um 08:30 sind wir nach "Piazza Armerini" aufgebrochen. wo wir die römische Villa "Romana del Casale" besichtigt haben. Die "Villa Romana del Casale" die 1997 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt wurde ist berühmt für die wundweschönen Mosaiken aus farbigen Tesserae , die insgesamt eine Fläche von rund 3.500 m² bedecken. sind sehr gut sichtbar. Nach dem Mittagessen ging es an "Caltagirone" vorbei nach "Syrakus", wo wir den "Archeologischen Park della Neapoli" erkundeten. Das riesige griechische Theater hatte Platz für bis zu 15:000 Zuschauer und stammt aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. Das römische Amphitheater aus dem 3. Jahrhundert n. Chr. ist 140 m lang und 119 m breit. Der Bühnenraum ließ sich mit Wasser füllen, so dass hier auch Seeschlachten nachgestellt werden konnten. Theater Syrakus Weitere Sehenswürdigkeit waren die Steinbrüche, wo die Kalksteine für den Bau der antiken Stadt gewonnen wurde. Das "Ohr des Dionysios" haben wir bewundert, eine künstliche, in den Fels gehauene Höhle mit einer beachtlichen Akustik. Syrakus vom Wasser Weiterfahrt in die Altstadt wo wir den Dom "Santa Maria delle Colonne" mit seiner schönen Fassade im sizilianischen Barocks besichtigten. Ein Schiffsausflug um die Halbinsel mit der Altstadt und dem "Castello Eurialo" von "Syrakus" bildete den krönenden Tagesabschluss. Jetzt wurde es Zeit unser "Palace Hotel Helios" zu beziehen und den Tag beim Abendessen ausklingen zu lassen. bezogen.

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Freitag 12. Mai 1995

Syrakusa, Catania, Etna, Taormina

Etna Etna Abfahrt am frühen Morgen nach "Catania" und weiter zum "Ätna" der Seilbahnstation "Nicolosi Nord" Rifogio Sapienza. Hier sind wir mit der Seilbahn von 1923m zum Terminal auf 2500m aufgestiegen. Von hier ging es mit Mercedes Unimog Geländewagen zum Kratergebiet. Hier befindet man sich vor einem unvergleichlichen, über dem Meer schwebendem Naturschauspiel. Von dieser Sicht aus hat man die Möglichkeit die imponierenden Zentral- Taormina und Südostkrater und die historischen und jüngeren Lavaströme die diese Landschaft charakterisieren zu bewundern. Mit dicken Winterjacken ausgestattet durften wir dieses Naturschauspiel bewundern. Wegen starkem Wind sind wir mit dem Unimog zurück zur unteren Seilbahnstation "Nicolosi Nord" da die Seilbahn nicht mehr gefahren ist. Nach der Mittagspause am Rande des "Ätna" ging es weiter nach "Taormina" wo wir das alte "Theater" und die "Altstadt" besichtigten. Jetzt haben wir unser Hotel in einem Vorort von "Taormina" bezogen und den Abend gemütlich mit einem guten Abendessen in der Reisegruppe verbracht.

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Samstag 13. Mai 1995

Taormina

Taormina Taormina Friedhof Mit dem Bus sind wir um 09:30 zu unserem Hotel "Ariston" nach "Taormina" gefahren. Hier haben wir unsere Unterkunft für die zweite Woche unserer Sizilien Reise bezogen. Nach einem Zimmerwechsel (Hatten ein Zimmer mit Blick zum Felsen und am ende des Ganges) wurde als erstes die Umgebung erkundet. Haben eine ausgiebige Wanderung am fantastischen Tropicana Strand unternommen und sind mit dem Bus wieder zurück zum Hotel gefahren. Dem Friedhof haben wir einen Besuch abgestattet und die Altstadt von "Taormina" wurde erkundet. Das Abendessen mit reichhaltigem Büfett im Hotel haben wir genossen, und den Abend an der Bar ausklingen lassen.

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Sonntag 14. Mai 1995

Taormina

Taormina Hotel Ariston Am Sonntag haben wir lange ausgeschlafen und haben nach dem Frühstück das Strandleben in vollen Zügen genossen. Entschleunigung Pur! 7 Tage Rundreise mussten erst mal verdaut werden, und die Ereignisse der schönen Rundreise verarbeitet werden. Am Nachmittag sind wir dann doch noch nach "Taormina", wo wir einen ausgedehnten Stadtbummel unternahmen. Das Theater mit wunderschönem Blick zum Ätna haben wir erkundet und am Abend ging es zurück zum Hotel wo das Abendbuffet auf dem Programm stand. Den anschließenden Abend haben wir mit Meeresrauschen ausklingen lassen und sind entschleunigt zur wohlverdienten Nachtruhe in unser Bett.

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Montag 15. Mai 1995

Taormina, Castelmola, Taormina Klavierkonzert

Am Montag haben wir wieder lange ausgeschlafen und sind nach dem Frühstück zu einer kleinen Wanderung auf dem Sarazenenpfad nach "Castelmola" Karte und Höhenprofil der Wanderung (OSM Karte) gestartet. In dem verwunschenen Ort haben wir eine Pause bei "S.Giorgio" eingelegt und den Wunderschönen Blick bei einem Cappuccino auf "Taormina" genossen. Den gleichen Weg ging es wieder zurück zu unserem Hotel.
Taormina Castelmola Der Sarazenenpfad war ein alter Esel- oder Saumpfad, der Taormina mit Castelmola verband und der nach der Überlieferung von den Sarazenen unter Führung des Emirs Ibrahim-Ibn-Ahmed benutzt wurde, um im Jahre 902 Taormina zu erstürmen und zu belagern. Von der Piazza IX Aprile geht man in Richtung Porta Catania und zweigt dort in die Via Apollo Arcageta ab. Zur Linken befindet sich die Kirche San Francesco di Paola, die ursprünglich die Kathedrale Taorminas war. Von der Piazza Andromaco aus weitergehend stößt man auf den ehemaligen Saumpfad (heutige Gemeindestraße der Chiusa = Klause), der von prähistorischer Zeit an Taormina mit Castelmola verband. Ein Felsvorsprung entlang des Weges markiert die archäologische Stätte Cocolonazzo di Mola, eine vorgeschichtliche Nekropole (Totenstadt) mit künstlich angelegten Grabhöhlen aus dem X. bis VII. Jhdt. v. Chr. und Castelmola von beachtlicher Bedeutung für unser Wissen über die archaischen, den griechischen Kolonien vorausgehenden, Siedlungsformen. In der Ferne sieht man das herrliche “Castello di Taormina”, die rechteckige Festung. Kurze Zeit später kommt man zu den Überresten des Eingangs zur antiken Stadt Myle, heute “Porta dei Saraceni” (Sarazenentor) genannt, wobei der Name auf die blutigen Angriffe der Piraten jener Zeit zurückgeht. Der Pfad wurde einst von den langsam den Berg hochsteigenden Eseln ausgetreten, er führt durch heute nicht mehr bestellte Felder, eine als “Piana delleFicarre” bekannte Gegend, deren Name vielleicht von den sehr zahlreichen Feigenbäumen (= fichi) und Feigenkakteen herrührt. Folgt man dem Weg weiter, stößt man auf die Reste eines zweiten mittelalterlichen Tors mit - etwas oberhalb davon - einer Nische, die nach einem religiösen Andachtsort aussieht. Nach den Relikten des Tors erblickt man schließlich die kleine, aus nur einem Schiff bestehende Kirche Chiesa di San Biagio, geduckt vor der schützenden Felswand. Wunderschön in seiner Schlichtheit und mit seinem überwältigenden Panorama erscheint letztendlich Castelmola, ein altes Bergdorf mit engen Gassen und kleinen Plätzen, das immer einen Besuch wert ist.
Nach dem Abendessen im Hotel stand noch ein Klavierkonzert auf dem Programm. Mit den Urlaubsbekannten aus Bernau (nahe Berlin) ging es nach Taormino in den "Palazzo dei Congressi". Hier spielte um 21:00 "Stefania Cafaro" Werke von "W.A. Mozart" Sonate KV 570, "C.M. von Weber" Polacca Brillante und "R.Schuhmann" Davidsbündlertänze Op.6. Nach dem schönen Konzert wurde es aber Zeit für die Nachtruhe, da wir am nächsten Tag für das den nächsten Ausflug früh aufstehen mussten.

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Dienstag 16. Mai 1995

Taormina, Ferrovia Circumetnea, Catania

Ferrovia Circumetnea Ferrovia Circumetnea Früh aufgestanden und nach dem Frühstück sind wir mit dem Bus nach "Villa di Giarre" gefahren. Nach dem Kauf der Tickets ging es mit der Schmalspurbahn "Ferrovia Circumetnea" rund um den "Ätna" nach "Catania" . Die Ferrovia Circumetnea (FCE), auch Circumetnea oder von den Sizilianer "Littorina" genannt ist eine regionale Nahverkehrs-gesellschaft auf Sizilien, die eine 950-mm-Schmalspurbahn fast rund um den Ätna betreibt. Sie ist die letzte Strecke des ehemals ausgedehnten Schmalspurbahnnetzes Siziliens. Gemütlich ging es nach "Randazzo", "Bronte", "Adrano", "Patrenò" und weiter zu unserem Ziel "Catania" . Auf der 2 stündigen Rundfahrt
Karte und Höhenprofil der Wanderung (OSM Karte) konnten wir die Umgebung des "Ätnas" einfangen und hatten beeindruckende Blicke auf den mächtigen Vulkanberg. In "Catania" haben wir die Altstadt mit den einladenden Einkaufsstraßen und die Blick zum Ätna Kathedrale Catania wunderschöne Kathedrale erkundet. Auch der "Gardino Bellini" war ein Besuch wert und der "Elefantenbrunnen" durfte nicht fehlen. Um 15:30 sind wir dann mit dem Bus wieder nach "Taormina" gefahren und haben den restlichen Nachmittag in der Hotelanlage ausklingen lassen. Schön war die Bahnfahrt mit den unvergesslichen Blicken auf den "Ätna" die wir Heute noch in unserm Gedächtnis haben.

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Mittwoch 17. Mai 1995

Taormina

Den Mittwoch haben wir den Markt auf der Piazza Johann Wolfgang Goethe besucht, und den Tag langsam angehen lassen. Portemonnaies, T-Shirts, Büstenhalter. Alles, was man schon hat. Käse, salumi tipici italiani negrini. Frauen, die voller Lust in den Textilbergen wühlen. Nach dem Marktbesuch wurde es Zeit "Taomina" bei einen Ausgiebigen Stadtrundgang Karte und Höhenprofil der Wanderung (OSM Karte) zu erkunden.
Taormina [II] Die malerische Altstadt von Taormina lässt sich in einem kleinen Stadtspaziergang ideal erkunden. Je nach Reisezeit sollte man aufgrund der vielen Touristen, Geschäfte und netten Bars und Restaurants schon rund 2 bis 3 Stunden Zeit mitbringen.
Unser kleiner
wo man neben dem historischen Ambiente einen herrlichen Ausblick genießen kann. Vom griechischen Theater geht man am Besten nun wieder zurück zum Palazzo Corvaia und folgt von dort dem Straßenverlauf von Taorminas wichtigster Hauptverbindung, dem Corso Umberto I. Entlang des Corsos befinden sich auch alle weiteren wichtigen Sehenswürdigkeiten. Vorbei an zahlreichen Palästen und netten Gässchen erreicht man schließlich die Piazza IX. Aprile. Die malerische Piazza ist eines der belebtesten Zentren der Stadt und bietet neben viel Unterhaltung und Flair auch eine grandiose Aussicht. Weiter entlang des Corso Umberto I. erreicht man nach wenigen Metern den Domplatz mit dem Dom San Nicola und dem schönen Barockbrunnen. Taormina Der Stadtrundgang endet schließlich an der gegenüberliegenden Seite der Stadt, an der Porta Catania, dem ältesten Stadttor Taorminas.
Wer noch Zeit und Lust hat, kann nun zum Castello Saraceno aufsteigen, einige andere Sehenswürdigkeiten der Stadt besichtigen oder einfach gemütlich entlang des Corso Umberto I. zurück bummeln und das Flair der Stadt genießen. In den unzähligen verwinkelten Seitengassen finden sich außerdem zahlreiche nette Restaurants und Cafés, die zum Bleiben einladen.
Nach dem Stadtrundgang ging es zurück zu unserem Hotel, wo wir den Nachmittag am Pool mit einem guten Buch verbrachten. Am Abend sind wir wieder in die Altstadt von "Taormina" wo wir im Restaurante "Grotta Azzurra" vorzüglichen Fisch gegessen haben. Zurück im Hotel haben wir den Tag revue passieren lassen und sind nach einem kleinen Absacker an der Bar ab ins Bett.

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Donnerstag 18. Mai 1995

Taormina, Caltagirone, Catania

Am Morgen haben wir uns eine Vespa in einer Autovermietung gebucht. Jetzt ging es mit unser Vespa ins Hinterland nach "Caltagirone". Hier haben wir die Barrocke Stadt zu Fuß erkundet.
Mit der Vespa nach Caltagirone [II] Caltagirone gilt als die Keramikhauptstadt Siziliens. Sie liegt malerisch auf 3 Hügeln im Südwesten der Provinz Catania. Die mittelalterliche Altstadt wurde 1693 bei einem großen Erdbeben zerstört und im Barock neu aufgebaut. In der Stadt gibt es heute noch über 80 Keramikwerkstätten, von denen einige zu besichtigen sind. Die Ergebnisse des Keramikhandwerks lassen sich selbstverständlich in zahllosen Souvenirgeschäften käuflich erwerben.
Sehenswertes in Caltagirone
Am Hauptplatz, der Piazza Umberto I., stehen der Dom aus dem 18. Jahrhundert sowie der Palazzo Corte Capitaniale, der aus dem 16. Jahrhundert datiert. Er wurde von Gian Domenico Gagini errichtet und ist ein eingeschossiger Bau mit dorischen Pilastern. Entlang der Via Duoma erreicht man die Piazza del Municipio mit dem barocken Rathaus und der modernen Galleria L. Struzo, die nach dem Gründungsvater der Christdemokratie benannt ist. Etwa 300 Meter westwärts entlang des Corso Vittorio Emanuele erhebt sich die Chiesa San Giacomo – ursprünglich ein Normannendom, der nach dem Erdbeben 1693 durch den dreischiffigen Kirchenbau ersetzt wurde. Im Museo Civico, das sich im alten bourbonischen Gefängnis befindet, erfährt man mehr zur Stadtgeschichte Caltagirones.
Caltagirone Über eine mit Keramik verkleidete Brücke erreicht man die Chiesa San Francesco di Paola. Sie liegt am Eingang zum Stadtpark, in dem sich auch das sehenswerte Keramikmuseum befindet.
Die Scala von Caltagirone
Zweifellos das Highlight Caltagirones ist die berühmte Scala, eine Keramiktreppe, die von der Piazza del Municipio in die Oberstadt führt. Entworfen wurde die Treppe 1608 von Giuseppe Giacalone. 142 Stufen mit neuzeitlich geschmückten Keramikkacheln führen bis zur Kirche Santa Maria del Monte, von wo man einen herrlichen Blick über Caltagirone hat. Letztere wurde nach dem Erdbeben 1693 ebenfalls neu errichtet – im Inneren befindet sich ein Bild der Madonna di Conadomini aus dem 13. Jahrhundert. Zu besonderen Anlässen ist die Treppe meist schön geschmückt und ein echtes Muss auf einer Sizilien-Rundfahrt.
Weiter ging es mit unserer Vespa nach "Catania" wo wir eine Pause einlegten. Am Meer ging es zurück zu unserer Unterkunft in "Taormina" wo wir uns von dem anstrengenden Ausflug mit der Vespa erholten.

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Freitag 19. Mai 1995

Taormina, Fiume Alcantára, Savoca

Heute ging es mit der Vespa zur "Alcantára" Schlucht". Nach einer Besichtigung der Schlucht sind wir weiter in die Berge. Hier haben wir in dem kleinen Bergdorf "Savoca" Station gemacht und sind auf den Spuren des "Paten" durch das Dorf gewandelt.
Fiume Alcantára [II] Der Fiume Alcantára hat im Laufe der Jahrtausende am nördlichen Rand des Ätna eine wildromatische (400 m Lange, 5-8 m Breite und bis zu 25 m Tiefe) Schlucht in das Vulkangestein geschliffen. Der Canyon mit seinen bizarren Basaltwände kann ein gutes Stück durchwatet werden, das Wasser ist allerdings selbst im Sommer eiskalt. Von dem Besucher-Parkplatz kann man mit einem Lift zu dem im Canyon gelegenen Kiesstrand hinunter fahren (3,-- Euro). Der Abstieg über die ca. 200 m oberhalb des P. an der Hauptstrasse (SS185) beginnenden Treppe ist gratis. Am P. können Gummistiefel und Latzhosen geliehen werden.
Savoca
Malerisches Bergdorf und Schauplatz von Coppolas Film „Der Pate“ Das malerische Bergdörfchen nordwestlich von Taormina kann gleich mit zwei Attraktionen aufwarten. In den Katakomben des Kapuzinerklosters sind in Wandnischen die
Savoca Mumien der einstigen Würdenträger des Ortes ausgestellt. Außerdem diente der Ort als Schauplatz für Francis Ford Coppolas Mafia-Epos „Der Pate“. Zeitungsausschnitte und Fotos in der In den Katakomben des Kapuzinerklosters sind in Wandnischen die Mumien der einstigen Würdenträger des Ortes ausgestellt. Außerdem diente der Ort als Schauplatz für Francis Ford Coppolas Mafia-Epos „Der Pate“. Zeitungsausschnitte und Fotos in der „Filmbar“ Vitelli sowie ein Coppola-Denkmal erinnern noch heute an die Dreharbeiten im ehemaligen Filmort. Das nette Stadtbild lohnt außerdem einen Spaziergang durch das Dorf.
Zurück in "Taormina" haben wir die Vespa wieder heil bei der Autovermietung abgeliefert. Jetzt ging es in unser Hotel wo wir den letzten Abend auf der Insel noch einmal genossen und an die schönen Urlaubs Erlebnisse gedacht haben.

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Samstag 20. Mai 1995

Taormina, Flughafen, München, Thansau

Taormina Stadtgarten Nach dem Frühstück haben wir die Koffer gepackt und unser Zimmer geräumt. Da wir erst am Nachmittag zum Flughafen von "Catania" abgeholt wurden haben wir unsere Koffer an der Hotelreception geparkt. Jetzt hatten wir noch Zeit Abschied von "Taormina" zu nehmen und haben den Mittag im herrlichen Stadtgarten von Taormina verbracht. Er strahlt Stille und Ruhe aus. Exotische Pflanzen in leuchtenden Farben und einen faszinierenden Panoramablick aufs weite Meer laden zum Entspannen und Genießen ein. Nach dem wir in einem kleinen Cafe den letzen Cappuccino Taormina Stadtgarten genossen, wurde es Zeit wieder zum Hotel zurückzukehren. Hier hat schon der Bus gewartet und uns zum Flughafen nach "Catania" gebracht. Pünktlich ist unsere Boing 767 um 18:00 gestartet, und wir konnten Sizilien noch mal aus der Vogelperspektive bestaunen. Gut in München gelandet hat uns Anderl schon am Flughafen erwartet und nach Thansau chauffiert. Am Abend im Veilchenweg gab es noch viel zu erzählen bevor wir müde ins Bett gefallen sind.

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Sonntag 21. Mai 1995

Thansau, Ingoldstadt, Lichtenau, Frankfurt Bona47

Thansau Thansau Nach einem guten Frühstück wurde es zeit uns von Renates Eltern, der Oma, Renate und Peter zu verabschieden. Unseren VW Bus hatten wir die Zeit unseres Urlaubes vor dem Haus im Veilchenweg in der Obhut der Eltern abgestellt. Beim starten lief der Motor nicht ganz rund, und wir suchten nach der Ursache. Das Problem haben wir gemeinsam schnell lokalisiert, ein Kabel zur Zündung war von einem Marder angebissen worden. Nach der Reparatur des Kabels sind wir um 11:00 Richtung Frankfurt gestartet. Pause haben wir in "Ingoldstadt" eingelegt, wo wir einen kleinen Rundgang durch die Altstadt mit einer Kaffeepause unternahmen. Weiter ging es die Autobahn weiter bis Marktheidenfeld, wo wir weiter der Landstaße durch das schöne Hafenlohrtal nach "Lichtenau" gefahren sind. Hier haben wir im Gasthaus Hochspessart gut zu Abend gegessen haben. Um 21:00 haben wir dann die Bona47 wohlbehalten erreicht, und das Gröbste aus dem Bus in die Wohnung verfrachtet. Nach einer kurzen Erholungsphase ging es dann auch gleich zur Nachtruhe in unser gewohntes Bett wo wir die Nacht in der Heimat wie im siebten Himmel verbrachten!



Schön war der Urlaub 1995 in Sizilien mit vielen Erlebnissen und Eindrücken. Der Wettergott hat es auch gut mit uns gemeint, und so werden wir uns noch lange an diesen schönen Urlaub erinnern.

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[I]  Von Italia.it der institutionellen Website für den Tourismus in Italien übernommen
[II] Von ZAINOO Der individuelle Online Reiseführer für alle Reiselustigen übernommen

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